Alle Jahre wieder - der Rucksack!

Freitag, 27. Dezember 2013

Das Thema Rucksack im Hause busybee ist ein immer wiederkehrendes. Schon im Kindergarten weigerte sich Pippi mit hübschen kleinen Täschchen mit Namenszug aufzutauchen und so wurde mein alter Kinderrucksack (ihr erinnert euch an die Nylonmodelle zum Zuziehen mit den schmalen filzunterlegten Trägern aus den 70ern? Es gab sie in blau und rot und passten perfekt zu den damals ebenfalls modernen Kinderlederhosen) der erste einer langen Reihe von Nachfolgerucksäcken.

Kinderrucksack in klein zum Turnen, Daypack für die Pfadfinder in klein, Daypack in größer, Treckingrucksack fürs Lager...

Unterbrochen wurde diese Kette nur von 3,5 Jahren Schulranzen in pink mit Elfen. Der musste sein, wurde aber Ende der 4. Klasse nicht nur zu klein, sondern irgendwie auch peinlich.

Nun durfte also endlich ein Rucksack her! Vor zwei Jahren schafften wir zu Weihnachten also ein weniger auffälliges und somit weniger peinliches Schulmodell von einem großen Outdoorhersteller an. Rabenschwarz und ein Herzenswunsch vom Kind.

Nun gut, man fügt sich, bringt Reflektoren an und hofft auf eine Anschaffung, die lange halten wird.

Leider, leider hat er es nur 2 Jahre überlebt. Die Reißverschlüsse sind komplett im Eimer. Das ärgert mich nicht nur, weil man ja irgendwie keine Lust hat, andauernd Neues anzuschaffen, es ist auch eine echte Enttäuschung, da man ja ein vermeintliches Qualitätsprodukt gekauft hat (naja, mittlerweile bin ich schlauer und weiss, dass dieser Hersteller allgemein keinen guten Ruf in Qualitätsfragen hat und von seinem Image lebt).

Also ein neuer Rucksack muss her. Und noch darf ich mitreden und darauf achten, dass der Rücken schön geschont bleibt... Trotzdem muss er ja auch den Ansprüchen eines angehenden Teenies entsprechen und so war der erste Schritt ein Interview mit der zukünftigen Trägerin, was denn zur Zeit so angesagt ist. Das Ergebnis deckte sich idealerweise mit meinen Internetrecherechen und so war ganz schnell eine Firma ausgemacht, die sich als zukünftiger Lieferant für Schulbuch-Transportmittel eignete:
ergobag.



Was mich überzeugte, war der Recyklingaspekt, da mir das Thema Nachhaltigkeit mittlerweile sehr wichtig ist. ergobag verwendet Textilien, die zu 100% aus recycelten PET-Flaschen hergestellt werden. Dadurch findet Plastikmüll eine neue Verwendung und unsere natürlichen Ressourcen werden geschont. So haben bis heute schon ca. 15 Mio. PET-Flaschen eine neue Aufgabe gefunden.
Die Verarbeitung schont während der Herstellung natürliche Ressourcen: Der Verbrauch von Wasser wird reduziert und der Ausstoß von CO2 eingespart. So werden unnötige Umweltbelastungen im Herstellungsprozess verringert. Im Vergleich zu herkömmlichen Produktionsweisen sinkt die Abwassermenge um 20%, der Energieverbrauch um 50% und die Schadstoffemissionen um 60%.

Alle Stoffe und ergobag-Materialien sind frei von giftigen Weichmachern (Phtalate) oder PAKs (Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe). Die Lieferanten unserer Stoffe und der Schnallen sind sogar Bluesign System Partner, was bedeutet, dass nicht nur die verwendeten Rohstoffe „sauber“ sind, sondern auch ihre Herstellung umwelt- und sozialverträglich ist.




Und manchmal ist das Leben einfach grandios: Denn während ich nachschaute, wo man denn diese Rucksäcke herbekäme, trudelte eine Mail von ergobag bei mir ein, ob ich nicht mal darüber berichten möchte. Hallo? Klaro! Und ganz schnell war das von Pippi gewählte Modell bei uns:

Ein Satch Crazy Summer in Pippis Lieblingsfarben. Besonders cool findet sie den Kopfhörerausgang.

Er ist jetzt seit einer Woche im Einsatz und hat das Herz aller erobert!



Also: Vielen Dank, liebes ergo-Team für das coole Teil!


P.S.: Woran erkenne ich, dass mein Kind im wahrsten Sinne des Wortes einen eigenen Kopf hat und die Pubertät gnadenlos zuschlägt?! Ich konnte sie ums Verplatzen nicht dazu überreden, dass sie sich für die Aufnahmen die Haare kämmt...

Hypochonder für Anfänger - es weihnachtet sehr!

Freitag, 20. Dezember 2013


Alle Jahre wieder fängt die Brille vor Weihnachten an zu drücken, die Ohren sind entzündet oder die Hexe hat geschossen. Dieses Jahr: Die Zähne.

Keine Ahnung, welche tiefenpsychologischen Hintergründe man da deuten kann, aber vor Weihnachten MUSS es bei mir ziepen. Dann bekommt Frau busybee Angst, dass sie die Feiertage krank danieder liegt - ohne ärztlichen Zuspruch, einen Optiker oder Physiotherapeuten. Das geht bis zum 24. und dann kommt die wundersame Genesung.

Kein Weihnachtsstress!

Mittwoch, 18. Dezember 2013

"Und", fragt eine Freundin den Popstar am Samstag, "habt ihr Weihnachtsstress dieses Jahr?"

Der Popstar zögert und antwort dann, dass dem nicht so sei. Kein Weihnachtsstress, kein Backwahn, kein Weihnachtsfeierhopping.

Die Freundin ist beeindruckt und für einen Moment sieht man Neid aufblitzen.

Wir wirken total cool und entspannt und fühlen uns kurzzeitig auch so - jedenfalls so lange, bis in unseren Hirnen die kilometerlangen Todo-Listen wieder aufblitzen.

Nein, Weihnachtsstress haben wir keinen.

Dafür haben wir dieses Jahr einfach keine Zeit!


... und jetzt wisst ihr auch, warum es hier so ruhig ist, es keine lustigen Adventskalender und Verlosungen gibt und auch keine tollen Basteltipps gepostet werden. Manchmal ist das reale Leben einfach dominanter!

Vorweihnachtliches Kräftemessen

Mittwoch, 4. Dezember 2013

Pippis Weihnachtswünsche sind immer sehr pfadfinderlastig. Und so steht dieses Jahr ein schicker neuer Schlafsack auf der Liste, da das Kuschelwärmewunder vom Popstar nun schon auch 20 Jahre alt ist und nicht mehr den neuesten Schlafstackstandards entspricht - sprich das Packmaß ist drei Mal so groß wie bei modernen Varianten und das Gewicht, nunja, etwa das Vierfache.

Ich verstehe da das pubertierende Kind, dass es nun an der Zeit ist, einen eigenen Schlafsack besitzen zu wollen.
Der Popstar ging gestern los und kam mit einem schicken Teil zurück, schicker als vorgestellt, kleiner als je gesehen und dazu auch noch günstiger als geplant. Juchhe!
Nun war Frau busybee gespannt, wie er denn nun entpackt so aussieht und kuschelt.
Nach zehn Minuten verzweifeltem Kampf mit der Hülle gab ich auf. Es half kein Zerren, Schütteln oder Knuffen - der (neue) Sack blieb in seiner Hülle.
Ich gehe mal davon aus, dass es geheime Pfadfindertricks gibt, um dieses Problem zu lösen. Von Außen sieht er jedenfalls unglaublich professionell aus.

P.S.: Wer Pippi kennt: Bitte nix verraten ;-)

Was mir am Herzen liegt: Kinderbücher!

Samstag, 30. November 2013

Soooo, heute kommt ein Thema, das mir ganz besonders am Herzen liegt: Lesen!
Ursprünglich komme ich aus diesem Bereich, habe lange Jahre im Verlag gearbeitet und in der Leseförderung.



Ende Oktober wurde die neueste Lesestudie vorgestellt:
In 30 Prozent der Familien mit Kindern im Vorlesealter wird zu wenig vorgelesen. Das ist ein Ergebnis der repräsentativen Studie „Neuvermessung der Vorleselandschaft“ zum Vorleseverhalten in Deutschland von der Wochenzeitung DIE ZEIT, der Stiftung Lesen und der Deutschen Bahn, die am 28. Oktober 2013 in Berlin vorgestellt wurde. 

In 30 Prozent der Familien mit Kindern im Vorlesealter von zwei bis acht Jahren wird laut der Vorlesestudie selten oder gar nicht vorgelesen. Dies gilt weiterhin besonders für Haushalte aus bildungsfernen Schichten. Ebenso lesen Väter ihren Kindern deutlich seltener vor als Mütter: Während 29 Prozent der Mütter ihren Kindern täglich vorlesen, machen dies nur neun Prozent der Väter.

Die Vorlesestudie 2013 zeigt außerdem, dass sich zwar 83 Prozent der Eltern für ihre Kinder eine gute Bildung wünschen, aber nur drei Viertel Lesekompetenz und nur die Hälfte Lesefreude als wichtige Erziehungsziele ansehen. „Vielen Eltern ist der Zusammenhang zwischen Vorlesen, Lesekompetenz der Kinder und Bildung nicht bewusst“, betont Dr. Rüdiger Grube. „Lesefreude und Lesemotivation muss als zentrale Voraussetzung für gute Lesefähigkeit und damit auch als Schlüssel für Bildung stärker in das Bewusstsein der Eltern gerückt werden.“
Nun hatte ich es mit Pippi verhältnismässig leicht: Sie liebte es, vorgelesen zu bekommen, ich wusste, wie man sie ködern konnte und heute ist sie selbst eine Leseratte. Ich lieb(t)e es, in der Kinderbuchabteilung zu stöbern und war immer sehr gut informiert. Ich weiß, dass das Luxus ist und dass es mittlerweile unglaublich schwierig ist, den Überblick zu behalten.

Als ich vor kurzem eine Mail von Julius Bertram bekam, rannte er bei mir offene Türen ein: Denn er und sein Team wollen Eltern mit librileo helfen. librileo ist das erste Kinderbuch-Abo, das Eltern jeden Monat Kinderbücher nach Hause sendet. Das Besondere: Die Kinderbücher werden vorab durch Pädagogen und ausgesuchte Familien getestet und behandeln monatlich ein neues Thema.

Julius Bertram: „Die Kinderbücher die wir versenden werden speziell für verschiedene Altersgruppen ausgesucht. Bei der Bestellung auf www.librileo.de geben die Eltern oder Großeltern einfach das Geburtsdatum des Kindes an.“ So gewährleistet librileo, dass jedes Kind monatlich Bücher erhält, die exakt auf das Alter des Kindes abgestimmt wurden. Dazu finden Eltern dann auch noch zusätzliche Informationen auf Facebook, Pinterest oder im Blog – so kommt nie Langeweile auf.




Bertram ergänzt „Im Übrigen sind wir noch auf der Suche nach Testfamilien, die vorab unsere Bücher für die kommenden Monate testen wollen. Bewerben kann sich jede Familie mit Kindern im Alter von 1 bis 8 Jahren.
Einfach auf die Homepage gehen und eine kurze E-Mail senden an info@librileo.de“.

Ich bin begeistert! Was mir besonders gefällt, ist die Idee, das Abo den Großeltern als ein mögliches Weihnachtsgeschenk zu nennen, da es das Bedürfnis von Oma und Opa nach einem sinnvollen und abwechslungsreichen Geschenk befriedigt, von dem man lange (!) etwas hat.
Das einzige, was mich stört: Pippi fällt aus der Altersgruppe mit ihren fast 12 Jahren raus...

Gruselkuchen und der Adventskranz des Grauen

Freitag, 29. November 2013

Pippi wird morgen für die Pfadfinder Waffeln backen und Kuchen auf dem Weihnachtsmarkt verkaufen. Da sie das jedes Jahr ganz grandios findet, hat sie sich nicht nur für eine Schicht eingetragen, sondern quasi für das gesamte Wochenende. Und weil sie grad so schön beim Eintragen war, setzte sie auch noch zwei Kuchenspenden auf die Liste - gebacken von Mama.

Daran erinnerte ich mich heute morgen (immerhin heute!) und ging in die Planung für meine Standardkuchen für solche Anlässe (gut zu transportieren, leicht zu portionieren und optisch irgendwie ganz nett).

Aber Pippi hatte andere Pläne.

Vor einiger Zeit erwarben wir einen Fertigkuchen mit der Geschmacksrichtung Oreokeks. Gar nicht meins (also die Kekse mag ich schon - das ein oder andere USA-Kilo ging auf deren Kosten). Backmischung ist ja eine Sache, aber wir verwenden ganz gerne Zutaten, die alle im Haus vertragen. Aber ich ließ mich breitschlagen und Pippi argumentierte, dass der Kuchen ja ganz wunderbar für auswärtigen Konsum wäre, weil ich somit nicht an seltsamen Zusatzstoffen verzweifle und der Popstar sich nicht mit Weizen rumschlagen müsste. Und außerdem muss man ja alles mal probiert haben...
Meine Worte.


Also, wer darauf steht, den Inhalt von 3 Tüten aufeinander zu stapeln und beim Zubereiten nur einen Löffel, eine Schüssel und einen Pürierstab zu benötigen, den Backofen kalt zu lassen und chemische Experimente mag - perfekt! Und von oben sieht er nach frischem Blumenbeet aus, also schon irgendwie erdig und nach Pfadfindern ...
Geschmacklich lege ich keine Hand ins Feuer und irgendwie schäme ich mich ein bisschen, ihn morgen abzugeben.


Und weils beim Backen so schön fix ging, hab ich gleich mal unseren Adventskranz rausgekramt. Er ist ein riesiges Ding aus silbernen Zweigen. Er ist ein riesiges Ding, das irgendwie nach verlassenem Adlernest aussieht. Die Silberfarbe ist dukelgraumatschig geworden und der Glitzer abgeblättert.
Ein Update ist dringend von Nöten...

1000x Danke!

Dienstag, 26. November 2013

1000 Mom-Blogs haben sich mittlerweile bei Brigitte gesammelt - und busybee ist dank meiner Leser unter den ersten 20 der beliebtesten! Danke für eure Unterstützung!

Ich finde es phänomenal, wie viele "Schreiberlinge" wir mittlerweile geworden sind. Als ich 2009 anfing, war es noch ein recht überschaubares Grüppchen, das noch etwas von den "Großen" belächelt wurde...


Familienplaner

Montag, 18. November 2013

Jedes Jahr wird bei uns in der Küche ein Familienplaner aufgehängt. Mehr oder weniger gut geführt, gibt er jedoch einen ganz guten Überblick, wer grob wo zu finden ist.

Tatsächlich hat der Popstar einen eigenen digitalen Kalender, der mit der Musikwelt im allgemeinen synchronisiert wird und der mir jeden Morgen um 9 Uhr auf meinem Eifon verrät, dass er und alle anderen am nächsten Tag irgendwo sind. Pling, pling mal x macht es dann und alle im Büro denken, dass ich bestimmt 200 Termine am Tag habe.
Ich selber habe so ganz oldschool einen sehr kleinen Einschreibkalender, bei dem ich auf einen Blick die ganze Woche überblicke. Sehr praktisch!

Zurück zum Familienplaner.
Welche Version/Ausstattung in unsere Küche einzieht, liegt daran, was Pippi aussucht (Janosch und Helme Heine sind glücklicherweise abgehakt) oder was wir so geschenkt bekommen (Kochrezepte und dieses Jahr eine riiiiiiieeesige Variante mit Wimmelbildern.)
Für 2014 sind die ersten Termine zu planen und so machte ich mich an eine umfassende Recherche bei einem großen Buchversandhandel. Denn dieses Jahr soll es einer werden, der MIR gefällt!

Sehr interessant fand ich die 3-Monatsvariante mit dem Slogan "Das Quartal auf einem Blick!" Ja! Quartalsplanung! "Liebe Pippi, die aktuelle Planung zeigt, dass das Ausflugssoll noch nicht erfüllt wurde. Bitte halte dich an die Forecastplanung deiner Eltern!"

Spannend fand ich auch, dass unter der Suche "Familienplaner"  ein Penthousekalender ausgespuckt wurde. Familienplanung unter anderen Vorzeichen.

Ich wühle mich durch Kätzchen, Kikaninchen, Schalke und Bauernweisheiten.
Der erste, der mir wirklich gefällt, sieht innen seltsam aus. Nur zwei Spalten? Ahhh, Paarkalender! Ich befürchte, dass mit dem Gebären eines Kindes geschmackvolle Familienkalender nicht mehr vorgesehen sind.
Yoga für Kühe???

Ich gebe auf nach der einzigen Variante, die mich noch angesprochen hat, die aber leider für 2013 ist/war.



Warum man am besten Kaffeekannenzubehör kauft, wenn man ein Abendkleid braucht

Freitag, 15. November 2013

Ich glaube, ich hatte bereits erwähnt, dass wir mal wieder auf eine Hochzeit durften. Und dass die Kleiderordnung mit "Abendgarderobe" vorgegeben wurde.
Der Popstar hat es da leicht: Er besitzt Smokings in allen möglichen Farben - am besten gefällt mir der in Weiß, da er so eine herrliche Mischung aus Traumschiffkapitän, Comedian Harmonists und Westküstenmafia ist. Also, die Garderobe für den Popstar war von Anfang an geklärt.

Schwieriger ist es da bei Frau busybee. Ich besitze sehr viele, sehr schöne Kleider für den Bereich Business, Cocktail oder Semi-formal - aber bei der Abendmode wird es schwierig. Das letzte Ballkleid trug ich zum Abiball meines kleinen Schwesterleins: Ein Abenddirndel, weil ich alle Ballkleider so schrecklich fand. Meinen Abschlussball erlebte ich als pinkfarbene Tuffwolke in Laura Ashley mit einer Atomexplosionsdauerwelle (diese Fotos werden bis heute streng unter Verschluss gehalten!).

Ich machte mich also frohen Mutes auf. Ein Abendkleid, hurra! Ich wollte schon immer mal eines kaufen! Edle Stoffe und samtige Farben schwebten mir vor. Duftige und schmeichelnd.

Ich war erst mal positiv überrascht: War doch die Auswahl seit meiner Tanzschulzeit unglaublich gewachsen! Wo man früher zwischen fünf Modellen wählen konnte, gibt es heute eine riesige Auswahl in den diversen Modehäusern.
Meine Euphorie hielt sich genau so lang, bis ich durch die Kleider streifte - mir standen die Haare im wahrsten Sinne des Wortes zu Berge! Hallo? Wo sind denn hier bitteschön die edlen Stoffe und die schmeichelnden Schnitte?
Alles, was irgendwie mir Poly- beginnt, ist hier versammelt. Und die Schnitte: Entweder für 14jährige Hungerhaken oder für die sie begleitende Mutti geschnitten.
Ich wollte weder im Schwanensee-Tutu in Türkis auftreten, noch wie Queenmum gewandet sein. Ich hab mich wirklich bemüht. Ich habe größtmögliche elektrostatische Aufladung ertragen. Ich habe mich in Kleider gequält, die schon beim Anziehen Juckreiz und großflächigen Ausschlag hervorgerufen haben. Ich war in großen Modehäusern und in Brautläden. Ich war in Läden, wo die Kleider zwar nicht statisch geladen waren, die Preisschilder aber Schocks hervorriefen. Ich war sogar kurz davor, mir etwas passendes nähen zu lassen.

Aber dann kam erst mal der Urlaub. Und ein Gewitter mit Starkregen und Frau busybee, die unbedingt Kunststoffringe für die Kaffeekanne braucht. Und ein Einkaufszentrum in der italienischen Provinz.
Und ein Laden: Max Mara. Reduzierungen bis 70%.
Frau busybee war natürlich komplett adäquat gewandet für einen schicken Einkauf: Shorts, Flip Flops und ein ausgeleiertes Shirt, das zwar nicht so stark nach Chlor roch, wie Frau busybee, dafür aber nach zwei Wochen Urlaub müffelte. Perfekt für einen Max Mara Store. Ich betete nur, dass keine Verkäuferin irgendwas an mir zuppeln wollte...

Ich muss gestehen, dass es mir maximal unangenehm war, müffelig wie ich mich fühlte, in die edlen Kleider zu schlüpfen. Irgendwann stand dann die Verkäuferin auch in der Kabine (oweia) und hielt mir einen blauen Sack entgegen mit den (grob übersetzten) Worten, dass das unglaublich gut zu mir passen würde. "Jaja, dachte ich mir, Sack passt wohl perfekt zu meinem heutigen Schlumpfoutfit", damit die Dame nicht weiter neben mir steht, hab ich es übergeworfen.
Und: Nix Sack. Unglaublich schönes Abendkleid, das genau das betont, was es betonen soll und das kaschiert, was die Welt besser nicht genau sieht. In hochzeittauglichem Blau mit Gold. Zwar nicht lang, aber eindeutig Abendkleid.
Und das für unter 200 Euro. Hallihallo?
Und so geb ich in die Runde: Kauft Kaffekannenzubehör und seid frohen Mutes, was euch sonst so über den Weg laufen wird...


* ... und auch hier nur Details vom Kleid, weil es auf dem Bügel einfach wirklich sackig aussieht...

Rettung für den Popstar

Dienstag, 12. November 2013

Nun muss ich meinen letzten Post doch tatsächlich widerlegen - Bloggen macht nicht immer einsam, sondern es hilft meinen Mitmenschen, die geballten Nöte meines Liebsten zu erkennen und uns mit tatkräftiger Hilfe vor dem Schlimmsten zu bewahren.
Uns erreichte nämlich eine Lieferung allerfeinster Kamutnudeln aus Bella Italia. Im Gegensatz zu hier, gibt es diese für den Popstar mit seiner Weizenallergie gut verträglichen Teigwaren nicht nur beim Bio(ichnehmsvondenLebenden)Dealer, sondern im Supermarkt - zu vernünftigen Preisen!


Dazu erhielt ich folgende Mail:

Hallöchen Biene,

es freut mich sehr, Dir mitteilen zu dürfen, dass Dein Popstar auf jeden Fall nicht wegen Nudelmangels verhungern wird.

Wir haben keine Kosten und Mühen gescheut, dafür zu sorgen, dass er dir erhalten bleibt!

Eine kurze Rechnung meinerseits, wenn er jeden Tag 82 gr Nudeln isst, kann er überleben, bis wir wieder unseren nächsten Urlaub in Italien
beendet haben!

Soooo nun zur Frage aller Fragen: wie viele Tage kann der Popstar überleben, bzw. wie viele Stunden dauert es noch, bis wir aus dem nächsten Urlaub wieder da sind!

Ich glaube eine Größenangabe fehlt noch, um die Rechnung zu lösen! Tipp, wir haben 21 Pckg. Nudeln im Gepäck gehabt, von denen ihr nur 11  (a 500g) bekommt!

Auflösung gibt’s das nächste mal!

Saluti a presto

H.

Ist das nicht super?!
Vielen lieben Dank an euch! Ich bitte den Popstar beim nächsten Release einen Track über Nudeln zu komponieren ;-)

Bloggen macht einsam

Mittwoch, 6. November 2013

"Hääää?", wundert sich jetzt der geneigte Leser, "sollte das nicht umgekehrt sein??"

Tatsächlich sieht es aber so aus:

1. Leider, leider finden Bloggertreffen und Konferenzen ja regional sehr begrenzt statt - Berlin, Hamburg, ein bisschen Köln, aber gaaanz selten im Rhein-Main-Gebiet. Hier ist irgendwie Bloggertechnisch der Hund begraben...
Also keine lustigen Treffen mit anderen Bloggerladys aus der Region.
 
2. mein Freundeskreis liest fleißig mit. Nach dem Besuch meines Blogs weiß die Welt über meine Gemütslage, den Gesundheitszustand und über meinen Kleiderschrank alles Wesentliche. Und fühlen sich wahnsinnig verbunden mit mir.

Also muss man mich natürlich nicht mehr anrufen, denn es ist ja alles Wichtige mitgeteilt.
Wie sagte doch eine liebe Freundin: "... und dann schau ich in deinen Blog und dann weiß ich ja wie es dir so geht..."

3. trabe ich bei Ausflügen immer ein paar Meter hinter meinen Liebsten her, weil ich noch schnell den Eifelturm von oben rechts oder den lustigen Gulli für das Blog ablichten muss. Kommunikation findet so natürlich auch nur eingeschränkt statt...




WMDEDGT im November

Dienstag, 5. November 2013

"Was machst du den ganzen Tag?" fragt Frau brüllen einmal im Monat und lädt zum Tagebuchbloggen ein. 
6.15 Uhr Der Wecker weckt. Mit der Kurznachricht "Markantes Wetter liegt vor". Markantes Wetter ist ja so ne Sache - es könnte unglaublich kalt, sehr stürmisch oder aber auch sehr heiß sein. Ich sinniere beim Zähneputzen über die kleidertechnische Herausforderung, die diese Ansage hervorrufen könnte, bekomme aber kein Ergebnis.

6.45 Uhr Pippi darf aufstehen. Erstaunlicherweise zieht sie heute alles ohne Murren an, was ich ihr präsentiere. Sogar das niedliche Strickjäckchen mit den Perlenknöpfchen.

6.55 Uhr Das Rätsel um das gefügige Kind ist gelöst: Neben dem Frühstücksbrot liegt ein Gedicht, das sie bis heute lernen sollte und es irgendwie vergessen hatte. Ich verkneife mir einen blöden Kommentar. Dafür bekomme ich eröffnet, dass Kind Nummer 4 die Klasse verlässt/verlassen muss, weil das Tempo zu hoch ist. Wir sind beide glücklich, dass Pippi mithalten kann.

7.10 Uhr Wir verlassen das Haus und rechnen mit dem Schlimmsten - die Nachbarstraße ist nämlich gesperrt und gestern kam Pippi fast zu spät zu Schule und ich stand ewig im Stau. Doch heute ist es irgendwie leer. So leer, dass Pippi wohl ein bisschen arg früh in der Schule ist...

7.40 Uhr Brücke ist überquert, ich düse den Berg hinauf und fluche über das Popstarauto, bei dem nicht nur der Turbo futsch ist, sondern das auch gerne auf Autobahnen ausgeht. Ich bin schweißgebadet, das markante Wetter findet unter meinen Achseln statt.

7.45 Uhr Sichere und wohlbehaltene Ankunft am Arbeitsplatz.
Der Kaffe schmeckt wie immer unterirdisch, das Mailaufkommen ist durchschnittlich, Cheffe eher zu früh. Nachdem ich Svetlanas Bewerbungsmail als "Messehostess mit überdurchschnittlicher Einsatzbereitschaft" gesichtet habe, kann der Tag nur grandios werden.

10 Uhr Dateneingabe. Dateneingabe. Dateneingabe. örgs.

12.02 Uhr Der Autodealer meines Vertrauens ruft an und will eine Entscheidung. Jetzt sofort. Auf der Stelle. Ich bitte den Popstar zurückzurufen, weil der Vorstand neben mir steht und sich nicht für meinen Gebrauchtwagenkauf interessiert. Vielleicht tut er es doch, aber ich möchte nicht riskieren, dass die Finanzierung des Wagens durch Wegfall meines Gehalts gefährdet wird.

12.25 Uhr Ich habe ein neues Auto. Das markante Wetter ist wieder unter meinem Arm. Ich rieche eh schon streng, da kommt eine Schnellkauf im Büro am Telefon ganz passend. Ich bin aufgeregt. Oh Gott, was bin ich aufgeregt und ihr seid live dabei!!!

14 Uhr Daheim. Der Popstar hat ein Risotto eines Naturkostherstellers getestet. Der Hunger treibt es runter - wirklich lecker ist anders.

14.30 Uhr Rundgang durch die Online-Welt. Ich fühl mich platt und kalt. Eine Wärmflasche tut gut beim Bilderbearbeiten und Posts vorbereiten. aufgeräumt! braucht dringend Nachschub. Ich suche nach der perfekten Balance zwischen Projekt, Auftraggeber des Projekts und was ich euch zeigen darf.

16.30 Uhr Besuch bei meiner Freundin Sabine. Sabine ist die Muskelentspannerin meines Vertrauens und bringt mich wieder auf die gerade Bahn. Wir verquatschen uns.

18.30 Uhr Wir quatschen noch immer, aufgeregte Großmütter wollen über das neue Auto informiert werden. Das Kindelein kommt derweil zuhause an und ist genauso platt.

18.35 Uhr Wäschiwaschi.

19.02 Uhr Der Popstar wird in den Regen geschickt um Brot und Leberwurst zu kaufen - zur Zeit die Leibspeise von Pippi und dem Popstar. Nun gut.

19.30 Uhr freue mich aufs Auto und schreibe eine Vollmacht zur Anmeldung des Autochens.

19.45 Uhr Der Popstar ist zurück. Er hat mir was mitgebracht - ein Päckchen mit Blutwurst für die Kartoffelsuppe. Ich bin glücklich und er zufrieden, dass er die Rosen hat stehen lassen...

19.50 Uhr Schlacht um Kartoffelsuppe

20.49 Uhr Das Auto ist jetzt in der Nachbarstadt, der Popstar sortiert Sachen, die sich so in unseren 3 Autos angesammelt haben. Wir werden die Familie in den nächsten Wochen vom Erlös der gefundenen Flaschen ernähren. Wer hat den Duftbaum angeschafft?

20.50 Uhr wo ist mein Glückskrokodil? Es sieht so aus, als ob ich einen neuen Glücksbringer brauche...

Jetzt noch Wäsche sortieren, vielleicht ein bisschen TV und ab in die Falle!!!

Gruselwusel

Donnerstag, 31. Oktober 2013


Halloween steht vor der Tür - im wahrsten Sinne des Wortes...
Pippi ist da ja sehr pragmatisch:
"Pippi, magst du auf die Halloweenfeier in der Schule gehen?"
"Klaro! Ich bin zwar die einzige in meiner Klasse, aber das lass ich mir nicht entgehen!"
"Die einzige?? Warum gehen denn die anderen nicht?"
"Die finden das peinlich. Alle haben Angst, dass sie tanzen müssen. Aber das ist ja keine Ballettaufführung. Und die nächste Party ist erst in der 10. Klasse. Also 4 Jahre ohne. Da feier ich doch noch mal so richtig, bevor ICH es nächstes Jahr kindisch und peinlich finde!"
"Sehr gut! Und wie willst du dich verkleiden?"
"MurmelmurmelfindschonwasmurmelzerschneidedeineSrumpfhosemurmel"
"Okeeeee. Ich schmink dich dann."
"Ach, lass mal. DAS ist dann wirklich peinlich!"

Was sonst so passiert

Mittwoch, 30. Oktober 2013

Heute, morgen und übermorgen ist Urlaub.
Frau busybee hat ihn sich unglaublich redlich verdient, da sie unglaublich viel gearbeitet hat und so verspannt ist, dass jeder Betonhersteller gerne die Rezeptur für die Schultern hätte. Kopfschmerzen inklusive. Das Wetter spielt auch mit, die Sonne scheint, alles könnte gut sein.

Frau busybee hat morgen und übermorgen Urlaub.
Heute wurde nämlich gestrichen wegen unglaublich viel Arbeit.
Also schönes Wetter ohne Frau busybee.

Dafür dann morgen Urlaub. Perfekt nutzbar für frühe Arzttermine zur Blutabnahme - aber hey: Ausschlafen an Urlaubstagen wird absolut überbewertet!

Aber: So denn alle gesund bleiben (diverse Seuchen lauern grade an allen Ecken und Enden) wartet ab Freitag Paris auf uns! Gut, dass Pippi das Blog noch nicht liest - denn es soll eine Überraschung für sie werden. Als Belohnung für die Plackerei mit der zweiten Fremdsprache. Ich freu mich wie Bolle auf ihr Gesicht, wenn wir nicht in Saarbrücken anhalten!

Rabenbee

Freitag, 25. Oktober 2013

Nach der Geburt eines Kindes erlangt man unglaublich viele neue Erkenntnisse wie beispielsweise: Es wächst einem keine dritte Hand, Banane sieht zwar unscheinbar aus - macht aber fiese Flecken, Kindern sind tolle Erziehungsgrundsätze wurscht. Und: Bei der Geburt wird kein Gen freigesetzt, dass einem zum perfekten Muttertier mutieren lässt.

Und so hangel ich mich nunmehr seit über elf Jahren von Tag zu Tag und versuche mein Bestes zu geben. Selbst gekochte gekaufte Breichen, Vorlesen und Trösten Kassette einlegen, Grundschullehrerinnen zurechtstutzen motivieren, Französischvokabeln abhören und vollwertige Mahlzeiten kochen.

Ab und an kommt es jedoch zu einem kompletten Gouvernemental Shutdown im Regierungs- und Versorgungsministerium des Haushaltes busybee. Die Ursachen liegen wohl im Bereich der Misswirtschaft der Regierungsorganisation und treten plötzlich und unerwartet (so wie heute) zu Tage.
Kein Brot im Haus, kein Brötchen, Keingarnichts. Müsli wird von Pippi verweigert (von Frau busybee sowieso, weil Milch am frühen Morgen einfach örgs ist). Also kein Pausenbrot. Gefunden wird eine braune Banane (die Frau busybee mitnimmt, weil Pippi braune Bananen örgs findet), ein kürzlich abgelaufener Joghurt (für Pippi) und eine Tafel Schokolade (für beide) - also alles sehr vollwertig.
Nun könnte man ja auf dem Weg zu Schule/Arbeit bei einem Bäcker seines Vertrauens vorbeifahren. Aber der Geldbeutel beinhaltet noch genau 70 Cent. 35 Cent werden im Auto gefunden und sichern die Straßenbahnrückfahrt von Pippi (man könnte sie natürlich heute auch auf das Amphibienfahrrad zwingen). Nächstes Argument: Geld holen bei Bank. Guter Plan. Aber auch beim örtlichen Bankinstitut herrscht Misswirtschaft und der Automat macht Urlaub. Inzwischen ist es einfach zeitlich sehr knapp für die Schule und das angesetzte Meeting kaum mehr zu erreichen.

Also beschließen wir, den Gürtel einfach enger zu schnallen bis zum Mittagessen. Soll ja die Persönlichkeit stärken. Oder so.

Und bitte keine Fragen, warum es soweit kommen konnte. Da müsste ich politisch antworten, dass bestimmte Umstände ... und so ... und der Reservepumpernickel mit Schimmel ... und Schuld sind sowieso die anderen und so...

Da lebt man so still vergnügt

Donnerstag, 24. Oktober 2013

vor sich hin und dann kommt erst Auto Nummer 1 nicht über den TÜV, Auto Nummer 2 geht kaputt und plötzlich muss an sich hoplahop ein neues Auto kaufen.
Ganz so überraschend kam das zwar nicht, wie ich zugeben muss, da man die Wehwehchen ja schon seit einiger Zeit mitbekommen hat... Überraschend kam dann eher der Blitzer in der 30er Zone. Ähm.

Hat jemand Erfahrung mit einem Fiat 500? Ich hatte ja gerne so einen kleinen Flitzer...

Quelle: Fiat

Die gestiefelte Biene - oder warum ich eine Hassliebe zu dieser Schuhart pflege

Mittwoch, 23. Oktober 2013

Stiefel sind toll!
Ich liebe sie, geben sie jedem Outfit etwas Dramatisches.
Halbschuhe zu einem Kleid im Winter? Niemals!

Stiefel sind verwegen. Mal Musketier, Cowboy oder Biker. Oder lieber verführerisch? Ich überlege kurz, ob mir Ähnliches zu Halbschuhen einfällt ... nö...
Ausserdem halten sie schön warm.
Also nenne ich ein paar Exemplare mein eigen und kann je nach Stil und Absatzhöhe variieren.

Was ich nicht so liebe ist der Stiefelkauf.
Am Anfang der Saison bin ich noch unglaublich begeistert und freue mich über die fantastische Auswahl an Modellen. Bis ich feststellen muss, dass ich wohl nicht in die Stiefelnorm der Schuhhersteller passe.

Wer mich und mein Blog verfolgt, weiß mittlerweile, dass ich zwar nicht adipös bin, aber auch keine 34 mehr trage. Ich würde sagen, ich bin durchschnittlich in der Figur mit ein paar Rundungen und auch ein paar Pfunden mehr. Meine Beine sind eigentlich schlank, die Füße werden mit einer niedlichen Größe 36 eingekleidet.

Auftritt im Schuhgeschäft: Frau busybee sucht sich Stiefel aus und fragt eine engagierte Fachverkäuferin nach Größe 36. Fachverkäuferin verschwindet im Lager, Fachverkäuferin kommt mit leeren Händen zurück. Nun gut. Die versierte Schuhkäuferin weiß, dass gewisse Größen nicht in dem Umfang geordert werden, weil es einfach nur wenige Kunden mit dieser Schuhgröße gibt.
Neuer Versuch: Frau busybee wählt diese Mal mehrere Modelle aus, um die Chance auf einen Treffer zu erhöhen. Die Fachverkäuferin verschwindet und kehrt mit einem Paar zurück. Juhu!

Nun kommt die zweite Hürde: Stiefel anziehen, Reißverschluss hochziehen und an der Wade stoppen. Leder mit energischem Griff zusammenraffen und Reißverschluss noch 2 cm weiter nach oben quälen. Stoppen, weil man ein Stück Wade in den Verschluss integriert hat. Tränen verkneifen, während man das eingeklemmte Stück Haut operativ entfernt.

War also nichts.
Die Ansage an die freundliche Fachverkäuferin ändert sich: "Bitte bringen Sie alle Stiefel in meiner Größe!!" Die Dame kommt mit drei weiteren Paaren zurück. Zwei kollabieren wieder an der Wade, das dritte Modell geht zu - leider ist es so gar nicht mein Geschmack.

Und so trabt Frau busybee von Schuhgeschäft zu Schuhgeschäft, ordert extra weite Stiefel im Internet und fragt sich: Was läuft hier eigentlich schief? Habe ich dicke Beine und ich weiß es nur nicht? Verdränge ich es? Oder geht der durchschnittliche Schuhproduzent davon aus, dass Größe 36 tragende Frauen kleine Girlies mit Spinnenbeinchen sind?

Und dann hab ich endlich die Stiefel meiner Träume gefunden. Letzte Woche sollten die hübschen Teilchen dann zum ersten Mal zum Geburtstagsauswärtsessen eingeweiht werden - ein würdiger Anlaß würde ich meinen. Da das Kleidchen etwas dünn war, entschied ich mich für dickere Strumpfhosen mit Wollanteil: Stiefel an, Stiefel zu. Und dann die Frage: Kann man von zu engen Stiefeln Thrombosen bekommen? Und warum sitzen sie jetzt so eng, dass ich wie ein Zinnsoldat marschieren muss? Ich bin betrübt und warte auf warmes Wetter, zu dem ich die Stiefel ohne Strümpfe anziehen kann...




WMDEDGT? Samstags bei busybees!

Samstag, 5. Oktober 2013

"Was machst du den ganzen Tag?" fragt Frau brüllen einmal im Monat und lädt zum Tagebuchbloggen ein. Nachdem das letzte Mal irgendwie zu keinem Ende gekommen ist (der Tag schon, leider nicht die Beschreibung - irgendwas Dramamässiges wird es gewesen sein), werd ich es heute mal wieder versuchen.
Also los geht's:
9.39 Uhr: Blick auf das iphönchen. Himmel! Nach 9! Sehr selten für Frau busybee, da sie sonst vorher bestimmt durch einen ins Bett fallende Popstar geweckt wird (wenn er morgens heim kommt, ist an weitere Tiefschlafphasen nicht mehr zu denken) oder Pippi ein lustiges youtube-Video zeigen muss.
Aber: Der Popstar weilt in einer großen Stadt und Pippi ausflügelt bei der Oma.

9.40 Uhr: Italienische Kaffeeglückszubereitungskann starten, da keine Kapseln mehr im Haus sind. Es duftet nach Kaffee, während ich Reinigungsarbeiten an mir vornehme. Fühle mich wahnsinnig ausgeschlafen!

10.03 Uhr: Kaffee und Toast werden eingefüllt und ein Plan gemacht, was ich heute alles machen kann. OMG!
Mal schauen, wie weit ich komme. Gestern hatte ich einen unerwarteten Shutdown im Büro (Glasfaserkabel kaputt, nix ging mehr) und geschenkte Zeit, die ich irgendwie nicht sinnvoll nutzen konnte.

10.18 Uhr Tour durch die Bloggerlandschaft starten.

10.45 Uhr Tour durch die Wohnung starten. Die große Mülltüte darf mit ins Kinderzimmer...

11.12 Uhr Starting fpr ebay. Fotos machen vom Kleiderstapel vom Pippikind.

12.30 Uhr immer noch am fotografieren

13.03 Uhr 3. Waschmaschine wird gestartet, Kartoffelsuppe aus Biodose einverleiben. Es schüttet aus allen Eimern.

13.05 Uhr ebaysachen müssen beschrieben werden. "Pretty Little Liars" brabbeln vor sich hin, Frau busybee stellt ein

17.22 Uhr Fertig. Wäsche ruft zum Bügeln. Frau busybee fragt sich, ob irgendwer es spannend findet, diesem Tag zu folgen. Könnte ein bisschen Pep vertragen. Entscheide mich für Müsli.

17.40 Uhr Steuerunterlagen. Hurra!

19.00 Uhr Kontoauszüge. Hurra, hurra.

20.20 Uhr Pippi ruft an und erzählt von den Edelsteinen, die sie heute mit der Oma gekauft hat. Sie ist glücklich, ich vermisse sie ein bisschen.

20.30 Uhr Ich überlege, ob ich Dinge erfinde, damit es hier spannender wird. Die Mäuse haben Hunger.

20.40 Uhr. Message vom Popstar, der mittlerweile in einer anderen großen Stadt ist. Wir unterhalten uns über die Steuer.

20.45 Uhr Weiter gehts mit den hübschen kleinen Lügnerinnen. Und der Steuer.

Die Kontaktsperre gilt nicht für Nudeln!

Donnerstag, 12. September 2013


Dieses Bild ist ein eine ganz wunderbare Zusammenfassung meines derzeitigen Zustandes: Frau busybee sitzt mit mehreren kuscheligen Oberteilen bekleidet im Bett (in übrigens diesem Schlafzimmer) und starrt auf den Bildschirm ihres Schlepptops. Das ist schon eine ziemliche Leistung, denn gestern und vorgestern war nur fiebriges Schüttelfrosten möglich, reden, starren oder anderweitiges Kommunizieren kaum denkbar. Leider ist das fiebrige Schüttelfrösten mit einer hochansteckenden Angina verbunden, so dass Frau busybee bis Freitag ein Kontaktverbot vom Arzt verhängt bekam (also nicht nur zum Arzt, sondern zu allen anderen, die mir sonst so am Herzen liegen).
Das finden alle, die irgendwas aus meinem Hirn wollen (und teilweise dafür bezahlen) mittelmässig toll. Meine Meinung ist noch neutral, wenn mehr Energie da ist, find ich es wahrscheinlich auch nicht schön.
Pippi findet alles toll - zumindest, dass sie mich jetzt von der Ferne bemuttern darf und ich bin erstaunt, was mein Kindlein so alles auf dem Herd fabrizieren kann, das sogar schmeckt!
Ich bin unglaublich stolz und freue mich auf jede unter der Tür durchgeschobene Nudel...

WMDEDGT - Was heute so los ist

Donnerstag, 5. September 2013

Frau brüllen fragt ja einmal im Monat nach, was man den ganzen Tag so macht. Unter diesem Link findet man die anderen Tagesblogger.

Und hier das, was bei mir so los ist:

5.37 Uhr Der Wecker klingelt. Äh. Ist ja gar nicht der Wecker, sondern das Telefon. Die Nummer kenn ich nicht, das Gegruschel am anderen Ende der Leitung auch nicht. Jetzt bin ich wach.

6.30 Uhr Jetzt klingelt der Wecker. Die Stunde hebe ich genutzt mir zu überlegen, was ich heute alles tun muss. Energie ist jetzt mit Denken aufgebraucht. Aber die Aufwachphase im Bad entfällt.

6.50 Uhr Letztes Handanlegen an der Fassade. Der Badhairday wird mit einem kreativen Knoten im Haar gelöst. Leider sieht man mit diesen Haarknoten ab einem gewissen Alter (liegt nur an der Uhrzeit!) nicht mehr hip aus. Notiz an mich: Graue Haare ausreißen.

6.51 Uhr Pippi ist auch schon wach. Nasowas.

6.55 Uhr Bei Pippi stehen Kleid A, B oder C zur Auswahl. Sie entscheidet sich für B, wechselt aber nach 5 Minuten doch zu C. Das passt angeblich am besten zu ihren neuen Birkenstock-Sandalen. BIRKENSTOCK-Sandalen! Mich hätte man früher schlagen müssen, damit ich sie trage. Aber bei den Kids ists hip (und bei mir würde es zum Omalook passen - siehe oben)

6.57 Uhr Frühstücken, Brote schmieren und unterschreiben, dass Pippi läusefrei ist. Arrgghhhhh, ich hatte gehofft, dass das Thema mit der weiterführenden Schule gegessen ist. Ich verbiete ihr, die Mütze mit Klassenkameraden zu tauschen. Sie findet Mutterwitze zum Frühstück doof.

7.15 Uhr Aufbruch zum Auto. Wir sind erst mal verwirrt und laufen zwei Mal die Straße auf und ab, um das Auto zu suchen. Das Problem: Pippi sucht nache meinem, ich nach dem vom Popstar. Als wir endlich drin sitzen, ignorieren wir das tote Tier, das unterm Sitz gestorben sein muss. Pippi erwägt kurz, doch mit dem Fahrrad zu fahren, wählt dann aber die bequeme Variante und ein offenes Fenster.

7.20 Uhr Pippi stürzt sich aus dem Auto und ich fahre problemfrei ins Büro.

7.45 Uhr Ankunft im Büro. Ich parke auf dem schicken neuen Parkplatz, der seit letzter Woche auch begrünt ist. Beim Aussteigen wundere ich mich kurz über einen Regenschauer - ist aber nur der Rasensprenger, der just in dem Moment den Dienst beginnt, in dem ich an ihm vorbeischleiche.

7.50 Uhr Die Frisur sitzt, die Kaffeemaschine röchelt. Wir mögen uns nicht. Nicht nur, dass sie absichtlich beim Abfüllschluß noch mal waagerecht in meine Richtung spuckt - nein! - sie produziert ein grausiges Gesöff. Aber wie das bei Junkies so ist: Wenns der einzige Dealer im Revier ist, nimmt man auch schlechten Stoff zu sich...

7.55 Uhr Zusammenfassen der gestrigen Stuhlkreisrunde (so nenn ich hier jetzt Meetings)

10.00 Uhr Ich bin geschwitzt. Messen stehen vor der Tür, der Vorstandsvorsitzende vor meinem Schreibtisch. Ich rotiere durch drei Gebäude.

10.03 Uhr Wer hat den Bewegungsmelder in der Garage angebracht? Bin eine Minute wie ein Flummi durch die Ecken gehüpft bis das Licht anging. Gut, dass mich niemand gesehen hat. Frage mich: Machen andere das auch oder bekommt man automatisch ein Nachtsichtgerät beim Anmieten einer Standfläche? Oder bin ich mit meinen 1,59m einfach zu klein??

Bücherleidenschaft

Donnerstag, 29. August 2013


Arggghhh, da ist doch das Budget durch den Urlaub noch etwas gestresst und es hüpft mir doch ein Stapel Bücher über die Ladentheke, die ich unbedingt einziehen lassen musste.

Sweet & Easy ist für Pippi, die unglaublich gerne backt und die Outfits von Enie im Fernsehen so liebt. Ich muss zugeben, dass ich es auch immer sehr unterhaltsam finde!


Wunderbare Wohnideen ist für mich, weil ich so gerne umdekoriere und mal ein paar Profitipps sammeln wollte ...
Pariser Chic ist ein ganz wunderschönes Buch über Mode, das ich bereits verschlungen habe...

... und damit es auch gleich umgesetzt werden kann - "Rock Festival" als Motivation für meine Nähmaschine, wieder gesund zu werden... Ich habe bereits einen wunderbaren Wickelrock ausgesucht. Leider fehlt mir noch das passende Stöffchen...

Ich werde über Koch-, Back- und Näherfolge berichten!

Four in One

Mittwoch, 28. August 2013


Dieses Bild zeigt:

  1. einen von Pippi bemalten Porzellanteller mit Herzchen.
  2. einen von Pippi bemalten Porzellanteller mit Herzchen, der auf einer Küchenablage steht, die schon bessere Zeiten gesehen hat. In diesem Fall ist hier wichtig, was man nicht sieht: mehrere fiese Kratzer und Messerspuren des Vorbesitzers, der dort wohl größere Holzschnitzarbeiten erledigt hat.
  3. Zwei Gummibärchen - ebenfalls von Pippi gefertigt im Chemielaborwahlprojekt-AG-Dingsbums (ich nehme immer den falschen Begriff, was sie in den Wahnsinn treibt). Die Farbe soll den Geschmack widerspiegeln (Apfel), die Konsistenz erinnert an große Klebstoffhäufchen, die noch nicht trocken sind - genauso kleben sie auch. Geschmacklich kann ich zu ihnen nichts sagen, da einer ja das Auto ins Krankenhaus fahren muss...
  4. ... dass Frau busybee grad gar keine Lust hat, die Aufgaben zu erledigen, die auf dem Schreibtisch harren und auf ihr Hirnschmalz warten...


Ab August bin ich Extremkletterer oder Großmeister

Montag, 26. August 2013



Beim Schreiben des Artikels über unseren Buchkonsum im Urlaub, bin ich ja gedanklich über das Thema Fachzeitschriften gestolpert.

Frau busybee ist nun keine 20 mehr und hat schon den ein oder anderen Mann in ihrem Leben kennengelernt – und jeweils mit ihm und seiner Fachzeitschrift zusammengelebt. Dabei reicht die Thematik vom Schachmagazin übers Biken, vom Klettern bis zum Raven. Ich würde mal behaupten, dass 80% als Abo geliefert und gerne Einzelexemplare ähnlicher Themen hinzugekauft wurden.

Eine Zeitschrift zu abonnieren kommt bei Männern einem Vereinsbeitritt gleich. Mit dem Tätigen einer Bestellung wird man in den Kreis der Extremkletterer, Schachgroßmeister und Kochprofis aufgenommen, da ja nur wirklich ambitionierte Mitglieder dieses Bündnis eingehen.

Jeden Monat erreichte (und erreicht immer noch!) ein Zeitschriftenexemplar den Briefkasten des Haushalts busybee. Von dort wird er sorgfältig eingesammelt. Die ersten beiden gelieferten Exemplare werden fleißig geblättert, gelesen und inhaliert. Das dritte Exemplar liegt ein Jahr lang auf dem Sofatisch, weil man ja gerade keine Zeit hat, aber bestimmt am nächsten Abend! Ab dann landen die Hefte ungelesen auf einem Stapel, der aber nicht angerührt werden darf. Denn es schlummern bestimmt unglaublich wichtige Dinge darin! Vielleicht braucht man ja mal den Testbericht vom vorletzten Update einer Musiksoftware. Oder den Fitnesstipp vom November 2003.

Ich kann mich nicht daran erinnern, dass auch nur ein Mann mir erlaubt hätte, eines dieser heiligen Exemplare wegzuwerfen.

Mein Trick besteht jetzt darin, dem Mann zu erklären, dass er die spannenden Artikel ja im Urlaub lesen könne. Dann packe ich die letzten sechs Exemplare ein und schleife sie am Urlaubsort angekommen an seine Poolliege. Entweder liest er dann brav oder eine Wasserschlacht beendet vorzeitig das Leben der ja eh schon ältlichen Zeitschrift. Am Ende des Urlaubs präsentiere ich dann die lädierten Exemplare und gebe zu bedenken, dass das Auto ja sowieso schon so voll sei…

Bisher hats immer geklappt…

Stille Post im Urlaub

Donnerstag, 22. August 2013


Ab und an bekomme ich ja Anfragen, ob ich nicht dieses oder jenes mal ausprobieren möchte, um  auf dem Blog zu berichten. Oft passt es nicht zu mir oder zur Familie. Oder zum Thema.

Vor den Ferien sammelten sich jedoch ein paar Anfragen, die perfekt für das Austesten im Urlaub geeignet waren und mit in den Koffer wanderten. Dazu gehörte auch das Spiel „Stille Post extrem“.

Der Hersteller beschreibt es so:
„Die Idee von Stille Post Extrem ist so simpel wie genial, denn sie basiert auf Missverständnissen, Situationskomik und originellen Fehldeutungen. Zunächst erhält jeder Spieler eine Karte mit je sechs unterschiedlichen Begriffen. Ein Würfelwurf entscheidet, welches Wort auf dem eigenen Zeichenblock notiert und anschließend auf der nächsten Seite gemalt wird. So muss der eine einen Schweizer Käse zeichnen, während sich der Nächste an einem Wasserskifahrer versucht. Dann geben die Spieler ihre Blöcke reihum weiter. Was hat der Vordermann da bloß gemalt? Falsch geraten, und schon mutiert der Postbote zum Briefbombenbastler! Anschließend geht der Block erneut weiter; nun muss der erratene Begriff wieder gezeichnet werden. Neben Kreativität ist aber auch Schnelligkeit gefragt — denn ist die Sanduhr abgelaufen, muss der Notizblock weitergegeben werden.

Wenn die Blöcke einmal reihum gegangen sind, kommt die Auflösung: Was wurde aus dem Ursprungswort? Verrückte und unerwartete Spielausgänge sind hier garantiert. spannender wird das Spiel mit diesen Tricks: Warum nicht mal mit der linken Hand malen, zwischendurch die Plätze tauschen oder sich eigene Spielkarten mit Wörtern zu unterschiedlichen Themen ausdenken."

Die Testbedingungen waren diesmal extrem hart, da es sich bei der Testgruppe um eine Reihe Jugendlicher/Kinder von 7 bis 14 Jahren handelte, die sich von Pippi am Pool überreden ließen, eine Runde zu spielen. Und obwohl der Altersunterschied doch ziemlich groß war, wurde das Spiel mit Begeisterung und großer Ausdauer gespielt. 

Leider durfte ich nicht dabei sein und auch nicht aus größerer Entfernung zusehen (deswegen nur die Fotos von weiter weg), da Eltern ja irgendwie immer stören...

Als ich nach Spielende nach einem Fazit von Pippi fragte, bekam ich nur ein „Ich hab Bauchweh vom Lachen“ zu hören.

Und so muss ich diese Aussage für meine Leser stehen lassen und kann dem nichts mehr hinzufügen….


Stille Post Extrem
Alter: ab 8 Jahren
Preis: ca. 30,00 Euro
Für 4-8 Spieler

Liebe Nic: Vielen, vielen Dank!

Sonntag, 18. August 2013


Diesen Beitrag schreibe ich im Auftrag vom Popstar und von Pippi und er ist Frau Pimpinella gewidmet, die uns einen Urlaubstag gerettet hat!

Wir waren ja in Umbrien und weil Frau busybee ab und an mal Hummeln im Hintern hat und Pippi alles toll findet, was mit Römern zu tun hat, haben wir einen Tagesausflug nach Rom gemacht.
Es hat auch alles ganz wunderbar geklappt und dank Vorbereitung meinerseits parkten wir unser Autochen in einem hypermodernen Parkhaus am Bahnhof in Rom. Die Vorbereitung beinhaltete auch eine ausgearbeitete Route, um das Maximum an Sehenswürdigkeiten an einem Tag anzusehen.
Startpunkt war das Colloseum, Ende der Petersdom. 
Startpunkt war nur theoretisch das Colloseum, da wir ja wie oben beschrieben am Bahnhof parkten und von dort erst mal zum Colloseum marschierten. 40 Grad sind da gar nichts. Und auch das gerade erst von der Schiene befreite Bein von Frau busybee war sehr motiviert.
Die Motivation hielt bis zum Colloseum. Bis zu der Schlange, die sich lustig um das antike Stadion reihte und von der sehr wenig Motivation ausging. Zwei Stunden warten in praller Sonne war nicht wirklich das, was Pippi und der Popstar in diesem Moment toll fanden.

Und hier kommt Nic ins Spiel: Auf ihrem Blog hatte ich nämlich gelesen (und glücklicher weise auch abgespeichert), dass man Kombitickets am Pallatin bekommen kann.
Also mit der Familie im Schlepptau einmal um das Colloseum und ab in die Schlange vom Pallatin. Die war nur drei Meter lang und der beim Warten erworbene Sonnenschirm für Pippi war DAS Erinnerungsstück aus Rom (auch wenn er die meiste Zeit geschlossen bleiben musste, da er sonst einigen japanischen Reisenden in den Augen rumgepikst hätte - es war einfach brechend voll in der Stadt und kein Platz für extra Spannweite).
Karten kaufen und zurück. Und jetzt das Beste: Vorbei an der ewigen Warteschlange und direkt rein ins Colloseum. Dieses nonchalante Vorbeischlendern ließ Hitze und schlappe Beine vergessen!
Und Pippi und der Popstar entschieden spontan, dass dieser Post geschrieben werden muss!
Also noch mal tausend Dank für diesen Tipp, liebe Nic!

As Time goes ...

Donnerstag, 15. August 2013

Ich bin uhrenabhängig - wie ich die letzten Tage feststellen musste. Ich muss immer eine Uhr bei mir haben. Hab ich normalerweise auch. Aber genau um 21.20 Uhr am letzten Dienstag (ich ass da gerade leckeres vietnamesisch Gewickeltes), verabschiedete sich die Batterie. Da machte ich mir noch keine Sorgen - wusste ich doch, dass ein Ersatzührchen zu Hause wartet.

Zuhause angekommen, musste ich jedoch feststellen, dass auch das Zweitexemplar irgendwann unbemerkt aufgegeben hat. Tiefes Luftholen. Pippi hat bestimmt noch ein Kinderexemplar irgendwo rumfliegen. Ich suche verzweifelt, würde mich sogar mit einem rosa Pferdeliebe-Exemplar zufrieden geben.
Nichts.
Ich überlege mir, meine Handy ans Handgelenk zu binden.

Die nächsten beiden Tage sind voller Termine, der Gang zum Uhrenhändler meines Vertrauens klappt nicht. Zumal er in der großen Stadt mit den vielen Banken ist. Das Zertifikat meines Ührchens besagt außerdem, dass der Batteriewechsel umsonst gemacht wird, wenn man sich dorthin bemüht.
Tage vergehen. Ich platziere überall Wecker an strategischen Stellen in der Wohnung. Der weiße Strich am Handgelenk dunkelt nach.

Montag: Meetingmarathon. Hallo? Hat das schon mal jemand ohne Uhr mitgemacht? Ich meine: komplett ohne Zeitgefühl (leider war der Meetingraum frisch renoviert und deshalb auch noch uhrenlos). Das ist wirklich übel! Da weiß man noch nicht mal, ob sich Minuten tatsächlich ziehen oder man schnell durchs Programm flutscht.

Um die Sache abzukürzen: Gestern dann Fahrt zum Steuerberater in die große Stadt mit anschließendem Uhrmacherbesuch. 19 Uhr schließt der Laden, um 18.56 Uhr laufe ich dort ein.
Wenn Blicke töten könnten. Der "junge Frau, das nächste Mal...-Text" war nicht nur so daher gesagt, sondern transportierte ne ganze Menge...
Aber: Dafür bin ich endlich wieder ein Mensch, der keine Angst mehr haben muss, in Zeitlöchern gefangen zu werden!

The Racing Team

Mittwoch, 14. August 2013

Im Hause busybee geht es feudal zu. Zwei Erwachsene, drei Autos. Das ist doch mal ein guter Schnitt!Ich würde ja jetzt gern erzählen, dass eines davon ein Cabrio ist, dass nur bei schönem Wetter ausgeführt wird oder ein wertvoller Oldtimer - leider hat das einen ganz anderen Grund.

Frau busybees Autochen ist jetzt 13 und kommt nur noch mit viel Geld über den TÜV. Popstars Kutsche fährt zwar solide vor sich hin, hat aber so viele Kilometer drauf, dass einem schwindelig wird. Und so bekamen wir lieberweise das Auto von meinen Schwiegereltern zur Verfügung gestellt, damit wir noch einen vernünftigen fahrbaren Untersatz haben. Ein bisschen jünger als meines, ein paar Kilometer weniger als das vom Popstar. Dafür mit unglaublich vielen Macken, Beulen und Kratzern. Wirklich vielen! Ich wusste gar nicht, wie eine Stoßstange unter dem Lack aussieht. Sind das Schwammtücher??

Also das perfekte Auto für unseren Italienurlaub. Nicht nur, dass es mit Abstand die stärkste Klimaanlage hat (meine ist futsch und in Popstars liegt wahrscheinlich ein toter Hamster, so wie sie müffelt), einen gigantischen Kofferraum - es interessierte niemanden! Dieses Auto hätten wir unverschlossen in Rom parken können. Kein italienischer Kleinkrimineller hätte dieses verbeulte Riesenbaby klauen wollen, ohne ausgelacht zu werden.

Aber das allerbeste sind die grauen Schaffellbezüge! Erst dachte ich, dass ich vor Scham sterben würde, wenn man mich mit diesen Teilen entdeckt. Aber: Es gibt nichts besseres bei dieser Hitze! Sie sind kuschelig, heizen sich nicht auf und man klebt nicht an den kratzigen Sitzen fest. Wer will schon Leder, auf dem sich Pfützen bilden oder auf dem man hin und her rutscht...

Mit Sack und Pack ins Unwettergebiet

Dienstag, 13. August 2013


Heute ist Tag 8.
Tag  von Pippis Ausflug ins 12tägige Pfadfinderlager in Luxemburg.
Da das Thema Pfadfinder ihre große Leidenschaft ist, konnte sie es kaum erwarten loszufahren und ihre usselige Mutter samt Popstar vor dem Bahnhof abzuhängen.
Und ich war so tapfer! Keine Tränen und keine doofen Ermahnungen, obwohl ich kaum darüber nachdenken wollte, wie sie den Riesenrucksack alleine transportieren will.
Aber gut, ich werde auch weiterhin unglaublich furchtlos sein und die angekündigten starken Gewitter ignorieren. Und dass ich jetzt noch 4 Tage keinerlei Kontakt haben werde. Und dass die Bücher eventuell doch ein bisschen übertrieben und die warme Kleidung untertrieben waren – aber da ist sie ganz Kind ihrer Mutter.
Aber ich habe ja Kinderersatz in der Firma…

Wie aus drei Stühlen eine Kommode wurde und aus der Kommode ein Sofa und warum ich jetzt backen muss

Donnerstag, 8. August 2013

Als der Popstar und ich zusammenzogen, war ich in der glücklichen Lage, einen kompletten Haushalt mit allem Pipapo zu besitzen – samt schöner antiker Stücke. Das gefiel ihm sehr gut und da sein Hausrat nicht wirklich umfangreich war, integrierten sich seine Sachen perfekt.
Ab und an maulte er mal kurz, dass von ihm kaum etwas stehen würde, aber das wurde immer gleich im Keim erstickt (Hallo? Ich sage nur: Das blaue Sofa!!). Zu den Dingen die mit einzogen, gehörten drei Küchenstühle mit grün gebatiktem Bezug.
 
Eher speziell, aber das Holz passte zu unserer Küche.
 
Da standen sie jetzt über die Jahre und bei jedem Hinsetzen bohrten sich die Federungen ein bisschen mehr in meinen zarten Popo. Aber die Bezüge waren zwar nicht schön, aber waschbar und man gewöhnt sich ja an vieles.
 
Irgendwann war das Batikgrün auch nicht mehr wirklich farbbrillant und ich fragte vorsichtig nach, ob ich neue Bezüge nähen dürfte. Und da machte der Popstar einen großen Fehler: „Sag mal, sollen wir die Stühle überhaupt behalten?!?“ Und ich murmelte etwas davon, dass wir eigentlich sehr schöne Holzstühle besitzen, die wir auch in der Küche benutzen können und dass wir die ollen Teile gerne entsorgen könnten.
 
Das war vor einem Jahr. In regelmäßigen Abständen thematisierte ich die Stühle, um dann einen Monolog a lá „Klar können die weg, aber dann ist ja gar nichts mehr aus meiner Wohnung hier (ha! Das blaue Sofa!) und keiner mag meine Sachen und das Leben ist wirklich gemein zu Männern etc.“
 
Schließlich einigten wir uns darauf, dass wir sie an einem schönen warmen Tag vor die Tür stellen werden mit einem Schildchen "Dürfen mitgenommen werden". Wenn Sie dann nach einem halben Tag nicht weg sind, dürfen sie ihr Gnadenbrot doch bei uns genießen.
 
Gestern wars soweit.
15 Minuten später waren sie weg. Der Popstar triumphierte "ha, die waren so toll, dass sofort jemand zugegriffen hat!" Statt dessen stand dort aber eine kleine Kommode - versehen mit unserem Schild.
Okeeeee....
 
Stunden später: Ein Blick aus dem Fenster - auch die Kommode war weg. Dafür stand dort jetzt ein Sofa. Wieder mit unserem Schild.
Heute morgen dann: alles weg. Auch das Schild. Nur noch eine Rolle Backpapier lag da.
Jetzt frag ich mich natürlich, ob da jemand das System missverstanden hat. So nach dem Motto: Wenn du was wegnimmst, musst du auch wieder was hinstellen. Und der letzte hatte halt nur noch Backpapier dabei...
Ich schmeiß mal den Backofen an!

Tagebuchbloggen

Montag, 5. August 2013


Frau brüllen fragt ja einmal im Monat nach, was wir so treiben. Nachdem der letzte 5. auf unseren Urlaubsanreisetag fiel und mit 98% „Autofahren, Pause machen, Maut bezahlen“ gefüllt war, habe ich ihn mal ausfallen lassen.
Also geht es heute weiter:
6.35 Uhr Wecker klingelt. Ich war grad mitten in einem Traum, der nicht gerade toll war. Irgendwas mit Schule, einem Austausch in Barcelona und geklautem Geld. Ich kann mich kaum rühren. Entweder liegt es am Durchzug, der nachts über das Bett gerauscht ist oder am Traum. Es ist heiß und hell im Schlafzimmer und ich weiß, dass ich nicht kneifen kann.
6.39 Uhr Kopf lässt sich nicht drehen
6.40 Uhr Ankunft im Bad. Mörderkopfweh.
6.45 Uhr eine wilde Ahnung ergreift mich, dass heute ein von mir zu koordinierender Umzug ansteht, der schon vergangene Woche nur Unmut hervorgerufen hat.
6.45 Uhr nur noch Kapseln mit koffeinfreiem Kaffee da. Die Wahl fällt auf Leitungswasser und Kopfschmerztablette.
6.50 Uhr Pippi erscheint in der Küche und versichert mir, dass sie mich trotz des Krachs in der Küche noch liebt. Naja, jedenfalls, wenn ich ihr die Nutzung des Computers in meiner Abwesenheit erlaube.
7.00 Uhr Aufbruch ins Büro.
7.30 Uhr Ankunft. Cheffe ist noch 2 Wochen im Urlaub. Ich erinnere mich noch an seine Worte „Genießen Sie die Zeit und bauen Sie unbedingt Ihre Überstunden ab.“ Ich muss mal kurz lachen bevor ich den Schwall Emails lese.
7.32 Uhr bis 13 Uhr Das Arbeiten fällt unter die Kategorie „heute nicht besonders lustig“ – ich hatte ja schon mal erwähnt, dass hier viel Vertrauliches getan wird, dass ich nicht berichten darf. Noch auffällig heute: 32 Grad im Büro. Ich bin nicht wirklich gut gelaunt.
13.02 Uhr Ich sehe nichts mehr durch die Autoscheibe. Irgendetwas Schmieriges ist auf das Autochen getropft. Leider ist auch das Spritzwasser verdunstet. Zurück in die Firma, Wasserflasche auffüllen, über Windschutzscheibe gießen, losfahren.
13.12 Mehr Kopfweh
13.25 Uhr Ankunft in einem Cafe am Wald, wo Pippi mit der Oma wartet. Leider ist Schatten aus. Mein Businesskleidchen fällt auf - zumal es jetzt auch noch wie eine Windel zerknittert ist.
Pippi klebt an mir und stellt mit Schrecken fest, dass ich unter meiner Haarmütze klitschnass geschwitzt bin.
14 Uhr Pippi kreiert neue Frisuren für mich wie am Fließband.

15 Uhr Heimkehr. Der Popstar wimmert vor Hunger. Keine Gnade meinerseits, Pippi verteilt Gummibärchen.

15. 15 Uhr Die Wohnung sieht so aus wie ich mich fühle - irgendwie zerstört. Juckt mich heute nicht. Vielleicht wenn die x-te Kopfwehtablette endlich wirkt.

15.20 Uhr Emails checken, bloggen, Leute auf Facebook ärgern. Unbedingt nicht vergessen: Termin Mittwochabend mit Freundin bestätigen. Sie fragt, ob ich sie abhole. Ich frage mich, ob ihr bewusst ist, dass mein Auto keine Klimaanlage besitzt und kein Familienmitglied freiwillig sich dort hineinsetzt. Verdränge, sie darauf hinzuweisen.

15.30 Panikattacke: Pippi fährt morgen für 12 Tage mit den Jungpfadfindern nach Luxemburg zum Kanufahren und so. Ich fühle mich jetzt schon einsam, Pippi freut sich wie Bolle und der Popstar optimiert zum dritten Mal den bereits seit gestern fertig gepackten Rucksack. Pippi hat Angst, nicht genug Unterwäsche dabei zu haben.

15.45 Uhr Aufbruch zum Wocheneinkauf - Pippi braucht Proviant und Bestechungsgummibärchen.

16.02 Uhr Ich bleibe an der Kühltheke! Vielleicht werde ich Fleischreifachverkäuferin - hätte mein Opa toll gefunden. Zumindest ist es da schön kühl.

16.58 Uhr Rückkehr

17.02 Uhr schnell neuen Auftrag bestätigen

17.07 Uhr Geschenkverpacken und dann schnell rüber zu Peter um zu gratulieren und die Leberknödel für morgen vorzubestellen. Peter ist Cheffe von die Stammwirtschaft und morgen ist Kerbedienstag, an dem es traditionell Leberknödel gibt. Warum konnte mir bisher niemand erklären. Sind jedenfalls lecker und die Belohnung für den Popstar, der gestern todesmutig mit Pippi in einer der Kotzmühlen saß. Er war danach ziemlich grün um die Nase...

17.20 Uhr Lokalität schnell verlassen, bevor der Gesangsverein eintrifft

18 Uhr Grillvorbereitungen sind abgeschlossen. Heute im Test: Hamburgerförmchenausstecher für große Jungs und Hamburgerwendedingsbums. Fazit: Formen geht super, wenden nur so lala.

18.40 Uhr Der Rosé wirkt. Ich bin pappsatt und der Popstar und Pippi starten mit dem üblichen Rülpswettberb. Ich erwäge kurzzeitig das Pfadfinderlager in ein Ballettcamp umzubuchen.

19 Uhr Der Gesangsverein schallt immer noch rüber. Der Popstar stimmt ein.

19.12 Uhr Pippi ist peinlich berührt wegen der lustigen Trinklieder

19.13 Uhr Spielstart Rummikub. Der Popstar gewinnt. Ich bin abgelenkt vom Gesangsverein und vom Rosé.

21 Uhr Der Popstar muss in eine Skypekonferenz, Pippi ins Bett und Frau busybee fällt schon wieder in Melancholie wegen morgen.
... und meldet sich für diesen Abend ab. Es folgt: Damages, Staffel 2 und Tigerbalsam für den Nacken.



Tee für den Popstar

Dass der Popstar ein armer Mensch ist, der sogar im Urlaub kein ordentliches Frühstück bekommt ist dramatisch. „Endlich wird der Welt mal mitgeteilt, was ich für ein armes Würstchen bin“, freute er sich über den "Frühen-Vogel-Beitrag".

Und die Welt nahm es nicht nur zur Kenntnis, sondern reagierte auch noch!

Uns flatterte nämlich ein wunderbares Paket der Firma shuyao ins Haus, in dem sich ein cooler Teebecher befand. „Teebecher“ hört sich jetzt sehr profan an – es ist ein Thermobecher mit einem integrierten Einsatz für Teekapseln.

Das System ist ganz einfach: In den Becher wird eine Kapsel Tee eingefüllt, heißes Wasser drauf und fertig. Ein Filter im Deckel verhindert, dass man beim Trinken auf den Teeblättern rumkaut...

Getestet wurde das System vom Popstar im diesjährigen Urlaub – deshalb auch der wunderbare Pool im Hintergrund.




Der erste Versuch war nicht wirklich erfolgsführend, da der Popstar die Thermowirkung des Bechers extrem unterschätzte und sich fürchterlich den Mund verbrannte. Also das nächste Mal: Länger warten oder offen etwas abkühlen lassen. Hätte ich mal besser in der Anleitung nachgesesen:

"wenn nur alles so einfach wäre: 1x die shuyao handverarbeiteten teeblätter to go in den teamaker einfüllen und mit heißem wasser aufgießen, kurz abkühlen lassen, deckel und genießen! bis zu 5x wieder aufgießen."




Ansonsten wanderte der Becher den ganzen Tag mit: Von der Ferienwohnung ins Auto, an den Pool, in die Hängematte – aufgießen kann man den Tee nämlich mehrmals, denn alle to go Teesorten von shuyao bittern nicht nach und können im Wasser verbleiben. Warum? Bei shuyao gibt es ausschließlich ganze Blattqualitäten. Und ganze Blätter brauchen viel Zeit um sich zu entfalten und können so im Teamaker verbleiben. Je größer das Blatt desto weniger Bruchstellen.


Der Teamaker in der Übersicht

·        Made in Germany
·        doppelwandiger Thermobecher für 360 ml
·        Trinkdeckel 100% dicht
·        Teesieb integriert
·        Spülmaschinen geeignet
·        Weichmacher frei
·        Hightechqualität
·        reduzierte co2-Emission

Die Teeauswahl ist riesig! Vom Grüntee bis zum Eistee ist für jeden was dabei.
Das Fazit: Den Urlaubstest hat der Teamaker mit einer 1- (wegen der Brandblasen ;-) ) bestanden. Der Bürotest erfolgt dann über Frau busybee...

Vielen Dank noch mal an die Firma Shuyao!

Gefrierbrand

Freitag, 2. August 2013


Ich mag den Sommer. Ganz ernsthaft. Heiß ist toll.

Wenn man einmal in einem Land mit 120% Luftfeuchtigkeit (geht das eigentlich rein mathematisch?) und 40 Grad gearbeitet hat, dann ist unser Wetter hier grad superduper.

Nichtsdestotrotz schwitze ich natürlich auch und versuche mich schön kühl zu halten. Im Büro sind es gerade 32 Grad und es hilft auch keine Sichtblende und kein Rollo. Da das Haus von außen mit Wasser abgestrahlt wird, erhasche ich ab und ein paar Tröpfchen Schmutzwasser, die mich über den Lärm trösten. Fenster zu und ersticken?

Ab und an laufe ich motiviert zum Waschbecken und kühle den Puls runter. Dabei rede ich mir ein, dass meine geschwollenen Füße perfekt sind, um die neuen Schuhe bequem einzulaufen. Sie werden nach dem heutigen Tag butterweich sein…

Gestern hatte ich Meetingmarathon. Der Raum war soweit runter gekühlt, dass ich nach 20 Minuten gefriergetrocknet war. Nach 2 Stunden war mir so kalt, dass ich mich nach warmen Strick sehnte.

Auf der Heimfahrt war ich unglaublich froh, dass ich unklimatisiert fahre und suchte nach den ersten Anzeichen von Gefrierbrand.

Wir sind wieder da! Oder: Mathematisches zum Bücherlesen

Montag, 29. Juli 2013



Jupheidi. Und das normale Leben mit Job und Co. stürzte auch gleich wieder auf uns ein. Nur Pippi hat noch Schonfrist, da sie noch ein bisschen unterwegs sein wird.

Unser Urlaub war klasse. Mitten in Umbrien. Auf dem Berg. Ohne Handy und Co. Nur Natur, Wildschweine und ab und an mal ein Gewitter, dass einem das Herz in die Unterhose rutschen ließ. Es war so ruhig und erholsam, dass ich meinen Büchervorrat noch vor Ende des Urlaubs durch hatte. Das ist mir noch nie passiert! Ich packe immer so viele Bücher ein, dass die Taktung bei 2 Tagen/Buch liegt und alle Mitreisenden mich entweder für wahnsinnig halten oder mich wegen der Kofferschwere verfluchen. Dann kommt halt ein Kleidchen weniger mit. Ist ja egal, ob ich in der Hängematte still vor mich hin müffel, da mein Knurren sowieso alle abhält, sich meiner Lesehochburg zu nähern.

Und dann brauch man ja auch diverse Reiseführer. Zum Beispiel für unseren Ausflug nach Rom. Oder nach Venedig. Wer jetzt mathematisch einigermaßen fit ist, wird sofort erfassen, dass sich somit die zum Lesen bereitstehenden Tage verringern und die Buchanzahl sich erhöht. Jetzt steht also schon eine 1 vor dem Komma für Tag/Buch.

Technikaffine Mitreisende wollten mich schon zu einem e-Reader überreden.

Ich habs probiert. Aber es geht gar nicht! Ich muss ein Buch in der Hand halten. Ich muss es offen rumliegen lassen können. Ich mag mich am Strand nicht sorgen müssen, dass ein freundlicher Mitmensch es zur eigenen Nutzung für immer mitnimmt (Taschenbücher wurden mir noch nie entwendet!). Und ich finde es gruselig ein Buch zu lesen, bei dem ich das Titelblatt nur einmal gesehen habe – da bin ich dann doch zu visuell geprägt.

Da der Popstar meine Vorliebe mittlerweile zur Genüge kennt, versucht zumindest er das Reisegewicht etwas zu reduzieren, indem er nur Bücher liest, die ich bereits durch habe. Da er ein recht langsamer Leser ist, vergnügt er sich einskommairgendwas Tage mit ein bis zwei Fachzeitschriften (oh, auch ein schönes Thema: Männer und Fachzeitschriften!), um dann in den Lesemarathon einzusteigen. Nur Pippi mag weder die neueste „Keys“ lesen, noch die Bekanntschaft mit Sebastian Bergmann machen…
 

© *** busybee All rights reserved . Design by Blog Milk Powered by Blogger