Hier gibt es nichts zu sehen - ein echt langweiliger Post

Montag, 26. Januar 2015

Ich wurde bös geschimpft.
Warum es hier nichts zu lesen gibt. Warum ich keine lustigen Geschichten zu erzählen habe.

Recht habt ihr!
Schlamperter Haufen!

Das Problem: Hier gibt es nichts zu sehen.
Ich find Januar doof.
Alle teilen ihre guten Vorsätze und sind die ersten Tage motiviert.
Und dann werden plötzlich alle winterdepressiv.

Glücklicherweise habe ich weder gute Vorsätze noch eine Depression - oder vielleicht doch?
Zur Zeit ist grad alles in der Warteschleife.

Der Popstar tingelt durch Deutschland und bespasst vorzugsweise Menschen in Berlin, während ich das kranke Pippilein pflege. Das endete am Wochenende in einer Endlosfernseh-Session bei TLC. Kennt ihr diesen Sender? Uaaahhh! Man wird gefangen von Sendungen, in denen Brautkleider gekauft werden, Minderjährige heiraten, Amish von der Familie verstoßen und Couponingwettbewerbe zelebriert werden. Besonders letzteres hat uns in den Bann gezogen und Pippi und ich waren erstaunt, wie sehr uns dieser !/&%$ begeistern kann.

Dazwischen höre ich mir den Zwischenstand verschiedener Umbauprojekte von Freunden und Familie an (Tanja, Uli! Wie siehts aus?), plane diverse eigene Projekte und ... ja, befinde mich wie oben schon erwähnt ... in diversen Warteschleifen. Liegt wohl daran, dass viele vergessen haben, "Projekte mit Frau busybee zeitnah beantworten" auf ihre Vorsatz-Liste zu schreiben.

Ich räume auf, ich räum ein bisschen um, ich füttere die Mäuse, ich geh ins Büro.
Ich bestelle indisches Essen, ich schreibe langweilige Texte, beschäftige mich Kanban und überweise Geld für Klassenfahrten/Pfadfinderfreizeiten/Englandaustausch und den Urlaub. Dann weine ich ein bisschen über den Kontoauszügen, werde doch ein bisschen depressiv und kaufe online Müsli, Kosmetik und Parfum.
Auch die jährliche Hochzeitsmesse war eher langweilig, das Kaminholz geht zur Neige und gestern tropfte eine Kerze (ich kann immer noch nicht fassen, wie eine so kleine Kerze eine so große Sauerein machen kann) auf drei Regalbretter auf eine Holztruhe. Die Steuer hab ich auf nächstes Wochenende verschoben und heute morgen ist mein Auto 2x abgesoffen.

Ihr seht: Nix los im Hause busybee.

Erkenntnisse

Freitag, 9. Januar 2015

Man soll ja immer schön dankbar sein, wenn man etwas Neues gelernt oder erfahren hat. Selbstverständlich teile ich das auch immer gerne mit euch:

1. Wenn man dem Kind die neueste Version von Wii Just Dance schenkt, dann muss man sich nicht wundern, wenn man mittanzen muss. Unserer Regel: Jeder darf sich 2 Songs aussuchen, zu denen dann alle ohne zu maulen rumhüpfen müssen.
6 Lieder sind übrigens die maximale Länge, bevor der Popstar und ich einem Herzinfarkt erliegen oder eine dicke Beule haben, weil der Platz so gering ist.

Bei Pippi ist das ganz einfach: Katie Perry und alles, was aktuell ist wird ausgesucht. Der Popstar wählt meistens Hip Hop (haha), weil er denkt, dass das nicht ganz so schnell ist. Die Reihenfolge der Gewinner ist dann immer gleich: 1. Platz Pippi, die wild auf dem Sofa hüpft, 2. Platz der Popstar, der es irgendwie immer schafft, trotz minimalem Bewegungsaufwand mitzuhalten und ganz am Ende: Frau busybee.

Nun mag ich ja nicht immer verlieren und deswegen wähle ich natürlich gerne Songs, die Pippi nicht kennt (aus den 80ern - aber heiliger Mist, was war das für ein grausamer Tanzstil) oder ganz Absurdes. Es gibt nämlich nur ein Lied, das mich zum Sieg führt: Irgendein Bollywoodschwingdiehüften-Song mit zwei Nilpferden, die um einen Tannbaum tanzen. Das Lied ist obergrausamst mit indischem Singsang über einen Christmastree. Aber: Ich gewinne! Der Popstar behauptet, weil mir das hüftschwingende Bollywoodgetue im Blut liege (hääää), Pippi ist der Meinung, dass sie halt einfach nicht tanzen könne, wenn sie Tränen lachend am Boden liegen würde. Der Grund ist mir eigentlich egal, der Sieg nicht …
Ein bisschen Ehrgeiz ist also auch bei mir vorhanden.
Und weil ich euch wirklich alle ganz lieb habe, teile ich den Song gerne mit euch HIER.

2. Am liebsten werde ich "Text-Hasi" genannt. Professionelle Bezeichnung für Texterin. Ganz bestimmt.

WMDEDGT? 01/15

Montag, 5. Januar 2015

Es ist mal wieder soweit - zum ersten Mal in diesem Jahr möchte Frau Brüllen wissen: "Was machts Du eigentlich den ganzen Tag?"

6.44 Uhr Der Wecker klingelt später als sonst - sind ja noch Ferien und ich muss das Kind nicht aus dem Haus peitschen. Also ein paar Minuten mehr Schlaf für mich. Ein vorsichtiges Drehen des Kopfes sagt: Geht einigermaßen. Migräneattacke vom Wochenende ist überstanden (mach ich gerne arbeitgeberfreundlich)

7.15 Uhr Kurzprogramm ist durchgezogen. Müsli schlummert in der Tasche, Aufgabenzettel für den heutigen Tag sind verteilt.

7.35 Uhr Ankunft im Büro. Nanu, alles hell? Achja, als Einzelkämpfer zwischen den Jahren hatte ich total vergessen, dass ich noch Kollegen habe. Puls geht hoch als ich merke, dass mein Schlepptop wieder nicht auf seiner Station liegt. Wer geht da eigentlich ran, wenn ich nicht da bin????

7.44 Uhr Mir fehlt Urlaub. Echt jetzt. Alle sind unglaublich erholt. Notiz an mich: Nächstes Jahr nicht durchgängig ins Büro gehen. Bringt nix und macht nur unzufrieden.

7.45 Uhr Kalender zücken. Der gute Vorsatz meiner Freunde: Wir melden uns mal alle bei Sabine. Haben wir jetzt drei Wochen lang nicht und jetzt wird es Zeit, unbedingt mal wieder einen Kaffee miteinander zu trinken. Ich bekomme ein bisschen Angst wegen des anstehenden Kafffeekonsums und überlege, wie ich die Verabredungen gleichmäßig verteile, damit sowohl meine Sucht als auch potenzielle Gefahren durch Herzinfarkt gleichzeitig berücksichtigt werden können.

8.11 Uhr Die zweite Tasse Kaffee schmeckt noch gruseliger als die erste.

bis 12.30 Uhr Arbeiten. Adressdatenbank aufräumen - ich langweile mich, aber was muss das muss. Statistiken für 2015 vorbereiten, kopieren. Alles in allem eher sehr umspektakulär.

12.45 Uhr Mich über meine Freisprechanlage freuen. Ich telefoniere quer durch die Republik, organisiere und lande um

13 Uhr bei Sonja. Geheime Mission beginnt. Wir verhandeln hart (*wink zu Johannes), planen und bringen einen neuen Blog auf den Weg. Aber dazu ein anderes Mal mehr.

wuuuuusch …
ist es
16 Uhr Mist. Das Kind hat Ferien und die Mutter rabenmuttert bei der Freundin rum. Naja, der Popstar informiert, dass das Teeniekind glücklich ist mit dem Laptop und sogar schon aufgeräumt hat. Ich bin gespannt.

16.15 Uhr Ankunft daheim. Tatsächlich ist das Kinderzimmer betretbar, das Kind langweilt sich jedoch und beschließt (während ich mich an den Schreibtisch setzte), einen Kuchen zu backen. Aus dem Kuchen wird eine Torte und

um 18 Uhr steht eine fix und fertige Cappuccinotorte vor mir, die sowas von extrem nach Kaffee schmeckt, dass ich etwas erstaunt bin. Das Kind meint nur, dass sie schließlich meine Tochter wäre und sich langsam auf die Kaffeesucht, die genetisch bestimmt ist, vorbereitet. YES!
Wir mampfen zum Abendrot Torte, wie es sich für eine Familie gehört, die auf ausgewogene Ernährung achtet. Um alles auszureizen, was bei dem Kind so geht, löse ich einen "Ich räume die Küche auf und Putze-Gutschein" ein, den ich von ihr zu Weihnachten geschenkt bekommen habe.
Das Telefon klingelt, ich verhandle weiter.
Das Telefon klingelt durchgängig bis

19.20 Uhr Stehe ich gerührt in der Küche, der Popstar kann gar nicht mehr sprechen - unsere Küche blinkt! Wooowww, woher kann sie das? Ich habe noch einen Gutschein für die Küche (und noch ganz viele andere für diverse andere Dinge), den ich sehr gewählt einsetzen werde.

19.40 Uhr Ich entdecke mit Schrecken, dass Boden, die neue Kollektion online hat. DAS GEHT DOCH NICHT! Der Popstar fragt, warum sie mir nicht automatisch alle bunten Kleider zuschicken - ich frag mich das auch. Ich schwelge und blende meinen Kontostand aus …

20.02 Uhr Pippi hat den Fernseher annektiert. Ich bin jetzt müde und verabschiede mich.
Tschüssi, ihr Lieben!


2014 WAR...

Sonntag, 28. Dezember 2014

Der Jahresrückblick, juhu!
Andere Blogger waren schon fleißig und ich will euch natürlich nicht die Highlights von 2014 vorenthalten - wie immer: Sex, Drugs and Rock´n Roll!

Zugenommen oder abgenommen?
Abgenommen. Das lag zum einen an meiner grandiosen Ernährungsumstellung (ich besitze jetzt eine Avocadoplantage, damit mein Konsum gesichert ist) und natürlich an den Wikingern mit ihren Stromkabeln. Leider, leider musste ich diese gesellschaftlich akzeptierte Art des Masochismus abbrechen. Aus vielen Gründen. Aber es funktioniert!

Haare länger oder kürzer?
Lang, länger, 5 cm ab, lang. Also: Immer noch ganz lang. Die Zeit der kurzen Haare hatte ich lang genug - es steht mir einfach nicht!

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Räusper. Ich zieh die Brille jetzt zum Lesen ab.

Mehr ausgegeben oder weniger?
Eher weniger. Kein großen Wohnungsanbauten, kein neues Auto. 
Las Vegas war teuer, weil ich selbstverständlich nicht nur alle in Deutschland schwer zu bekommenden Marken organisieren musste, sondern weil dort das Highheelparadies ist - Plateaus zum Tanzen (äh Wippen) neben dem Popstar, die extrem golden und beeindruckend sind, aber für ihr Mörderaussehen auch noch bequem sind. Berufsbekleidung quasi für Popstargroupies.

Der hirnrissigste Plan?
Bei mir gibt es doch keine hirnrissigen Pläne! Vielleicht sind meine Ideen manchmal ein bisschen Kamikaze, aber das lässt sich meist irgendwie wieder ausgleichen. Beispielsweise zu viel Arbeit in zu wenig Zeit zu packen. Vielleicht im Sommer nach Norditalien zu fahren und dort Sonne zu erwarten?

Die gefährlichste Unternehmung?
… hat immer was mit Autos zu tun, die nicht so wollen, wie sie sollen. 
Glücklicherweise bin ich aus dem Alter für gefährliche Unternehmungen raus. Ich kenne die Panik, wenn man beim Klettern in eine Schneewand kommt, ich hab in der gefährlichsten Gegend von DC gearbeitet und ich habe eine Reihe Dinge ausprobiert, die ich meinem Kind niemals erlauben werde. Meine gefährlichen Unternehmungen (hoffentlich!) beschränken sich auf das Essen ungesättigter Fettsäuren, das Tragen von Absatzstiefeln bei Schnee und das Vergessen von Sonnencreme.

Der beste Sex?
Ihr wisst ja: Das ist meine Lieblingsfrage! Bei vielen taucht sie gar nicht erst auf oder hat sich in den Jahren verdünnisiert. Die, die sie noch drin haben, antworten ganz fein kryptisch. Und ich überlege mir jedes Jahr aufs Neue, ob ich diese Frage nicht mal ehrlich beantworten soll.
Wäre doch mal schön, oder?
Also: Hatte ich. Mehrfach. Im Inland und im Ausland. Honi soit qui mal y pense ...

Die teuerste Anschaffung?
Also, da bekomme ich grad schlechte Laune. Mein neuer Sessel. Der immer noch in irgendeinem Lager in England rumsteht.

Das leckerste Essen?
Oli! Selbstverständlich immer beim Lieblingskoch.
Und dann hoffentlich in neuer Location auch in 2015!

Das beeindruckenste Buch?
2015 war das Jahr des Fastfood-Lesens. Nichts Besonderes, aber dafür wie immer viel ;-)

Der ergreifendste Film?
Wieder kein ergreifender Film. Ich war noch nicht mal im Kino. Hallo? Wie erschreckend ist das denn??

Die beste CD?
Keine CDs. Der Popstar hat ja alles da. Und ich bin froh, wenn ich die Hitzusammenstellungen von Pippi überlebe und die Dauerschleifen irgendeiner Popstarproduktion. Bei mir ist es ruhig.

Das schönste Konzert?
Kein Konzert im Bereich Pop, Rock etc.
Dafür Konzertabo mit Pippi. Ich freue mich jedes Mal ganz unglaublich, dass man sie mit klassischer Musik so begeistern kann.

Die meiste Zeit verbracht mit…?
Texten.

Die schönste Zeit verbracht mit…?
Pippi und Popstar. 
Das muss auch so sein, damit sich der Punkt "die meiste Zeit verbracht mit" ausgleicht.

Vorherrschendes Gefühl 2014?
Jetzt den Weg bereiten und dann geht es 2015 los! 

2014 zum ersten Mal getan?
Das verrate ich hier nicht. Haha!
Achja: Overlock genäht!

2014 nach langer Zeit wieder getan?
Wilde Achterbahnen gefahren und so laut geschrien, dass ich mich selbst erschrocken habe.

3 Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
- auf den Totalausfall meines Autos
- Gesundheitliche Probleme in der Familie
- die Steuernachzahlung :-)

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Das ist das beste Angebot, lass es uns bitte machen!

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Ich mache selbstverständlich nur schöne Geschenke … aber ich glaube, da müsste ich mal nachfragen …

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Eigentlich sind es die Reisen, die ich durch den Job des Popstars mitmachen darf.

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
"Sie sind toll und wir bekommen die Probleme gemeinsam in den Griff."
"Du bist die beste Mama auf der ganzen Welt und eigentlich auch die coolste"

Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
Also, das ist auch wieder so eine Frage … wie die mit dem Geschenk … Das weiß ich doch nicht! Vielleicht freut sich ja einer meiner Kollegen, dass ich sein Karohemd schick fand. Oder Pippi, dass sie doch irgendwas durfte, was ich nicht gut fand. Würde mich selbst sehr interessieren … Also, wer einen tollen Satz von mir hat, darf ihn hier gerne posten!

2014 war mit einem Wort…?
aufbrechend

Hier findet ihr übrigens 2013 und 2012

Direkt ins Haus ... äh Postfach… geliefert. Dieser Post ist für alle meine Freunde ohne Blog!

Donnerstag, 11. Dezember 2014

Ich habe Leser, die mein aufregendes Leben als Frau busybee lesen und selbst kein Blogger sind. Jaaaa, sowas soll es tatsächlich geben!

Also Menschen, die nicht morgens alles automatisch in einem Feedreader, bei Blogger oder ähnlichem häppchenweise präsentiert bekommen. Sondern Menschen, die regelmässig die URL eingeben, um nachzuschauen, ob es etwas Neues gibt. Manchmal bekommen sie es auch per Facebook mit. Wenn sie denn da angemeldet sind.

ABER: Man kann es sich ganz leicht machen
Hier die unterschidelichen Möglichkeiten:

1. Neue Blogbeiträge per E-Mail abonnieren

Einfach eMailadresse eintragen - und schwups landet der neueste Artikel im eigenen Postfach. Das bieten mittlerweile die meisten Blogs an.
Vorteil: Man bekommt den Artikel per Mail zugeschickt.
Nachteil: Man bekommt den Artikel per Mail zugeschickt - wie vieleicht auch noch ein ganze Menge anderer Dinge, die einem das Postfach verstopfen.
Und: Ihr bekommt meine Posts immer mit ein bisschen Verspätung.

2. auf Social Media folgen

Ich kündige meine Artikel meist auf Facebook und Twitter mit an - und auch noch ein paar mehr Infos bekommt ihr zusätzlich. Vorraussetzung ist jedoch, dass man dort einen Account hat.

3. Neue Blogbeiträge per RSS abonnieren

Praktisch jeden Blog kann man per RSS abonnieren. Das ist der Königsweg.

RSS ist ein Nachrichtenformat vergleichbar mit einem Nachrichtenticker. Sobald ein neuer Artikel erscheint, wird er automatisch in den Ticker geschickt. So kann man alles abonnieren, was einen interessiert.

Wenn man einen sogenannten Feedreader abonniert, dann landen alle neuen Artikel dort und man kann sie bequem dann lesen, wenn man Zeit und Lust dazu hat.

Nachteile: Keine, weswegen dies meine Empfehlung für euch ist!



Bis vor kurzem gab es genau einen Feedreader, der den Markt beherrschte: Der Google Reader.
Google beschloss jedoch, den Service per 1. Juli einzustellen. Ich empfehle euch jetzt den Reader von Feedly: Feedly zeigt die abonnierten Blogs und integriert zahlreiche andere Webdienste (z.B. Instapaper, Twitter, Facebook usw.). Feedly ist kostenlos und bietet auch Apps für iOS (iPhone/iPad) und Android an.

Noch Fragen? Ab heute dann: Nicht mehr die URL einzeln eingeben!

Samstags bei busybees

Sonntag, 7. Dezember 2014

Gestern Morgen war der Tag nach vorgestern, den ich ja (wie fleissige Insta-Folger) wissen, mit der Serie Dracula (wenn Jonathan Rhys Meyers zusätzlich noch Locken hätte, dann hach … aber das war schon bei den Tudors das Problem … OMG das passiert, wenn man die Wochenende immer alleine vor dem Fernseher verbringt - und das mit den Locken, hatte ich das noch hier erwähnt?)  und Gin Tonic beendet habe. Das Mischungsverhältnis war so optimiert, dass ich die Nikolausstiefel für Pippi noch würdevoll bestücken konnte, es aber noch genug "Bums" hatte (hatte ich mir in der letzten Woche redlich verdient).
Weniger würdevoll war mein aus dem Bettkriechen am Samstag. Am Mischungsverhältnis lag es nicht, wohl eher an einem total verkrampften Nacken. Woher kam die fiese Zugluft??
Ich schleiche mit einem Tigerbalsam-Pflaster zu Pippi, die mit ihrer neuen Snowboardermütze und Buch im Bett sitzt. Hui, wir haben wohl ein Temperaturproblem in der Wohnung. Wie ich am Ende des Tages noch lernen werde: Mützen im Bett sind bei Teenagern kein Anzeichen von Frösteln, sondern modisches Accessoires. Ich freue mich, dass die Nikolausgaben so gut angekommen sind (40 Seiten im neuen Buch ab 6.30 Uhr sind ein gutes Zeichen).
Pippi ist extrem gut gelaunt und platziert das Pflaster sogar ohne Murren in meinem Nacken. Sowas können nur die Amis erfinden: Funktioniert wie ein Wärmepflaster, ist aber durch und durch mit Tigerbalsam getränkt und erzeugt eine wirklich gute Hitze. Leider sollte man als Träger an diesen Tagen niemandem näher als zwei Meter kommen …

Der Plan sieht vor: Frühstücken, zur Post brausen, reinstürzen, Paket schnappen und ab nach Frankfurt zum Shopppppping!
Der Nikolaus hat uns zwei Schokocroissants von der Tankstelle mitgebracht. Nach einem Viertel erleiden wir einen Zuckerschock und verlassen das Haus leicht überdreht. Pippi ist sehr zufrieden: Die Frisur sitzt, das Taschengeld ist angespart, der Einkaufszettel ist optimiert.
Um 9.02 Uhr erreichen wir die Post. Geöffnet hat sie angeblich um 9 Uhr, die Schlange windet sich jedoch schon ums Haus herum. Aber Piensen gibt es heute nicht! Das 4. Päckchen muss her! Pippi unterhält alle Wartenden mit Erzählungen aus dem Sportunterricht. Der Zucker wirkt.

Um 9.30 Uhr halten wir ein Minipäckchen in den Händen, das auch locker in den Briefkasten gepasst hätte. 
Die Fahrt nach Frankfurt ist … lehrreich. Ich bekomme den Inhalt ihres Ipods präsentiert und sehr interessante Geschichten zu den einzelnen Liedern. Wahrscheinlich immer noch der Zucker …

Auf unserer Liste:
1. ein Par Stiefel für Pippi. Pippi lebt auf sehr großem Fuß und Größe 41 fällt definitiv nicht mehr unter die Kategorie Kinderschuhe. Damenstiefel passen aber auch nicht, da sie an den Beinen meist viel zu weit sind. Dazu (ich habe bestimmt diverse Male darüber berichtet): Turnschläppchen. Zwei wirkliche Herausforderungen. ABER: Wir erfüllen die Mission im ersten Laden. Plus Lammfelleinlagen. Plus … äh … Stiefeletten für mich.

Die Fülle der Geschäfte nimmt zu.
Punkt 2 und 3 stehen auf Pipis Liste. Ohrringe mit Weihnachtskugeln und irgendein spezielles T-Shirt mit WhatsApp-Smilys. Im Accessoires-Laden stehen Unmengen an Vätern, die ihrem weiblichen Nachwuchs gequält zulächeln. Ich bin erstaunt, dass es sogar kleine Truthahnbraten-Ohrringe gibt. Erst das Shirt wird zur ersten größeren Herausforderung - wir müssen zu Primark.
Bääääääääähhhhh.
Will ich nicht, mag ich nicht!
Pippi zwingt mich.

Wir lassen dieses Kapitel aus. Shirt ist gekauft.

Ein großes Kaufhaus steht nun an. Ich mag keine Kaufhäuser. Ich mag nicht durch jede Etage gezwungen werden, um auf der gegenüber liegende Seite die Rolltreppe nutzen zu können. Fahrstuhl fällt wegen Überfüllung aus. Und wir müssen ganz hoch, einmal durchs Restaurant und dann in die Abteilung, in die sich sonst niemand verläuft: Zu den Kurzwaren.
Der Popstar hat einen edlen grauen Pullover. Der Popstar hat einen grauen Pullover, der nicht mehr wirklich edel ist, da eine Mottenfamilie die Bündchen bearbeitet und er die Ellenbogen abgeschrabbt hat. Also müssen Stopfgarn und Lederflicken her. Scheint in Frankfurt nicht oft gewünscht zu werden, aber mangels großer Auswahl, ist die Entscheidung sekundenschnell getroffen.
Die Stiefeltüte ist schwer.
Mir läuft der Schweiß.
Pippi will raus.
Wir winden uns wieder durch sechs Etagen nach unten.
Schnell noch Strumpfhosen fürs Kind, damit ich meine selbst kaputt machen darf.
Der Zucker wirkt nicht mehr und wir schleichen Richtung Ausgang und Frischluft.

Piiiiiiiiiiiiiiiip.
Tolle Wurst, der Alarm schlägt an.
Glücklicherweise ist neben der Tür gleich ein Podest mit helfendem Herren platziert, der mir die Stiefeltüte abnimmt. Alle Kaufhauswaren werden kontrolliert. Nichts.
Wir laufen wieder los.
Piiiiiiiiiiiiiiiip.
Zurück auf Start.
Die Stiefeltüte wird ausgepackt und gecheckt.
Nichts.
Piiiiiiiiiiiiiiiip.
Zurück.

Der nette Kontrolleur freut sich. Wir packen jede Tüte wieder aus und laufen einzeln mit den Einkäufen durch die Kontrolle. Ich komme mir vor wie am Flughafen und werfe ein, dass das Teil evtl. kaputt sein könnte…
Außerdem: Welchen Sinn macht dieses Spiel, wenn er doch mittlerweile feststellen konnte, dass wir nichts haben mitgehen lassen?
Pippi läuft sich vor Lachen krümmend einzeln mit den Stiefeln durch die Tür und zurück. Nichts. Nicht bei den Ohrringen, nicht bei den Einlagen, die Strumpfhosen sind sauber, die Wasserflasche auch (haha). Es beleibt übrig: Die Turnschläppchen.
Pippi läuft los und es piept.
Halleluja!
Das Minimagnetaufkleberchen wird entfernt und wir verabschieden uns.

Piiiiiiiiiiiiiiiip.
Zurück.
Mir läuft der Schweiß in den Strumpfhosen entlang. Vom vielen ein und auspacken der Plastiktüten ist mein Haar statisch geladen und fliegt seltsam durch die Gegend.
Menno.
Das andere Turnschläppchen hat auch so ein nettes Minimagnetaufkleberchen. Wir wissen jetzt, dass Turnschläppchen wohl potenzielles Diebesgut sind. Kann ich gut verstehen.

Wir verabschieden uns vom netten Kontrolleur und (was wir erst zu hause feststellen) von den Felleinlagen. Die wohnen jetzt im Kaufhaus an der Kontrolltheke.

Es folgt eine sehr große Buchhandlung. Hier keine Details, denn der Feind liest mit :-)
Nun kommt der schwierigste Part:
Süßigkeiten für den Popstar. Ohne Fruktose, Laktose und Weizen ist das nahezu unmöglich. Aber: Marzipan geht! Aber es muss gutes sein, weil sich sonst immer eine der oben genannten Komponenten einschleichen kann. 
Also zum Konditor unseres Vertrauens, der den Vorteil hat, auch Macarons anzubieten.
Ahhhhh, Macarons - heikles Thema!
Pippi isst nur Vanille.
Ich esse alle, aber sie müssen qualitativ 1a mit Sternchen sein. Und das ist in Deutschland nicht leicht zu bekommen.
Marzipanbedarf ist gedeckt, nur bei den Macarons kippt de Stimmung. Keine Vanille, kein Karamell. Nur Fantasiemischungen. Ojeojeoje. 
Wir sind etwas betrübt, dass wir weder in Frankreich noch in der Schweiz leben - denn da gibt es Laduree. Und geliefert wird nach Deutschland leider auch nicht.
Pippi möchte wissen, wann der Popstar mal wieder in Zürich arbeitet, ich überlege, mit welcher Ausrede ich nach Nizza muss …

Unser Ausflug endet philosophisch auf der Rückfahrt. Wir freunden uns mit den exotischen Macarons an und diskutieren über den Sinn und Unsinn von … nein, ich hab Pippi versprochen, das niemals zu erwähnen … Pubertät … ihr wisst schon ...



WMDEDGT 12/14

Freitag, 5. Dezember 2014

Es ist mal wieder soweit - zum letzen Mal in diesem Jahr möchte Frau Brüllen wissen: "Was machts Du eigentlich den ganzen Tag?"*

6.30 Uhr: Wecker weckt. Ich bin sofort hellwach, das Hirn springt an und meine ToDo-Listen rattern fröhlich vor meinem inneren Auge vorbei. Die realen Augen gehen jedoch nur schwer auf und verzögern die Klamottenauswahl. Untendrunter ist leicht, da nur noch ein Set sauber ist (wer kommt vorbei und wäscht heute bei mir?). Oben? Jeans.
Jeans ins Büro geht nur selten, aber heute steht körperliche Betätigung und Staub auf dem Programm und Kleidchen sind da eher hinderlich.
Jeans und Bluse. Mir fröstelt etwas mit meiner ausgeschnittenen dünnen Bluse und ich mache mich auf die Suche nach einem ... ähem (wer hätte gedacht, dass ich sowas jemals tragen würde, bzw. dass ich sowas ÜBERHAUPT BESITZE) nach einem Unterhemd. (Wenn es woweit ist, werde ich euch selbstverständlich auch informieren, aber einen Nierenwärmer hab ich noch nicht!). Bluse ist zu weit ausgeschnitten, Unterhemd hat zu viel Spitze, die ich meinen Ingenieuren am frühen Morgen nicht zumuten kann. Suche nach Sicherheitsnadel beginnt.

6.45 Uhr: Holysh.., die Restaurationsarbeiten müssen verkürzt werden. Ordentliche Frisuren werden überbewertet...

7 Uhr: Frühstücksbrote vorbereiten. Ich angel vorgeschnittenes Kürbiskernbrot aus der Box und fasse beherzt in den Beutel. Ähm. Es zerbröselt innerhalb von Sekunden zu tausend Krümmeln. WASISTDASDENN? Ich versuche, vier Scheiben zu bergen, was mir leidlich gelingt. Die Idee: Im Toaster zusammenbacken, dann Butter als Klebemittel nutzen. Der Toaster spuckt nur Krümmel aus. War wohl keine gute Idee, aber mangels Alternativen belege ich Salamischeiben mit Brotkrümmeln.

7.10 Uhr: Pippi erscheint gut gelaunt. Noch mehr Überraschungen am frühen Morgen, denn sie muss mir verschwiegen haben, dass sie sich an einem englischen Internat angemeldet hat. Kleid im Schottenkarolook mit dunkelblauem Blazer, das Haar 1a geglättet.
Wo ist mein Wuschelkopfkind hin?
Das Mutterherz ist begeistert. Das Mutterherz weiß aber auch, dass sowas nicht ohne Grund geschieht. Verliebt in einen Schotten?
Da die ToDo-Listen gerade allgegenwärtig sind (siehe 6.30 Uhr), erscheint ganz schnell der Grund: Unterschrift unter Englandaustausch setzen. Meine Reise-Pippi hat entdeckt, dass Schüleraustausch ein anerkanntes Mittel zum Kofferpacken ist. Da ich selbst gern unterwegs bin (wen soll ich mal besuchen kommen?), kritzel ich schnell mein busybee auf das Formular. Der Schreck über den Preis wird aber ganz schnell mit dem Schreck über den Ort (Eastborne! Bääähhhh! Da hab ich doch schon fröstelnde Tage bei schlechtem Essen verbracht! Aber bös verliebt war ich ...) kompensiert.

7.20 Uhr: Abwurf Pippi an der Schule.

7.25 Uhr: Es muss glatt sein. das Streufahrzeug, dass vor mir her zockelt, blinkt erschreckend hell. Ich halte Zwiesprache mit meinem kleinen italienischen Auto, dass es sich nicht vor dem Winter fürchten soll - es besitzt nämlich seit neuestem schicke Winterreifen mit unglaublich superduperultraprotzigen schwarzen Felgen. Ich bin von mir selbst begeistert.

7.40 Uhr: Ich schleiche noch immer. Es ist aber heute schnelles Schleichen - alle scheinen frei zu haben. Ich nicht.
Deswegen: ToDo-Liste aufrufen. Schleichen und Nachdenken geht ganz prima. Meine Laune wird schlagartig um mehrere Punkte schlechter. Die Woche war ... besch ... ähm ... suboptimal. Der arme Popstar musste meine miese Laune öfter mal ertragen. Zu viele Projekte, die stocken. Zu wenige Entscheidungen, die getroffen werden mussten, zu viele Anfragen, die nie beantwortet wurden - auf gut Deutsch: Ich stecke fest!

7.55 Uhr: Ankunft Büro. Kurzer Check der Elektronik an unseren Ausstellungsstelen - alles blinkt, wie es soll. Sehr gut. Kaffee zapfen.

ab jetzt: arbeiten, arbeiten

12.20 Uhr: Der Versand ruft an, dass ein Geschenke für mich abgegeben würde. ich freue mich wie ein Plätzchen. Es ist ....
Es ist ...
Es ist eine fantastische Schreibtischunterlage mit allen wichtigen Messeterminen der Automationsbranche.
Super.
Menno. ich mag wieder in einer hippen Agentur arbeiten.

12.30 Uhr: Uaaaahhh, ich hab doch heute frei! Ich wollte doch um 12 Uhr gehen! Also, die Post ist jetzt wieder zu (das 4. Päckchen, ihr erinnert euch?). Nach Hause brausen.

13 Uhr: Der Popstar hat gekocht. Schnell mampfen.

13.15 Uhr: Abstimmung diverser Themen. Wir kommen ins Trudeln, denn um

13.19 Uhr kommen Pippi und ihr Oma heim und um

13.30 Uhr klingelt es schon wieder. Wir machen jetzt in Immobilienmakler und führen die Wohnung über uns Freunden vor. Das machen wir genau drei Stunden lang (woooooooowwww), denn um

16.30 Uhr fällt dem Popstar auf, dass er sich eigentlich dringendst Richtung Jahrhunderthalle nach Frankfurt aufmachen sollte. Arbeit ruft und so.
Mich ruft Pippi, Pippi-Oma, Wäsche und eine völlig verlotterte Wohnung.
Es folgt ein schneller Infoaustausch mit der Oma bezüglich Weihnachtsgeschenken für Pippi. Wäscheberge werden abgearbeitet, die Küche kann man schon wieder betreten …

18.30 Uhr Noch ein paar Runden durch das Postfach. Ich bin müde. Echt jetzt. Die Energie lässt nach. Also: Liebe Menschen (Johannes, Mike, Tanja und viele andere), die ihr heute nicht die versprochene Mail, das Telefonat oder ähnliches von mir erhalten habt - ich werde es nachholen. Liebe Post: Morgen komm ich.

19.20 Uhr Ich werde jetzt noch den Wunschzettel meines allerliebsten Patenkindes ins Handy speichern, damit ich morgen in Frankfurt nichts vergesse. Dann kommt ziemlich viel sehr heißes Wasser in die Badewanne und noch mehr Schaum. Wenn ich durchgegart bin, folgt nicht mehr viel.
Ich wünsch euch was!

 

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