2014 WAR...

Sonntag, 28. Dezember 2014

Der Jahresrückblick, juhu!
Andere Blogger waren schon fleißig und ich will euch natürlich nicht die Highlights von 2014 vorenthalten - wie immer: Sex, Drugs and Rock´n Roll!

Zugenommen oder abgenommen?
Abgenommen. Das lag zum einen an meiner grandiosen Ernährungsumstellung (ich besitze jetzt eine Avocadoplantage, damit mein Konsum gesichert ist) und natürlich an den Wikingern mit ihren Stromkabeln. Leider, leider musste ich diese gesellschaftlich akzeptierte Art des Masochismus abbrechen. Aus vielen Gründen. Aber es funktioniert!

Haare länger oder kürzer?
Lang, länger, 5 cm ab, lang. Also: Immer noch ganz lang. Die Zeit der kurzen Haare hatte ich lang genug - es steht mir einfach nicht!

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Räusper. Ich zieh die Brille jetzt zum Lesen ab.

Mehr ausgegeben oder weniger?
Eher weniger. Kein großen Wohnungsanbauten, kein neues Auto. 
Las Vegas war teuer, weil ich selbstverständlich nicht nur alle in Deutschland schwer zu bekommenden Marken organisieren musste, sondern weil dort das Highheelparadies ist - Plateaus zum Tanzen (äh Wippen) neben dem Popstar, die extrem golden und beeindruckend sind, aber für ihr Mörderaussehen auch noch bequem sind. Berufsbekleidung quasi für Popstargroupies.

Der hirnrissigste Plan?
Bei mir gibt es doch keine hirnrissigen Pläne! Vielleicht sind meine Ideen manchmal ein bisschen Kamikaze, aber das lässt sich meist irgendwie wieder ausgleichen. Beispielsweise zu viel Arbeit in zu wenig Zeit zu packen. Vielleicht im Sommer nach Norditalien zu fahren und dort Sonne zu erwarten?

Die gefährlichste Unternehmung?
… hat immer was mit Autos zu tun, die nicht so wollen, wie sie sollen. 
Glücklicherweise bin ich aus dem Alter für gefährliche Unternehmungen raus. Ich kenne die Panik, wenn man beim Klettern in eine Schneewand kommt, ich hab in der gefährlichsten Gegend von DC gearbeitet und ich habe eine Reihe Dinge ausprobiert, die ich meinem Kind niemals erlauben werde. Meine gefährlichen Unternehmungen (hoffentlich!) beschränken sich auf das Essen ungesättigter Fettsäuren, das Tragen von Absatzstiefeln bei Schnee und das Vergessen von Sonnencreme.

Der beste Sex?
Ihr wisst ja: Das ist meine Lieblingsfrage! Bei vielen taucht sie gar nicht erst auf oder hat sich in den Jahren verdünnisiert. Die, die sie noch drin haben, antworten ganz fein kryptisch. Und ich überlege mir jedes Jahr aufs Neue, ob ich diese Frage nicht mal ehrlich beantworten soll.
Wäre doch mal schön, oder?
Also: Hatte ich. Mehrfach. Im Inland und im Ausland. Honi soit qui mal y pense ...

Die teuerste Anschaffung?
Also, da bekomme ich grad schlechte Laune. Mein neuer Sessel. Der immer noch in irgendeinem Lager in England rumsteht.

Das leckerste Essen?
Oli! Selbstverständlich immer beim Lieblingskoch.
Und dann hoffentlich in neuer Location auch in 2015!

Das beeindruckenste Buch?
2015 war das Jahr des Fastfood-Lesens. Nichts Besonderes, aber dafür wie immer viel ;-)

Der ergreifendste Film?
Wieder kein ergreifender Film. Ich war noch nicht mal im Kino. Hallo? Wie erschreckend ist das denn??

Die beste CD?
Keine CDs. Der Popstar hat ja alles da. Und ich bin froh, wenn ich die Hitzusammenstellungen von Pippi überlebe und die Dauerschleifen irgendeiner Popstarproduktion. Bei mir ist es ruhig.

Das schönste Konzert?
Kein Konzert im Bereich Pop, Rock etc.
Dafür Konzertabo mit Pippi. Ich freue mich jedes Mal ganz unglaublich, dass man sie mit klassischer Musik so begeistern kann.

Die meiste Zeit verbracht mit…?
Texten.

Die schönste Zeit verbracht mit…?
Pippi und Popstar. 
Das muss auch so sein, damit sich der Punkt "die meiste Zeit verbracht mit" ausgleicht.

Vorherrschendes Gefühl 2014?
Jetzt den Weg bereiten und dann geht es 2015 los! 

2014 zum ersten Mal getan?
Das verrate ich hier nicht. Haha!
Achja: Overlock genäht!

2014 nach langer Zeit wieder getan?
Wilde Achterbahnen gefahren und so laut geschrien, dass ich mich selbst erschrocken habe.

3 Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
- auf den Totalausfall meines Autos
- Gesundheitliche Probleme in der Familie
- die Steuernachzahlung :-)

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Das ist das beste Angebot, lass es uns bitte machen!

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Ich mache selbstverständlich nur schöne Geschenke … aber ich glaube, da müsste ich mal nachfragen …

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Eigentlich sind es die Reisen, die ich durch den Job des Popstars mitmachen darf.

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
"Sie sind toll und wir bekommen die Probleme gemeinsam in den Griff."
"Du bist die beste Mama auf der ganzen Welt und eigentlich auch die coolste"

Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
Also, das ist auch wieder so eine Frage … wie die mit dem Geschenk … Das weiß ich doch nicht! Vielleicht freut sich ja einer meiner Kollegen, dass ich sein Karohemd schick fand. Oder Pippi, dass sie doch irgendwas durfte, was ich nicht gut fand. Würde mich selbst sehr interessieren … Also, wer einen tollen Satz von mir hat, darf ihn hier gerne posten!

2014 war mit einem Wort…?
aufbrechend

Hier findet ihr übrigens 2013 und 2012

Direkt ins Haus ... äh Postfach… geliefert. Dieser Post ist für alle meine Freunde ohne Blog!

Donnerstag, 11. Dezember 2014

Ich habe Leser, die mein aufregendes Leben als Frau busybee lesen und selbst kein Blogger sind. Jaaaa, sowas soll es tatsächlich geben!

Also Menschen, die nicht morgens alles automatisch in einem Feedreader, bei Blogger oder ähnlichem häppchenweise präsentiert bekommen. Sondern Menschen, die regelmässig die URL eingeben, um nachzuschauen, ob es etwas Neues gibt. Manchmal bekommen sie es auch per Facebook mit. Wenn sie denn da angemeldet sind.

ABER: Man kann es sich ganz leicht machen
Hier die unterschidelichen Möglichkeiten:

1. Neue Blogbeiträge per E-Mail abonnieren

Einfach eMailadresse eintragen - und schwups landet der neueste Artikel im eigenen Postfach. Das bieten mittlerweile die meisten Blogs an.
Vorteil: Man bekommt den Artikel per Mail zugeschickt.
Nachteil: Man bekommt den Artikel per Mail zugeschickt - wie vieleicht auch noch ein ganze Menge anderer Dinge, die einem das Postfach verstopfen.
Und: Ihr bekommt meine Posts immer mit ein bisschen Verspätung.

2. auf Social Media folgen

Ich kündige meine Artikel meist auf Facebook und Twitter mit an - und auch noch ein paar mehr Infos bekommt ihr zusätzlich. Vorraussetzung ist jedoch, dass man dort einen Account hat.

3. Neue Blogbeiträge per RSS abonnieren

Praktisch jeden Blog kann man per RSS abonnieren. Das ist der Königsweg.

RSS ist ein Nachrichtenformat vergleichbar mit einem Nachrichtenticker. Sobald ein neuer Artikel erscheint, wird er automatisch in den Ticker geschickt. So kann man alles abonnieren, was einen interessiert.

Wenn man einen sogenannten Feedreader abonniert, dann landen alle neuen Artikel dort und man kann sie bequem dann lesen, wenn man Zeit und Lust dazu hat.

Nachteile: Keine, weswegen dies meine Empfehlung für euch ist!



Bis vor kurzem gab es genau einen Feedreader, der den Markt beherrschte: Der Google Reader.
Google beschloss jedoch, den Service per 1. Juli einzustellen. Ich empfehle euch jetzt den Reader von Feedly: Feedly zeigt die abonnierten Blogs und integriert zahlreiche andere Webdienste (z.B. Instapaper, Twitter, Facebook usw.). Feedly ist kostenlos und bietet auch Apps für iOS (iPhone/iPad) und Android an.

Noch Fragen? Ab heute dann: Nicht mehr die URL einzeln eingeben!

Samstags bei busybees

Sonntag, 7. Dezember 2014

Gestern Morgen war der Tag nach vorgestern, den ich ja (wie fleissige Insta-Folger) wissen, mit der Serie Dracula (wenn Jonathan Rhys Meyers zusätzlich noch Locken hätte, dann hach … aber das war schon bei den Tudors das Problem … OMG das passiert, wenn man die Wochenende immer alleine vor dem Fernseher verbringt - und das mit den Locken, hatte ich das noch hier erwähnt?)  und Gin Tonic beendet habe. Das Mischungsverhältnis war so optimiert, dass ich die Nikolausstiefel für Pippi noch würdevoll bestücken konnte, es aber noch genug "Bums" hatte (hatte ich mir in der letzten Woche redlich verdient).
Weniger würdevoll war mein aus dem Bettkriechen am Samstag. Am Mischungsverhältnis lag es nicht, wohl eher an einem total verkrampften Nacken. Woher kam die fiese Zugluft??
Ich schleiche mit einem Tigerbalsam-Pflaster zu Pippi, die mit ihrer neuen Snowboardermütze und Buch im Bett sitzt. Hui, wir haben wohl ein Temperaturproblem in der Wohnung. Wie ich am Ende des Tages noch lernen werde: Mützen im Bett sind bei Teenagern kein Anzeichen von Frösteln, sondern modisches Accessoires. Ich freue mich, dass die Nikolausgaben so gut angekommen sind (40 Seiten im neuen Buch ab 6.30 Uhr sind ein gutes Zeichen).
Pippi ist extrem gut gelaunt und platziert das Pflaster sogar ohne Murren in meinem Nacken. Sowas können nur die Amis erfinden: Funktioniert wie ein Wärmepflaster, ist aber durch und durch mit Tigerbalsam getränkt und erzeugt eine wirklich gute Hitze. Leider sollte man als Träger an diesen Tagen niemandem näher als zwei Meter kommen …

Der Plan sieht vor: Frühstücken, zur Post brausen, reinstürzen, Paket schnappen und ab nach Frankfurt zum Shopppppping!
Der Nikolaus hat uns zwei Schokocroissants von der Tankstelle mitgebracht. Nach einem Viertel erleiden wir einen Zuckerschock und verlassen das Haus leicht überdreht. Pippi ist sehr zufrieden: Die Frisur sitzt, das Taschengeld ist angespart, der Einkaufszettel ist optimiert.
Um 9.02 Uhr erreichen wir die Post. Geöffnet hat sie angeblich um 9 Uhr, die Schlange windet sich jedoch schon ums Haus herum. Aber Piensen gibt es heute nicht! Das 4. Päckchen muss her! Pippi unterhält alle Wartenden mit Erzählungen aus dem Sportunterricht. Der Zucker wirkt.

Um 9.30 Uhr halten wir ein Minipäckchen in den Händen, das auch locker in den Briefkasten gepasst hätte. 
Die Fahrt nach Frankfurt ist … lehrreich. Ich bekomme den Inhalt ihres Ipods präsentiert und sehr interessante Geschichten zu den einzelnen Liedern. Wahrscheinlich immer noch der Zucker …

Auf unserer Liste:
1. ein Par Stiefel für Pippi. Pippi lebt auf sehr großem Fuß und Größe 41 fällt definitiv nicht mehr unter die Kategorie Kinderschuhe. Damenstiefel passen aber auch nicht, da sie an den Beinen meist viel zu weit sind. Dazu (ich habe bestimmt diverse Male darüber berichtet): Turnschläppchen. Zwei wirkliche Herausforderungen. ABER: Wir erfüllen die Mission im ersten Laden. Plus Lammfelleinlagen. Plus … äh … Stiefeletten für mich.

Die Fülle der Geschäfte nimmt zu.
Punkt 2 und 3 stehen auf Pipis Liste. Ohrringe mit Weihnachtskugeln und irgendein spezielles T-Shirt mit WhatsApp-Smilys. Im Accessoires-Laden stehen Unmengen an Vätern, die ihrem weiblichen Nachwuchs gequält zulächeln. Ich bin erstaunt, dass es sogar kleine Truthahnbraten-Ohrringe gibt. Erst das Shirt wird zur ersten größeren Herausforderung - wir müssen zu Primark.
Bääääääääähhhhh.
Will ich nicht, mag ich nicht!
Pippi zwingt mich.

Wir lassen dieses Kapitel aus. Shirt ist gekauft.

Ein großes Kaufhaus steht nun an. Ich mag keine Kaufhäuser. Ich mag nicht durch jede Etage gezwungen werden, um auf der gegenüber liegende Seite die Rolltreppe nutzen zu können. Fahrstuhl fällt wegen Überfüllung aus. Und wir müssen ganz hoch, einmal durchs Restaurant und dann in die Abteilung, in die sich sonst niemand verläuft: Zu den Kurzwaren.
Der Popstar hat einen edlen grauen Pullover. Der Popstar hat einen grauen Pullover, der nicht mehr wirklich edel ist, da eine Mottenfamilie die Bündchen bearbeitet und er die Ellenbogen abgeschrabbt hat. Also müssen Stopfgarn und Lederflicken her. Scheint in Frankfurt nicht oft gewünscht zu werden, aber mangels großer Auswahl, ist die Entscheidung sekundenschnell getroffen.
Die Stiefeltüte ist schwer.
Mir läuft der Schweiß.
Pippi will raus.
Wir winden uns wieder durch sechs Etagen nach unten.
Schnell noch Strumpfhosen fürs Kind, damit ich meine selbst kaputt machen darf.
Der Zucker wirkt nicht mehr und wir schleichen Richtung Ausgang und Frischluft.

Piiiiiiiiiiiiiiiip.
Tolle Wurst, der Alarm schlägt an.
Glücklicherweise ist neben der Tür gleich ein Podest mit helfendem Herren platziert, der mir die Stiefeltüte abnimmt. Alle Kaufhauswaren werden kontrolliert. Nichts.
Wir laufen wieder los.
Piiiiiiiiiiiiiiiip.
Zurück auf Start.
Die Stiefeltüte wird ausgepackt und gecheckt.
Nichts.
Piiiiiiiiiiiiiiiip.
Zurück.

Der nette Kontrolleur freut sich. Wir packen jede Tüte wieder aus und laufen einzeln mit den Einkäufen durch die Kontrolle. Ich komme mir vor wie am Flughafen und werfe ein, dass das Teil evtl. kaputt sein könnte…
Außerdem: Welchen Sinn macht dieses Spiel, wenn er doch mittlerweile feststellen konnte, dass wir nichts haben mitgehen lassen?
Pippi läuft sich vor Lachen krümmend einzeln mit den Stiefeln durch die Tür und zurück. Nichts. Nicht bei den Ohrringen, nicht bei den Einlagen, die Strumpfhosen sind sauber, die Wasserflasche auch (haha). Es beleibt übrig: Die Turnschläppchen.
Pippi läuft los und es piept.
Halleluja!
Das Minimagnetaufkleberchen wird entfernt und wir verabschieden uns.

Piiiiiiiiiiiiiiiip.
Zurück.
Mir läuft der Schweiß in den Strumpfhosen entlang. Vom vielen ein und auspacken der Plastiktüten ist mein Haar statisch geladen und fliegt seltsam durch die Gegend.
Menno.
Das andere Turnschläppchen hat auch so ein nettes Minimagnetaufkleberchen. Wir wissen jetzt, dass Turnschläppchen wohl potenzielles Diebesgut sind. Kann ich gut verstehen.

Wir verabschieden uns vom netten Kontrolleur und (was wir erst zu hause feststellen) von den Felleinlagen. Die wohnen jetzt im Kaufhaus an der Kontrolltheke.

Es folgt eine sehr große Buchhandlung. Hier keine Details, denn der Feind liest mit :-)
Nun kommt der schwierigste Part:
Süßigkeiten für den Popstar. Ohne Fruktose, Laktose und Weizen ist das nahezu unmöglich. Aber: Marzipan geht! Aber es muss gutes sein, weil sich sonst immer eine der oben genannten Komponenten einschleichen kann. 
Also zum Konditor unseres Vertrauens, der den Vorteil hat, auch Macarons anzubieten.
Ahhhhh, Macarons - heikles Thema!
Pippi isst nur Vanille.
Ich esse alle, aber sie müssen qualitativ 1a mit Sternchen sein. Und das ist in Deutschland nicht leicht zu bekommen.
Marzipanbedarf ist gedeckt, nur bei den Macarons kippt de Stimmung. Keine Vanille, kein Karamell. Nur Fantasiemischungen. Ojeojeoje. 
Wir sind etwas betrübt, dass wir weder in Frankreich noch in der Schweiz leben - denn da gibt es Laduree. Und geliefert wird nach Deutschland leider auch nicht.
Pippi möchte wissen, wann der Popstar mal wieder in Zürich arbeitet, ich überlege, mit welcher Ausrede ich nach Nizza muss …

Unser Ausflug endet philosophisch auf der Rückfahrt. Wir freunden uns mit den exotischen Macarons an und diskutieren über den Sinn und Unsinn von … nein, ich hab Pippi versprochen, das niemals zu erwähnen … Pubertät … ihr wisst schon ...



WMDEDGT 12/14

Freitag, 5. Dezember 2014

Es ist mal wieder soweit - zum letzen Mal in diesem Jahr möchte Frau Brüllen wissen: "Was machts Du eigentlich den ganzen Tag?"*

6.30 Uhr: Wecker weckt. Ich bin sofort hellwach, das Hirn springt an und meine ToDo-Listen rattern fröhlich vor meinem inneren Auge vorbei. Die realen Augen gehen jedoch nur schwer auf und verzögern die Klamottenauswahl. Untendrunter ist leicht, da nur noch ein Set sauber ist (wer kommt vorbei und wäscht heute bei mir?). Oben? Jeans.
Jeans ins Büro geht nur selten, aber heute steht körperliche Betätigung und Staub auf dem Programm und Kleidchen sind da eher hinderlich.
Jeans und Bluse. Mir fröstelt etwas mit meiner ausgeschnittenen dünnen Bluse und ich mache mich auf die Suche nach einem ... ähem (wer hätte gedacht, dass ich sowas jemals tragen würde, bzw. dass ich sowas ÜBERHAUPT BESITZE) nach einem Unterhemd. (Wenn es woweit ist, werde ich euch selbstverständlich auch informieren, aber einen Nierenwärmer hab ich noch nicht!). Bluse ist zu weit ausgeschnitten, Unterhemd hat zu viel Spitze, die ich meinen Ingenieuren am frühen Morgen nicht zumuten kann. Suche nach Sicherheitsnadel beginnt.

6.45 Uhr: Holysh.., die Restaurationsarbeiten müssen verkürzt werden. Ordentliche Frisuren werden überbewertet...

7 Uhr: Frühstücksbrote vorbereiten. Ich angel vorgeschnittenes Kürbiskernbrot aus der Box und fasse beherzt in den Beutel. Ähm. Es zerbröselt innerhalb von Sekunden zu tausend Krümmeln. WASISTDASDENN? Ich versuche, vier Scheiben zu bergen, was mir leidlich gelingt. Die Idee: Im Toaster zusammenbacken, dann Butter als Klebemittel nutzen. Der Toaster spuckt nur Krümmel aus. War wohl keine gute Idee, aber mangels Alternativen belege ich Salamischeiben mit Brotkrümmeln.

7.10 Uhr: Pippi erscheint gut gelaunt. Noch mehr Überraschungen am frühen Morgen, denn sie muss mir verschwiegen haben, dass sie sich an einem englischen Internat angemeldet hat. Kleid im Schottenkarolook mit dunkelblauem Blazer, das Haar 1a geglättet.
Wo ist mein Wuschelkopfkind hin?
Das Mutterherz ist begeistert. Das Mutterherz weiß aber auch, dass sowas nicht ohne Grund geschieht. Verliebt in einen Schotten?
Da die ToDo-Listen gerade allgegenwärtig sind (siehe 6.30 Uhr), erscheint ganz schnell der Grund: Unterschrift unter Englandaustausch setzen. Meine Reise-Pippi hat entdeckt, dass Schüleraustausch ein anerkanntes Mittel zum Kofferpacken ist. Da ich selbst gern unterwegs bin (wen soll ich mal besuchen kommen?), kritzel ich schnell mein busybee auf das Formular. Der Schreck über den Preis wird aber ganz schnell mit dem Schreck über den Ort (Eastborne! Bääähhhh! Da hab ich doch schon fröstelnde Tage bei schlechtem Essen verbracht! Aber bös verliebt war ich ...) kompensiert.

7.20 Uhr: Abwurf Pippi an der Schule.

7.25 Uhr: Es muss glatt sein. das Streufahrzeug, dass vor mir her zockelt, blinkt erschreckend hell. Ich halte Zwiesprache mit meinem kleinen italienischen Auto, dass es sich nicht vor dem Winter fürchten soll - es besitzt nämlich seit neuestem schicke Winterreifen mit unglaublich superduperultraprotzigen schwarzen Felgen. Ich bin von mir selbst begeistert.

7.40 Uhr: Ich schleiche noch immer. Es ist aber heute schnelles Schleichen - alle scheinen frei zu haben. Ich nicht.
Deswegen: ToDo-Liste aufrufen. Schleichen und Nachdenken geht ganz prima. Meine Laune wird schlagartig um mehrere Punkte schlechter. Die Woche war ... besch ... ähm ... suboptimal. Der arme Popstar musste meine miese Laune öfter mal ertragen. Zu viele Projekte, die stocken. Zu wenige Entscheidungen, die getroffen werden mussten, zu viele Anfragen, die nie beantwortet wurden - auf gut Deutsch: Ich stecke fest!

7.55 Uhr: Ankunft Büro. Kurzer Check der Elektronik an unseren Ausstellungsstelen - alles blinkt, wie es soll. Sehr gut. Kaffee zapfen.

ab jetzt: arbeiten, arbeiten

12.20 Uhr: Der Versand ruft an, dass ein Geschenke für mich abgegeben würde. ich freue mich wie ein Plätzchen. Es ist ....
Es ist ...
Es ist eine fantastische Schreibtischunterlage mit allen wichtigen Messeterminen der Automationsbranche.
Super.
Menno. ich mag wieder in einer hippen Agentur arbeiten.

12.30 Uhr: Uaaaahhh, ich hab doch heute frei! Ich wollte doch um 12 Uhr gehen! Also, die Post ist jetzt wieder zu (das 4. Päckchen, ihr erinnert euch?). Nach Hause brausen.

13 Uhr: Der Popstar hat gekocht. Schnell mampfen.

13.15 Uhr: Abstimmung diverser Themen. Wir kommen ins Trudeln, denn um

13.19 Uhr kommen Pippi und ihr Oma heim und um

13.30 Uhr klingelt es schon wieder. Wir machen jetzt in Immobilienmakler und führen die Wohnung über uns Freunden vor. Das machen wir genau drei Stunden lang (woooooooowwww), denn um

16.30 Uhr fällt dem Popstar auf, dass er sich eigentlich dringendst Richtung Jahrhunderthalle nach Frankfurt aufmachen sollte. Arbeit ruft und so.
Mich ruft Pippi, Pippi-Oma, Wäsche und eine völlig verlotterte Wohnung.
Es folgt ein schneller Infoaustausch mit der Oma bezüglich Weihnachtsgeschenken für Pippi. Wäscheberge werden abgearbeitet, die Küche kann man schon wieder betreten …

18.30 Uhr Noch ein paar Runden durch das Postfach. Ich bin müde. Echt jetzt. Die Energie lässt nach. Also: Liebe Menschen (Johannes, Mike, Tanja und viele andere), die ihr heute nicht die versprochene Mail, das Telefonat oder ähnliches von mir erhalten habt - ich werde es nachholen. Liebe Post: Morgen komm ich.

19.20 Uhr Ich werde jetzt noch den Wunschzettel meines allerliebsten Patenkindes ins Handy speichern, damit ich morgen in Frankfurt nichts vergesse. Dann kommt ziemlich viel sehr heißes Wasser in die Badewanne und noch mehr Schaum. Wenn ich durchgegart bin, folgt nicht mehr viel.
Ich wünsch euch was!

Die schonungslose Wahrheit über Packstationen

Mittwoch, 3. Dezember 2014

Ich habe wieder unglaublich spannende Dinge gelernt, die ich gerne mit euch teilen möchte:
1. Lasst vor Weihnachten nichts an Packstationen senden
und
2. Packstationen werden als Datingplattform unterschätzt!

Aber von vorne:
Ich musste ein paar nette Kleinigkeiten online bestellen. Und weil ich ja meine Postfiliale zeitlich nicht wirklich gut erreichen kann, lasse ich mir meine Sachen gerne an die Packstation schicken. Soweit, so gut.
Unsere Packstation steht nicht weit weg - entweder sammle ich alles auf dem Heimweg ein oder ein kleiner Spaziergang ist angesagt.
Also Bestellung erreicht Mainz, Bestellung wird in die Packstation gelegt, Frau busybee bekommt eine SMS. Da bekannt ist, dass noch weitere Päckchen in den nächsten Tagen eintrudeln sollen, wird die Abholung auf einen späteren Zeitpunkt verlegt.
Am nächsten Tag trudeln weitere Päckchen und weitere SMS ein.
Der Plan reift: Frau busybee schnappt sich ihre goldene DHL-Karte, fährt auf dem Heimweg vom Büro die Packstation an und kommt mit 4 Päckchen heim.

Also stehe ich frohen Mutes am gelben Pakethäuschen und gebe meine Pin ein, die mir zugeschickt wurde. "Wollen Sie Wertmarken kaufen?" erscheint auf dem Bildschirm. Nein, will ich nicht. Ich will meine 4 Päckchen. Aber irgendwie ist der Button "Sendung abholen" blind geschaltet.
"Bööööh, wasndas?!?"
Ausloggen, einloggen. Das Spiel von vorne. "Wollen Sie Wertmarken kaufen?"
Nein, immer noch nicht.
Ich bin genervt, checke die zugeschickten PIN-Nummern und überlege schon, an wen ich mich wohl wenden muss, um an meine Päckchen zu kommen.
*Flüstern ein: Jetzt wird es peinlich! Ich ziehe die Brille ab (haaaaaa) und überprüfe noch mal die SMS. Achgoddsche, da steht ja was von "Packstation in der XY-Straße"! *Flüstern aus

Räusper.
Ist mir schon mal passiert. Es gibt nämlich eine superduperneueriesengroße Station neben dem Discounter. Ok, denke ich mir, das schaff ich noch, bevor ich verhungere. Naja, ich müsste auch mal wohin. Stand ja schließlich schon ein Weilchen auf der Brücke im Stau.

Also wird die nächste Station angefahren.
Wieder: Pin eingeben. "Wollen Sie Wertmarken kaufen?" erscheint auf dem Bildschirm. Nein, will ich immer noch nicht. Ich will meine 4 Päckchen. Aber irgendwie ist der Button "Sendung abholen" schon wieder blind geschaltet.
Ausloggen, einloggen. Das Spiel von vorne. "Wollen Sie Wertmarken kaufen?"
AAAAAAArrrgggghhh, ich bin zu doof!
Ich prüfe wieder die SMS. Straße stimmt jetzt. Leider hab ich die falsche PIN eingegeben.
Richtige PIN eingeben. Das Fach geht auf.
EIN Fach geht auf und drin liegt EIN Päckchen. Immerhin eins von vieren!
Ein handschriftlicher Zettel verrät mir, dass wegen Kapazitätsproblemen weitere Sendungen in der ABC-Straße liegen.
HAHA!
Jetzt hab ich Blut geleckt, jetzt will ich sie alle!
Beine zusammenkneifen, Adresse im Navi suchen.
Aha, da gibt's also auch eine Station.

Ich hüpfe in meine Auto und fahre weiter. Zwischendurch überlege ich mir, was wohl Menschen machen, die nicht motorisiert sind…
Die Station liegt an einer großen Straße - kein Parkplatz in Sicht.
Ich fahre zwei mal dran vorbei und überlege, ob ich mich aus dem fahrenden Auto rollen lassen soll.
Was nun folgt ist nicht verkehrsregelkonform und eher Kamikaze.


Ich stehe irgendwann vor der Packstation.
Nein falsch!
Ich stehe irgendwann vor DEM Treffpunkt junger männlicher Erwachsener. Sie begrüßen mich alle sehr erfreut und jeder hat etwas zu meiner Begrüßung hinzuzufügen. Ich lächel gequält - weil ich ja mittlerweile ziemlich dringend … und so …
Es reicht aber anscheinend aus, um unsere Bekanntschaft eine Ebene weiter zu bringen. Ob ich denn Lust auf vö… hätte, fragt einer. Ich überlege kurz.
Nein, hab ich nicht.
Ich teile dies allen anwesenden Jungs höflich mit.
Wahrscheinlich flackert ein wildes "Ich will meine Päckchen!" hinter meinen Augen, so dass sie die Antwort sofort akzeptieren und auch nicht noch mal nachhaken.
Wieder: PIN eingeben. Es öffnen sich zwei Fächer, es fallen mir zwei Päckchen vor die Füße.
Irgendwie reicht meine Motivation nicht mehr aus, nach Päckchen Nummer 4 zu fahnden.

Mach ich morgen.


Was bisher geschah …

Dienstag, 2. Dezember 2014

Nun, was gibt es Neues im Hause busybee? Wieder keine Skandale? Keine Promiskuität? Sex, Drugs & Rock n´Roll?

Erkenntnisse - Erkenntnisse, gab es in der letzten Woche.

1. Wir vereinsamen. Erst schließt unser Schnitzelparadies zwei Häuser weiter. Der Popstar überlegte kurz, Veganer zu werden aus Protest. Jetzt ziehen unsere Nachbarn von oben weg und gestern machte der Lieblingskoch unseres Vertrauens direkt neben uns die Türen zu. Das ist alles sehr schlimm. Wenn ihr den Popstar und mich weinen sehen wollt, dann ist jetzt eine gute Gelegenheit - haben wir doch alle um uns vergrault…
(Lieber Oli, der Sonntag war ein Fest - der Montag eher nicht ... Deine nächste Party veranstalten wir bitte arbeitnehmerfreundlicher ...)

2. Daraus resultiert: Zwei Lokale zu, Frau busybee muss wieder selber kochen. Pippi wälzt Kochbücher, ist aber nicht wirklich überzeugt, dass ich das kulinarische Niveau halten kann. Ihr Vorschlag nach einer halben Stunde intensiver Recherche: ich könnte es mal mit Kartoffelsalat probieren und ansonsten laden wir alle unsere befreundeten Köche der Reihe nach ein - dann kommen sie auch nicht aus der Übung.

3. Ein Kilo Plätzchen ist echt viel. Wenn die Schule das jemals von euch als Spendenbeitrag verlangen sollte, dann kann ich euch nur den Tipp geben: Doppelte Menge, Schokoladenüberzug und Nüsse (am besten Makadamia). Auch Zwischenschichten aus Marzipan erhöhen das Gewicht. Nix Fluffiges wählen! Und: Dekoambitionen meinerseits werden nicht immer geschätzt ("Mama, du MUSST den Lebkuchenmännern keine Wimpern malen. NEIN!! Lass das!!")

4. Strukturiertes Handeln kann zu Angstzuständen führen. Wir haben es dieses Jahr tatsächlich geschafft, noch vor dem 1. Advent alle Geschenke (bis auf die für Pippi) zusammen zu sammeln. Warum? Der Popstar hatte einen Orga-Flash und ich folgte. Anfangs etwas widerstrebend, gegen Ende machte ich willenlos Abhaklisten. Das Ergebnis ist unglaublich und die gewonnene Zeit im Dezember lässt sich literweise in Glühwein ertränken. Aber Angst macht mir das schon. Also: Wer von mir dieses Jahr ein Geschenk haben möchte, kann sich jetzt melden! Ich hab unglaubliche Kapazitäten frei! Sogar Päckchen ins Ausland kämen früh an!

5. Mein Postfach ist von Außerirdischen gekapert worden. Oder von der NSA. Denn irgendwie kommen meine Mails wohl nie an. Irgendjemand fängt sie ab und archiviert sie. Ausgeliefert werden sie leider nie, denn sonst würden die Empfänger sie ja irgendwann beantworten. Ich habe mal nachgezählt: Von 21 verschickten Mails wurden zwei beantwortet. Diese Rate finde ich einfach bedenklich und ich sorge mich wirklich, dass meine liebevoll verfassten Worte schnöde weggesperrt werden. Oder sogar gequält??

6. Karma funktioniert! Echt jetzt. Wer blöd zu mir ist, ruft vielleicht meine Zornader auf der Stirn hervor und vielleicht sogar ein paar Wuttränen (weiss der aber nicht), aber alles kommt zurück ...



Hier: Verweigerung

Montag, 1. Dezember 2014

Dieser Blog ist von heute an quasi weihnachtsfrei.
Ich werde euch den Adventskalender von Pippi nicht zeigen, da er weder besonders kreativ ist noch der Inhalt von großer Bastelkunst zeugt. Säckchen mit Schokolade halt. Wie immer.

Unsere Deko? Es wird einen Weihnachtsbaum geben. Er ist an keinem Farbkonzept orientiert, er hat keine mundgeblasenen Drachenkopfkugeln aus der inneren Mongolei und auch die Decke, auf der er steht, ist eine alte Tischdecke, die nicht extra dafür genäht wurde. Der Eimer für Echtkerzen ist aus Plastik und steht daneben. Unser Weihnachtsbaum ist bunt und üppig und jedes Familienmitglied darf dranhängen, was es will.

Der Adventskranz ist ein Adventskranz. 4 Kerzen, ein bisschen Grün.

Und: Es wird keinen Blog-Adventskalender geben. Ich habe mir gestern einen Überblick über alle Verlosungen, Kalenderchen, DIY-Ideen und Co. verschafft - bei 32 habe ich aufgehört zu zählen. Das dürfen all jene dieses Jahr übernehmen, die dafür mehr Zeit haben. Oder in den letzten Wochen hatten.

Weihnachtsmarkt: Gestern und vorgestern. Ich habe brav mein Kilo Plätzchen bei der Schule abgeliefert und habe sie ebenso brav zurückgekauft. Pippi hat sich erst für die Schule und dann für die Pfadfinder die Füße erfroren. Also: Pflicht ist abgearbeitet, jetzt folgt nur noch die Glühweinkür.

Weihnachtskarten sind bestellt. 90% der Geschenke organisiert. Ich bin ein Genie!

Also: Hier ab jetzt nur noch Weihnachten auf dem Blog, wenn irgendetwas Lustiges mit Bezug darauf zu berichten ist. Wer trotzdem neugierig ist, findet selbstverständlich alles andere bei aufgeräumt! und die Bildchen wie immer bei "Bildschen vom Bienschen" bekannt auch als Instagram!





Nein, nein, nein .... JA!

Montag, 24. November 2014

Pippi ist ja - wie alle wissen - mittlerweile kein kleines Kind mehr.
Das ist super, aber auch irgendwie schade, da viele Dinge nicht mehr per Order der Mutter beschlossen werden können, sondern entweder alleine entschieden oder ausdiskutiert werden.
So auch die Frage nach den Klamotten. Also keine Chance mehr für das Muttertier.

Vor ein paar Tagen hatte ich eine Mail von POMPdeLUX im Postfach. Grundsätzlich lese ich ja Anfragen immer und meistens verfasse ich auch eine höfliche Absage, die meist etwas mit "nein, mein Kind krabbelt nicht mehr und wir brauchen auch keine Lätzchen" zu tun hat.
Das erste Reizwort war "Direktvertrieb": Nein, ich bin doch keine Tuppertante!
Das zweite war "Job": Nein, davon hab ich mehr als genug!
Das dritte "Kinderkleidung": Nöööö, also siehe oben, das wird nix mehr mit uns!

Neugierig war ich dann doch irgendwie und so landete ich auf der Homepage.

"Liebe Pippi! Leider muss ich dir mitteilen, dass du jetzt Größe 152 trägst. Kurze Ärmel oder Hosen sind da kein Argument. Oder wir adoptieren einfach ein niedliches Geschwisterchen ..."

"Liebes POMPdeLUX-Team, woher wisst ihr, was ich für Kinderkleidung liebe?! Das ist alles, alles sooo wunderschön! Könnt ihr das nicht bis 176 produzieren?? Oder in Damengrößen??"




Ferndale Little TUNIC, Eggplant - POMPdeLUX
Copyright POMPdeLUX
Enna DRESS, Eggplant - POMPdeLUXNarvik Little LS GRANDDAD, White - POMPdeLUX
Ich bin schwer begeistert - zumal die Sachen alle erschwinglich sind.
Und deswegen kommt hier auch die Anzeige: POMPdeLUX sucht neue Mitarbeiterinnen. Alle Details findet ihr unten stehend. Solltet ihr Interesse haben, dann bewerbt euch dort UND gebt bitte an, dass ihr über meinen Blog busybee kommt - das wäre super nett!
Also, an alle modeinteressierten Mütter: Schaut es euch an!


Neues aus dem Bienenstock

Donnerstag, 20. November 2014

Skandale? Peinliche Vorkommnisse? Promiskuität?
Mal schauen, was in den letzten Tagen hier so passiert ist ...

Es gibt ja sehr viele Blogs, in denen die Schreiberin ihre neuesten Errungenschaften zeigen. Das mag ich gern, das ist (wenn es sich nicht gerade um den Kompletteinkauf bei dm handelt) ein bisschen, wie durchs Schlüsselloch schauen - weiss ich doch danach, dass die Bloggerin weiche Hände durch die Handcreme xy hat und dank superduperökologischveganohenmöhren Tee ganz wunderbar einschläft.

Hat was.

Das wollte ich auch machen. Schließlich waren letzte Woche zwei wunderbare Sendungen zu mir unterwegs, die ich euch unbedingt zeigen wollte (selbst geshoppt, ohne Wink vom Sponsor).

Das erste Päckchen stammt von Greenglam. Das ist ein Naturkosmetikversender mit wunderschönen Produkten, die auch noch biologisch sind. Da bei mir auf Haut und Haar hauptsächlich die Firma Korres kommt (das Shampoo gegen trockene Kopfhaut ist das erste, das wirklich bei mir geholfen hat!), ist dies der Versender meines Vertrauens.
Der Plan: Ich fotografiere für euch die wunderhübsche Verpackung in rosa Seidenpapier, erzähle euch etwas zu meiner allerliebsten Fußcreme und schon wisst ihr, dass auch Frau busybee etwas für ihren Bienenkörper tut.

Avisiert war das Päckchen für Dienstag, der Popstar zu hause, also optimale Bedingungen.
Das Päckchen kam Dienstag, der Popstar zu hause, aber irgendwie doch nicht anwesend.
Das Päckchen ging also an unsere Postfiliale. Ohne Benachrichtigungskarte, dafür aber mit SMS an mich. Leider hat unsere Postfiliale immer dann offen, wenn ich arbeite. Und wenn ich nicht arbeite, macht sie Pause. Also wurde dieses Thema Richtung Samstag verlagert.

Aber: Es war ja noch ein zweites Päckchen an mich unterwegs. Und zwar mit Highheels von Rockport. Klingt nicht spannend, ist es aber!
Schwarze Highheels sollten es sein, in denen ich lange stehen und auch mal eine Nacht durchtanzen kann - ihr wisst ja: Popstar, Events, gut aussehen und so :-)

Also habe ich geforscht und bin auf die Firma Rockport gestoßen, die mit adidas fusioniert ist. Dort gibt es schicke Schuhe mit der Turnschuhtechnologie Adiprene. Klingt doch cool, oder?

ADIPRENE by adidas ermöglicht eine optimale Aufpralldämpfung im Fersenbereich. Durch die EVA-Sohle und dem zusätzlich hochwertigem Gummi wird der Fuß vor zu starker Belastung geschützt und der Träger erlebt ein angenehmes Laufgefühl. ADIPRENE + by adidas sorgt im vorderen Fußbereich für eine höhere Abstoßkraft und mehr Laufeffizienz. 

Ich  hatte gehört, dass man eher kleiner bestellen soll, da die Schuhe meist relativ groß ausfallen. Also in den Einkaufswagen die Größe 36 und ab die Post!

Mittwoch kam das Päckchen. Richtig schicke Higheels mit Plateau. Leider viel zu klein. Ööööhm.

Leider gab es beim gleichen Versender als nächste Größe nur 40 - und das wäre definitiv zu groß gewesen. Also neue Suche, anderer Versender. Das Modell sehr ähnlich, nur einen Zentimeter weniger Absatz. In 36,5.

Donnerstag kam das Päckchen. Richtig schicke Higheels mit Plateau. Leider viel zu groß. Ööööhm.
What the ....?!

Neuer Versuch - mittlerweile stapeln sich die Kartons.
Gleiches Modell in 36.
Vorraussichtliche Lieferung Samstag an die Packstation.
Samstag war auch der Stichtag, denn abends war Gala und der perfekte Härtetest für Turnschuhe in Highheeloptik - oder umgekehrt?

Samstag dann:
Ich warte auf die SMS, dass die Schuhe angekommen sind. Normalerweise passiert dies immer gegen 9 Uhr.
9.30 Uhr: Kein Päckchen
Die Abfahrt zum Event ist auf 13 Uhr festgelgt.
10 Uhr: Kein Päckchen
11 Uhr: Kein Päckchen.

Ich beschließe zur Post zu schlendern, die ja noch meine andere Bestellung beheimatet - in der Hoffnung, dass zwischendurch die SMS "Ihr Paket liegt zur Abholung in der Packstation bereit" eintrudelt.
Da ich noch immer erkältungstechnisch matt bin, wird das Schlendern zum Schleichen.
Schwitzig komme ich bei der Post an.
Aber ich hab Zeit zum Abkühlen, da die Schlange bis auf die Straße reicht. Super.

Nach einer Dreiviertelstunde stehe ich am Schalter und verkünde frohen Mutes, dass ich mein Päckchen gerne hätte, dass ich aber keine Benachrichtungskarte habe, sondern nur eine SMS.

Der Schalterbeamte ist verwirrt. Keine Karte? Wo denn die Karte sei, möchte er wissen. Ich erkläre nochmal, dass ich keine bekommen hätte, dafür aber eine SMS. Aber SMS gäbe es doch nur für die Packstation und nicht für die Filiale, erklärt er mir noch verwirrter.

Ich angel mein Handy raus, um den Beweis anzutreten und reiche es ihm rüber.
In diesem Moment: Die SMS, dass mein Schuhpäckchen in der Packstation gelandet ist.
Der Schalterbeamte versteht die Welt nicht mehr, die 30 Menschen hinter mir möchten mich würgen.
Wieder erklärt er mir (nun mit dem handfesten SMS-Beweis vom Schuhpäckchen in der Hand, das er für das Päckchen hält, das ich abholen möchte) die Funktionsweise der SMS bei der Post.

Da die Blicke im Rücken echt weh tun, versuche ich eine neue Strategie: Tun wir doch mal so, als ob ich eine Karte erhalten hätte, diese aber verschlampt habe. Geht doch auch sonst mit Personalausweis.
Er ist erleichtert und fragt nach dem Lieferdatum.
Frau busybee: "Dienstag!"
Er: "Letzte Woche?"
Frau busybee: "Äääh, ja."
Er: "Dann isses net mehr da!"
Frau busybee atmet.
Frau busybee: "Aber es wird doch alles eine Woche verwahrt und Dienstag ist doch erst 5 Tage her"
Er: "Nee, letzte Woche ist jetzt 10 Tage."
Frau busybee: "Dienstag, vor 5 Tagen habe ich eine SMS .... äh Karte ... äh ... also ist das Paket bei ihnen gelandet.
Er: "Dann diese Woche?"
Frau busybee: ...
Er: "Sie sind nie präzise! Erst das mit der Karte und dann verwechseln sie auch noch die Wochen."
Er verschwindet und bringt Sekunden später mein Päckchen mit.
Ein Seufzer der Erleichterung geht durch die Filiale.

Die Sendung ist schwerer als erwartet, aber da muss ich jetzt durch. Nächste Station: Die Packstation.
Nachdem am vorherigen Tag meine Postkarte nicht lesbar war, bin ich ein bisschen misstrauisch, ob ich die Schuhe befreien kann, aber alles klappt reibungslos.
Mit 2 Päckchen unterm Arm bewege ich mich Richtung Apotheke, um dem Erkältungsdrama entgegen zu wirken. ich schwitze wieder, bin aber gut gelaunt, da ja jetzt alles eingesammelt ist.

Ich konzentriere mich, weil ich ja gelernt habe, dass ich mich unpräzise ausdrücke.
Nasenspray für Erwachsene ist nicht schwer. Wunsch geäussert, Produkt liegt vor mir. Geht doch.

Ob ich auch Fieber hätte, ich sähe so blass und geschwitzt aus. Nein, ich bin einfach nur blass und geschwitzt und will jetzt heim, meine Lauf-High Heels probieren. Ob ich von der Gefahr wüsste, von Nasenspray abhängig zu werden? Ja, das weiss ich und ich möchte jetzt bezahlen und einfach nur heim.
Apothekerin: "Also super gegen diese Abhängigkeit ist das homöopathische Bliblablub ... total toll ... Sucht ... blabliblo ... 10 Minuten später ... bläblablubb"
Ich kapituliere.
Nach 20 Minuten verlasse ich eine glückliche Apothekerin, die mir ihr gesamtes Fachwissen zu Nasenschleimhäuten referiert hat.
Letzte Kraftreserven werden zu hause zum Anprobieren der Schuhe mobilisiert.
Sitzen, passen.
Perfekt.
Leider bin ich abends beim Event ziemlich ausgepowert. Nur die Füße sind fit bis zum Schluß!

Bierflaschen gehören nicht an den Kopf

Freitag, 7. November 2014

Ich habe (wie der Hesse so schön sagt) eine Beul am Ei.
Falsch: Einen schmerzenden Wangenknochen.

Ihr fragt euch jetzt bestimmt, was ich heute Nacht getrieben habe, aber ich schwöre euch: Es war keine Kneipenschlägerei oder andere Auseinandersetzung.

Auf der Suche nach Schulbrotbelag, öffnete ich heute morgen die Kühlschranktür wohl etwas schwungvoll. Und genauso schwungvoll segelte mir daraufhin eine Bierflasche an den Kopf (Was ich schon immer mal sagen wollte: Ich mag unseren Kühlschrank überhauptüberhauptkeinbisschen! Er ist in einer Höhe angebracht, die mich Zwerg immer ein bisschen ratlos über das oberste Fach spekulieren lässt, die Gummileisten zum Schutz der Glasscheiben springen mir regelmäßig entgegen und überhaupt bekommt man trotz ordentlicher Größe nix rein. So!)

Nicht nur, dass eine Bierflasche am Oberkiefer wirklich weg tut, Bier auf Businesskleid ist auch eher suboptimal. Kommt nicht so gut, wenn man morgens schon wie eine Kneipe riecht. Also Umziehen, Boden wischen, Wange kühlen.

Pippi kommt in die Küche und will grad einen doofen Spruch loslassen. Als pfiffige Mutter ist mir durchaus bewusst, dass ich Steilvorlagen für jede Menge Scherze biete und lege meinerseits mit einem Witz vor (den erwähne ich nicht - er war echt unterirdisch. Aber hey, für die frühe Uhrzeit gar nicht mal sooooo schlecht).
Pippi verdreht die Augen und knufft mich mit einem Seufzer (so eine doofeblöde Mama) in die Seite. Leider ist das Kind kein kleines Kind mehr und leider ist es sport- und kletter- und überhauptgestählt und der Knuff ist eher ein rechter Haken und ich nicht auf eine Reaktion vorbereitet.
Woowww.

Wir sind uns einig, dass RTL bestimmt eine perfekte Doku über das assoziale Leben der Frau busybee drehen könnte und beschließen, dass heute ein Nutellabrottag ist.

Manchmal ist der Teufel kein Eichhörnchen, sondern einfach nur ein Kaffeetrinker

Donnerstag, 6. November 2014

Nachdem alle besorgt waren, dass der Verlust meiner Kreditkarte zu schlimmen Dingen führen könnte - darf ich Entwarnung geben.
Eben rief eine nette Dame von der Bank an und erklärte mir, dass sie einen Anruf von einem aufgelösten Menschen bekommen haben, der einen Zahlendreher beim Einkauf angegeben hätte und meine Kreditkarte damit belastet habe.
Mein Geld schlummert wieder brav auf dem Konto und ich wünsche dem Koffeinabhängigen - wer auch immer es sein mag - ein starkes Herz!

Reisepläne

Gestern lag der Katalog unseres bevorzugten Reiseveranstalters im Briefkasten. Wir sind dort seit Jahren treue Kunden, da er die perfekte Mischung aus Individualtourismus und Familienurlaub verbindet - ohne discobeschallte Hotelanlagen und Kinderanimation.
Seit Pippi drei ist, erkunden wir das nähere europäische Ausland, sprich Italien und Frankreich.  Aber Kinder werden älter und irgendwann möchte eine 12-Jährige nicht mehr mit Grundschulkindern Staudämme basteln und auch die Stadtralley in Nizza ist nur dann eine Herausforderung, wenn man noch kein Französisch spricht und alles in einem Rutsch bei der Touristeninfo abfragen kann.
Auf der letzten Urlaubsfahrt stellten der Popstar und ich also fest, dass wir langsam (also eher Pippi) der Zielgruppe entwachsen und wir alle spannende Ziele bereist haben.

Gestern dann wie gesagt der neue Katalog: Doppelt so dick und doppelt so spannend. Namibia! Costa Rica mit Jugendlichen! Ich sehe mich schon Kaffeeplantagen besuchen und Nationalparks bereisen.
Begeistert drücke ich Pippi den Katalog in die Hand mit der Aufforderung, doch mal zu schauen, was sie interessieren könnte.

Sie blättert und murmelt und meint dann: "Also Österreich, ich fände Österreich mal cool!"

Okeeeeee ...
Fahr ich halt ohne Kind.
Kommt wer mit?!

WMDEDGT? 11/14

Mittwoch, 5. November 2014

Frau Brüllen fragt einmal im Monat: Was machst du eigentlich den ganzen Tag? Wen es interessiert, dem sei die spannende Lektüre meines Tages hier empfohlen, die anderen findet ihr HIER!


5.36 Uhr Eine Push-Nachricht teilt mir mit, dass Obama die Mehrheit im Kongress verloren hat. Das ist zwar schade für ihn, aber ich bin nicht begeistert, dass mein Hirn sofort anspringt. Schließlich habe ich ja mal Politik studiert und die USA waren mein Schwerpunkt – sitzt einem wohl in den Knochen. Gut zu wissen, dass das Hirn noch funktioniert, ich lege es aber wieder schlafen.

6.30 Uhr Jetzt, wo er loslegen darf, ist der Kopf bockig. Der letzte Traum von dem Event letzter Woche wabert durch die Gehirnwindungen, während ich in den Kleiderschrank starre. Ich greife nach Hose (häää?, warum???) und Bluse und ein kurzer Termin-Checkup verrät, dass das ok ist – keine Aufsichtsratssitzung, nix Aufregendes. Mein Handy verrät mir außerdem, dass die Fahrzeit zum Büro zur Zeit 18 Minuten beträgt. Warum tut es das? Notiz an mich: Kind darf keine Einstellungen mehr an meinem Handy verändern, damit es mir ungefragt Nachrichten zukommen lässt.

6.45 Uhr Die Fahrzeit beträgt jetzt 30 Minuten.

6.47 Uhr Kaffee läuft durch Gehirnwindung. Ich schaue kurz über einen Newsletter, den ich gestern noch verfasst habe. Bringt nix, ich verschiebe auf später.

6.50 Uhr Pippi erscheint in einem Sommerkleid und ist nicht zu bewegen, es gegen etwas Wolligeres zu tauschen. Zumindest eine Weste kommt drüber und Stiefel drunter. Geht doch. Das Frühstück wird wie immer verschmäht, was mich heute nicht wirklich stresst. Je früher wir aus dem Haus kommen, desto besser. Durch den angekündigten Bahnstreik steht das Rhein-Main-Gebiet schon jetzt still. Fahrzeit laut Handy: 45 Minuten – leider geht heut mein Weg zusätzlich noch durch die Stadt, weil ich Pippi wegen verstauchten Knöchels an der Schule abwerfen muss. Sie pienzt nur ein bisschen wegen des Knöchels, weil sie genau weiß, dass sie selbst dran Schuld ist. Abseilen ist halt immer besser als Abspringen beim Klettern …

Entschuldigung für den Sportunterricht schreiben, Schwimmtraining geht trotzdem (ihr erinnert euch: Jungfrau, Kind, Schwimmen, Jugend trainiert für Olympia?)

7.02 Uhr Wir sitzen im Auto. Pippi freut sich, so früh in der Schule zu sein. Ich hinterfrage es nicht, da es bestimmt mit nicht gemachten Hausaufgaben oder einem Jungen zu tun hat ;-)

7.12 Uhr Ich sitze allein im Auto

7.30 Uhr Schritttempo. Ich bin müde. Gestern war ein wirklich anstrengender Tag, der organisationstechnisch spät endete. Und zum Runterkommen, ähhh Weiterbilden, gab es dann den Rest der 7. Staffel Weeds (Ich bin mir nicht so sicher, ob ich in meinem nächsten Leben wirklich Drogenhändlerin werden möchte. Die Verdienstmöglichkeiten sind wohl okay, aber der Stress mit der Familie liegt in keinem Verhältnis. Beim Kaffeekonsum der Protagonistin kann ich zumindest locker mithalten – ich halte euch auf dem Laufenden)

7.50 Uhr Stehtempo

8.00 Uhr Schleichtempo

8.12 Uhr Ankunft im Büro. In meinem Büro hat irgendwas ohne mich stattgefunden. Was machen all die Kisten hier??

8.20 Uhr Kaffee. Naja, zumindest das, was man hier so „Kaffee“ nennt. Kollege ist betrübt, dass er mir heute meine Tasse nicht spülen darf. Jeder hat so seine Vorlieben, aber heute muss ich ihn leider enttäuschen. Tasse ist schon voll.

8.40 Uhr Ich erledige alles, wozu man im Wareneingang etc. vorbeischauen muss – morgens sind alle dort so müde, dass man unbehelligt durchflutschen kann. Spart viel Zeit

8.50 Uhr Schreibtisch. Hier werde ich heute voraussichtlich ordentlich was zu tun haben. Postfach ist voll bis zum Anschlag. Das private ist erfreulicher, aber auch irgendwie mit Todos versehen. Schnell eine Mail an den Wikinger, dass er heute Strom spart. Kalender hat nämlich Termin verschluckt. Wikinger und Unterwikinger sind nicht amüsiert und mailen gleich zurück. Gibt es nicht genug Leute, die ihr sonst so quälen könnt?? Es folgt ein Anmeldeformular zum Anfängertraining Ironmen. Ja, klar.

9.00 Uhr Cheffe erscheint gut gelaunt. Das ist erfreulich, denn sonst sind alle muffelig. Er verkündet die Neuigkeit, dass ich eine Azubine bekomme. Ich bin irritiert, da ich selbst weder Bürokauffrau noch sonst irgendwas in der Richtung bin. Ich schau mal, ob es Bücher zum Thema Eierlegendewollmilchsau bekomme.

10.40 Uhr Ich rotiere, tabellenkalkuliere, messeversichere, agenturknechte. Langeweile ist anders. Die Kollegin beichtet, dass es dieses mal keine Nudeln aus Italien für den Popstar gibt. Himmel, wie soll ich ihn denn da über den Winter bringen?!

12.30 Uhr Hungertod. Jetzt. Frühstück war ja nur der Kaffee, dann hab ich es vergessen. Ich mache mich auf die Suche nach Nahrung und finde in einer Messekiste Nüsse. Sind ja sehr gesund ... *räusper

15 Uhr Wieder daheim.
Auf dem Rückweg noch einen Zwischenstopp beim Grafiker meines Vertrauens gemacht. Brauchte schnell mal ne Headline und ein bisschen Copy. Weil mein Hirn von den Nüssen ganz arg frisch war, mussten wir auch nur kurz draufschlagen bis was rauskommt. Locker ist anders. Ich ergänzte dort mein Mittagsmahl mit einem frischen Wässerchen und ein paar aufmunternden Worten.

16.30 Uhr Telefonieren. Newsletter schreiben. Nach dem Event ist vor dem Event. Wäschewaschen.

17 Uhr Pippi steht an der Schule und sieht ein bisschen verfroren aus - würde sie aber nie zugeben. Sie ist gut gelaunt und bringt die Ohren vom Popstar und mir innerhalb der nächsten Viertelstunde zum Bluten.

17.15 Ankunft im Biosupermarkt. Der Popstar braucht unbedingt TK-Dinkelpizza. Leider ist diese nicht aufzufinden. Das ist der Augenblick, in dem die Stimmung kippt. Der Popstar möchte sich weinend vor der Tiefkühltruhe wälzen, Pippi muss die Nase pudern, Frau busybee versucht konzentriert, die Einkaufsliste abzuarbeiten.
Das Weiterziehen zum nahen Drogeriemarkt wird nur akzeptiert, weil es dort ein Toilette gibt. Pippi verschwindet. Ein Phänomen, das ich nie nachvollziehen kann: Auf öffentlichen Toiletten länger als eine Minute zu verweilen. Es bleibt genug Zeit, einzukaufen und zu bezahlen bis sie wieder erscheint. Richtig schlecht wird ihre Laune, als ich ihr mitteile, dass wir genug Haargummis besitze. Sie findet mich doof - und teilt das quer durch die Drogerie allen mit. Glücklicherweise bellt neben der Tür ein Tier, dass wie eine rostige Tür klingt. Ich tippe mal auf Hund. Jedenfalls war er noch lauter als Pippi…

18 Uhr Heimfahrt. Das Kind schmollt mit ipod im Ohr

18.30 Uhr Verräumen der Sachen. Dabei mit Grafiker telefonieren und Pippi erklären, dass wir dort den Taschenrechner kaufen, wo er am günstigsten ist und nicht dort, wo alle ihn kaufen. Ich bin die doofste Mutter auf der Welt! Glücklicherweise habe ich ein sonniges Gemüt und bin multitaskingfähig.

19 Uhr Pippi will nicht nur einen Taschenrechner, sondern auch das Schulessen umbestellen. Ich hasse diese Aktionen - Pippi weiss das. Ich füge mich und drücke auf Anweisung wahlweise auf "Vollkornnudeln mit Tomatenpesto" (graue Pampe mit roter Soße), "Fischrisotto mit Kartoffelpüree" (graue Pampe mit gelber Pampe) und bin über meine Avocado froh, die vor mir liegt. Wenn schon kein Stromsport, dann wenigstens gesundes Essen.

Ich werde mich jetzt konzentriert an den letzten Newslettertext machen, das Kind ans Bett fesseln und wenn alles gut geht noch ein bis zwei Folgen Weeds schauen.

Macht sch einen schönen Abend und bleibt mir gewogen! See you!



Frau busybee in Las Vegas Teil 2

Dienstag, 4. November 2014

... und weiter gehts mit unserer spannenden Reise!

Ich verkürze mal den Teil mit dem Flug - denn der war ohne größere verwunderliche Dinge. Das obligatorische Kind weinte durchgängig, hinter mir saß der gefürchtete Rückenlehnenschüttler, aber ansonsten war alles sehr unspektakulär.
Da ist man bei der Landung entspannt und nur wenig beunruhigt wegen eventuell bevorstehender Einreiseschwierigkeiten. Und so schlenderten der Popstar und ich gemütlich mit Sack und Pack aus dem Flieger, machten ein Päuschen bei den Toiletten und hüpften beschwingt um die Ecke zur Immigration.

Woooooooowwww!
Wo kamen die 600 Leute vor uns plötzlich her?
Und warum sind wir die allerletzten in der Schlange??

Also schlängelten wir uns brav hinter all den anderen durch die Absperrbänder.

Eine Stunde lang.
Anderthalb Stunden lang.
Zwei Stunden lang.
Aber hey, wir haben ja Übung!

Ich briefe den Popstar, dass er bitte knapp auf alle Fragen antworten möchte, da ich keine Lust auf weitere Verzögerungen bei der Einreise habe. Er ist ein bisschen beleidigt, aber ich kenne seine Redeflashs.

Wir zockeln weiter und stehen plötzlich tatsächlich vor einem Beamten.
Ob wir denn verheiratet wären?
"öh, nein"
Aber wir würden doch zusammen reisen?
"öh, ja."
Aber das wäre doch so was wie verheiratet sein.
"ah, ja!"
Ich denke er weiss, dass die langen Wartezeiten eine Beziehung entweder zum Zerbrechen bringt oder zusammen schweißt. Vielleicht ist das auch die Art in Las Vegas, um allen potenziellen Brautpaaren noch mal Zeit zum Überlegen zu geben. So ala "Drum prüfe, wer sich ewig ... und so...".

Der Popstar beisst sich auf den Lippen rum, ich bin ein bisschen beunruhigt.

Der Beamte forscht weiter und stellt diverse Fragen zu Beziehungen im Allgmeinen. Der Popstar ist brav und lässt mich die Konversation führen.
Aber irgendwie ist es der Beamte, der grad Lust auf ein Schwätzchen hat (wir sind immer noch die letzten!) und so brabbelt er lustig vor sich hin bis es aus dem Popstar herausbricht und er endlich sein Lieblingsthema zu Events in Las Vegas los werden kann. Die beiden verstehen sich prächtig, ich resigniere.

Als wir endlich amerikanischen Boden betreten, steht das Gepäckband still und unsere Taschen kuscheln gemütlich in einem Eckchen.

Ich bin froh. Es ist schön warm, wir haben ein Auto vorbestellt und der Veranstalter hat auch erst zwei Mal angerufen, wo wir denn belieben.
Der Bustransfer ist schnell gefunden und auch die Schlange dafür ist nicht wirklich lang. Der Optimismus steigt.
Leider ist der Bus zur Autovermietung ein Bus-chen. Acht Leute rein, Tür zu und weg.
Wir warten.

Wir warten.

30 Minuten

40 Minuten

Der Veranstalter ruft an.

Irgendwann erreichen auch wir die Leihwagenvermietung.
Und irgendwann stehen auch wir vor einem Menschen, der uns bestimmt ganz arg bald einen Autoschlüssel in die Hand drücken wird.

Wir sind ja jetzt immerhin schon dreieinhalb Stunden in Las Vegas, geübt im Smalltalk und auf alles vorbereitet.

Der Popstar reicht seinen Führerschein rüber. Ihr wisst schon: das Exemplar in Grau, leicht lappig und mit einem Bild aus den frühen Neunzigern. Ich bin überzeugt, dass der Herr am Counter bestimmt schon einige dieser Exemplare in den Händen hielt.

Er schaut drauf, reißt seinen Arm nach oben und ruft:
"Hey guys, look at this! How old do you have to be in Germany to get a drivers license? Fourteen?"
Und schon wandert der Popstarführerschein von Mitarbeiter zu Mitarbeiter - begleitet von einem "how cute!" oder "fourteen? eight! he looks like eight!"
Der Popstar findet es mittelmässig lustig, ich bin mir nicht sicher, ob wir von der versteckten Kamera gefilmt werden (Notiz an uns: Unbedingt neuen Führerschein beantragen!).
Als ich meinen Führerschein rüberreiche, hab ich ein bisschen Angst.

Glücklicherweise erinnert ihn mein Bild aus den 80ern an seine Cousine, die er wohl ziemlich scharf fand, was er aber seinen anderen Kollegen vorenthält. Er ist begeistert von meiner Dauerwelle und meinem Jeanshemd.
Was nun folgt ist die obligtorische Diskussion, ob ein kleiner SUV wirklich ausreichend ist und sein Unverständnis, dass wir wirklich, wirklich nicht die allergrößte Version brauchen.

Als wir endlich in unserem Miniautochen sitzen (ein Jeep! Ein Auto, für das wir bei uns niemals eine Parklücke finden würden!), sacken wir erschöpft in uns zusammen.

Der Veranstalter ruft an.

Leider ist das Navi auf Deutsch und wir kaum noch in der Lage die deutsch ausgesprochenen Straßen in unserem Matschhirn zu verarbeiten.
Aber hey: Wir sind in Las Vegas!!


Warum meine Kreditkarte manchmal mehr Spass hat als ich

Ich gebe es zu: Ich habe ein schlechtes Kreditkartenkarma.

Die Männer unter euch nicken wahrscheinlich, weil sie diese Phänomen von ihren Frauen kennen zu meinen. Nein, nein!

Vor drei Jahren machte meine Kreditkarte einen Ausflug ohne mich zu Luis Vuitton. Ich habe keine Ahnung, welches Modell erstanden wurde, aber ein bisschen beleidigt war ich schon: Ich stehe einfach nicht auf Taschen mit großem Logo. Ich stehe aber auch nicht darauf, dass die Karte sich zu diesem Zeitpunkt im Besitz einer Dame befand, die in Frankfurt stadtbekannt als Taschendiebin ist.

Dumm gelaufen.

Dieses Mal wohnt die Kreditkarte netterweise noch in meinem Portemonnaie, eingekauft wird trotzdem mit ihr - in Paris.
Erst Tee. Sehr teurer Tee.
Dann noch teurerer Kaffee.
Insgesamt für über tausend Euro für Heißgetränke.
Jo!

Es wäre auch einfach wirklich langweilig ohne einen Besuch in dieser Woche bei der Polizei geworden ...

Fly away with busybee oder der Sprengstoffschal - Las Vegas Teil 1

Montag, 3. November 2014

Kommen wir doch gerade mal wieder von einem Event nach Hause, muss ich entsetzt feststellen, dass ich vergessen habe, meinen letzten Beitrag online zu stellen. Las Vegas ist zwar schon 14 Tage her, aber ich möchte euch nichts vorenthalten:

Kennt ihr dieses fiese Gefühl, wenn man eigentlich unglaublich müde ist, der Körper aber wie auf Droge immer weiter macht? Herzrasen und bleierne Müdigkeit? Ihr ahnt es schon: Frau busybee kämpft gegen den Jetlag.

Der Popstar war gebucht in Las Vegas - 5 Tage lang Bespassung eines Hotels und ich durfte mit (was Pippi gar nicht lustig fand). Nun ist es leider so, dass Fliegen nicht gerade zu meinen allerliebsten Hobbies zählt und ich es meist mulmig-zähneknirschend absolviere.

Der Hinflug startete einigermaßen entspannt, wohnen wir doch nur wenige Kilometer von einem großen internationalen Airport entfernt. Da es aber eben ein großer Flughafen ist, muten wir unserem Freundes-/Bekanntenkreis das Hinbringen und Abholen nur ungern zu, da es sich meist eher als sehr anstrengend entpuppt. Also haben wir das Popstarauto bepackt und sind zu einem nahe gelegenen Ferienfliegerdauerparkplatz aufgebrochen. Man fährt auch nur wenige Kilometer durch die Pampa, um dann fast wieder zu hause zu parken ;-). Aber gut, zumindest gibt es dort einen gratis Shuttelbus.

Auto parken, auf Shuttlebus warten. Es ist kühl, da wir aber in die Sonne fliegen, ist keine Winterjacke dabei. Nur der superweiche "Umdenkopfwickelschal" für den Flieger.
Wir warten. Ich wickle mir den Schal geschickt um alle frierende Körperteile.

Wir warten.
...
Der Shuttlebus kommt und schon wird das Warten angenehmer, da wir ja einsteigen dürfen. Leider warten wir jetzt auf ... keine Ahnung, wir stehen und warten und hören gebannt den Telefonaten unseres indischen Busfahrers zu, der sich per Freisprechanlage mit einem Kollegen unterhält.
Ein Blick auf die Uhr löst das Körpertemperaturproblem augenblicklich - so langsam könnte es mit dem Check-In knapp werden und Frau busybee bekommt Schweißausbrüche. Was nicht wirklich schlimm ist, denn Wärme hilft ja bekanntlich gegen Verspannungen. Hatte ich schon erwähnt, dass ich beim Reinwuchten des Koffers einen Nerv geklemmt hatte?

Da es noch relativ früh am Tag ist, ist der Flughafen nur mittelmässig überfüllt. Ich sehe leere Schalter im internationalen Bereich und freue mich auf ein reibungsloses Durchmaschieren. Ich freue mich jedoch nur kurz, denn leider ist unsere Airline eine Ferienflieger-Fluggesellschaft, deren Schlange sich am Check-In schon dreimal um die Ecke geringelt hat. Ich bin froh, dass wir das Popstar-Equipment-Übergepäck dabei haben, denn schon nach wenigen Minuten stellt sich heraus, dass alle anderen Mitanstehenden einfach fitter im forschen Anstehen sind. Wer im Alltag den Rollator behände regiert, ist auch beim Vorwärtsrammen des Gepäckwagens ganz vorne mit dabei.

Ich verschanze mich hinter unserer Gepäckmauer und atme.
Mir ist heiß.
Hoffentlich will niemand meine Kerntemperatur auf Ebola überprüfen.

Dass dies nur ein kleiner Vorgeschmack ist, wird bei der nächsten Schlange klar: Handgepäckkontrolle. Stresstest für eventuelle Krankheiten, die in die USA importiert werden könnten. Wer dies ohne Kollaps übersteht, ist fit und darf mit.
Da ich selbst mal für die Firma mit dem Kranich gearbeitet habe, kenne ich das Flugprocedere eigentlich ganz gut, aber irgendwie wills dieses Mal nicht wirklich flutschen. Nach einer Stunde mit den diversen Techniktaschen des Popstars auf dem Rücken, ist auch die Hitze egal. Mein Kuschelschal dient als Schulterpolster und Schweißfänger.

Der Popstar ist gut gelaunt, ich bin von den Sturmgewehren der Herren beeindruckt, die neben mir stehen und die El Al-Fluggäste betreuen.

Der Junggesellenabschied vor uns betankt sich schon mal für die Maschine, eine Dame hinter uns weint. Ich überlege kurz, ob das beim Stressabbau weiter hilft.
Ich ziehe die Taschen hinter mir her - irgendjemand muss sich ja darum kümmern, dass der Fluhafen sauber bleibt,
Wir warten.

....

Wir warten.

Irgendwann stehen auch wir vor dem Durchleuchtgerät. In den 2 Stunden Wartezeit konnte ich schon einen schlauen Plan entwickeln, wie man unser ganzes Geraffel zeitsparend auspackt, präsentiert, sich einmal komplett aus- und wieder anzieht und alles wieder platzsparend verstaut.
Unsere Elektronikberge sind beeindruckend. Alles flutscht durch. Nur der Popstar nicht. Egal: Die gefühlten zwei Tonnen Equipment müssen ja wieder unter lustigen Kommentaren der Mitreisenden eingepackt werden und so mache ich mich entschlossen ans Werk und zerre alle Taschen wieder lustig hinter mir her - mein Kuschelschal als Schulterschoner locker um den Hals drapiert.

Leider muss ich in dem Outfit an einen radikalen Talibankämpfer erinnern, der gerade einen zerlegten Panzer schmuggelt, denn plötzlich wird alles hektisch und Frau busybee von zwei bewaffneten Herren vom Packwahnsinn weg komplimentiert.
Sie müssten mal meinen Schal ansehen.
Meinen Schal?????
Meinen oberkuscheligen Biene-Maja-Schal in Wabenhoniggelb? Mein treuer Begleiter gegen fiese Zugluft und schnarchende Sitznachbarn?

Motiviert schüttel ich ihn vor den Herren aus, um zu beweisen, dass ich weder Stichwaffen noch ein geschmuggeltes Cremefläschen in ihm versteckt habe (Neben mir zieht der Popstar sich wieder an) und wundere mich wegen des Aufwands, weil er ja eigentlich schon im blauen Wännchen seine Reise durchs Röntgengerät absolviert hatte.

Eine Ostblock-Eislauftrainerin in Uniform entreisst ihn mir und gibt ihn weiter an den Spengstroffexperten.
Schon klar. Er sieht bestimmt bombig aus ...
Was nun folgt, ist ein konzentriertes Suchen nach (keine Ahnung wonach genau, irgendein chemischer Test wird gemacht) Sprengstoff. Ein paar Minuten später wird der Schal nach weiteren Informationen abgetastet.
Wo denn das Waschettikett sei, fragt ein knackiger junger Beamter und die Eislauftrainerin ist auch sofort Feuer und Flamme und will einen Blick drauf werfen.
Ähhhhhhh? Muss der jetzt noch ausgekocht werden vor dem Flug?

Ich erkläre kleinlaut, dass sowohl Label als auch Waschanleitung entfernt wurden, weil beides kratzig war. Der Beamte schaut betrübt und fragt nach der Materialzusammensetzung.
Und da Frau busybee ja nicht wegen mangelnder Kooperation und möglicher Verschleierung abgestraft werden möchte (Maschinengewehre beeindrucken mich immer!), murmele ich etwaqs von 30 Grad, Handwäsche und Mischgewebe.
"Ha!" ruft der junge Beamte und klatscht mit der Eislauftrainerin ab "Ha!, sag ich doch: keine reines Kaschmir! Reines Kaschmir ist ein bisschen kratziger! Und ich würde auch keinen Kaschmirschal mit auf den Flug nehmen - stell dir mal vor, jemand kippt Tomatensaft drüber!"
Recht haben sie.
Ich unterhalte mich angeregt mit meiner neuen Eislauffreundin und dem schwulen Kollegen über Kaschmirziegen, Weischspüler und Kunstfasern.

Der Popstar wundert sich nur kurz über meine plötzliche Neigung zu Waffenträgern und stapelt kostenlose Magazin (Bunte, Gala und Brigitte - ich bin etwas erstaunt über seine Wahl) auf unseren Technikberg. Wahrscheinlich ist er nur froh, dass er während des Fluges seinen Pullover, den ich mir bei Abnahme meines Schals um den Kopf gewickelt hätte, anbehalten darf.

Der Jetlag hat mich in den Fängen und deswegen kommt Teil 2 demnächst ...


Wimmern für einen sauberen Teppich

Dienstag, 30. September 2014

Früher wechselte Frau busybee ihre Wohnungen sehr oft. Früher hatte sie auch noch keinen Popstar und keine Pippi und kein zwölfunffuffzigtausend Sachen.
Früher waren die Wohnungen kleiner und die Zimmer günstig. Und der Boden immer mit einem Teppich belegt, der eine Mischung aus Mettwurstgrau und Haferflockenbeige hatte.
Zog man in ein solches Zimmer, war der erste Gang in die Drogerie seines Vertrauens, in der man sich ein Teppichreinigungsgerät lieh, über dessen Siffigkeit man sich besser nie Gedanken machte.
Man durchweichte das Haferflockenbeige, entfernte tote Hamster und hatte am Ende ein Ergebnis, das einen zumindest psychisch zufrieden stellte.

Pippi war 10 Tagen im Lager im Osten. Haha, das hört sich fies an! Nein, es ist ein Padfinderstammeslager, äh Diözesanlager an der Mecklenburgischen Seenplatte. Und während sie auf matschigem Erdreich nächtigte, kümmere ich mich um ihren heimischen Teppich.

Der litt in den letzten Monaten ziemlich, da er ja eine Klebstreifenattacke überleben musste, von der er sich nicht wirklich erholte. Und der Teppich vom Popstar - also der Lappen, den wir noch immer euphemistisch als Teppich bezeichnen - der hatte es auch mal so richtig nötig.

Nicht weit von uns eröffnete am Wochenende ein neuer Baumarkt. Und so dachte ich mir: "Jo, neuer Baumarkt, neue Geräte, kein Siff! Ich bin ja jetzt erwachsen!". Also mit dem Popstar zum Baumarkt. In der Fachabteilung für Leihgeräte: Leere. Nur eine einsame Kassenmitarbeiterin, die uns nicht weiterhelfen konnte.
Ein paar Minuten später: Auftritt der Walking Dead. (äh, also, ich weiss, das ist jetzt ein bisschen gemein) Der Popstar fragt einen sehr großen und sehr schlacksigen Menschen, der sehr nah neben uns steht (also fast schon über uns) nach einem Teppichreinigungsgerät.
Pause.
Pause.
Pause.
Über das Gesicht des Gefragten schlendert ein Gesichtsausdruck der am Ende als "ah, ich verstehe" interpretiert werden könnte.
Ihr müsst euch das so vorstellen:
Frage Popstar. Pause von 5 Sekunden (das ist lang!). Dann Reaktion im Gesicht, dass man wahrgenommen wird. Pause von 5 Sekunden. Antwort.

Aber: Er versteht, was wir wollem, holt uns das Gerät und wir sind kurzzeitig freudig erregt, dass wir gleich loslegen können. leider ist der Baumarkt neu. Leider auch das Computerprogramm zum Ausleihen von Geräten. Und der Mitarbeiter hatte keine Gelegenheit, heimlich zu üben.

15 Minuten später wird ein zweiter Kollege hinzu gezogen, 25 Minuten später ein dritter. Wir alle kennen die Ausweisnummer vom Popstar mittlerweile auswendig, weil sie immer wieder laut vorgelesen in das System eingetragen wird.
Der Popstar hat Angst, dass die NSA seinen Ausweis für die Ausleihe von Reinigungsgeräten gesperrt hat. Gefahr in Verzug?

45 Minuten später stehen wir alleine neben dem Reinigungsgerät, weil alle den Drucker suchen, aus dem ein Formular flutschen soll.

... wir warten ...
... ab und an huscht einer der Mitarbeiter fluchend an uns vorbei ...

60 Minuten

Der Mitarbeiter vom Anfang kommt vorbei. Ich beginne ganz leise zu wimmern.
Das Formular ist da. Der Popstar entreisst dem Mitarbeiter den Kuli und unterschreibt wild jedes Papier, das ihm zwischen die Finger kommt.
Auftritt des Abteilungschefs.
Ob den geprüft worden sei, dass das Gerät am nächsten Morgen auch gebucht ist. Ich wimmere.
Es ist natürlich gebucht. Bevor mein Wimmern anschwillt, schwört der Popstar heilige Eide, dass wir in 4 Stunden wieder da sind (Notiz an mich: Teufel nicht wissen lassen, dass Wimmern zum Hergeben von Seele führen kann)
Wir reißen das Gerät an uns, zahlen und rasen nach Hause.

Der Rest ist schnell erzählt: Der Teppich ist ganz wunderbar geworden! Der von Pippi mehr als der vom Popstar. Mission erfüllt.
Die Rückgabe dauerte übrigens nur die Hälfte der Zeit ...

12 von 12 im September

Samstag, 13. September 2014

Wie immer ist Frau Kännchen so nett, den 12 von 12-Beiträgen eine gemeinsame Heimat zu geben.



1- Morgenbee. Die Frisur sitzt, die Bluse ist noch ohne Kaffeeflecken. Bereit fürs Büro!


2. Im Bad liegt die Armbändersammlung von Pippi. Dazwischen irgendwo: Meine Ohrringe…


3. Die Fahrt ins Büro. Während ich fotografiere, klingelt das Handy - deswegen nur ein Wackelbild. Es ist Pippi, die gar nicht mit mir sprechen will, aber angeblich ist das Handy von alleine losgegangen als sie vom Fahrrad fiel. Achso.

4. Der erste Kaffee. Immer bei geöffnetem Fenster, denn der Büroteppich dünstet nachts heftig vor sich hin.


5. Vorbereitung von Ausstellungsstücken


6. Der zwölfungfünfzigste Run über den Gang


7. Zen für fleissige Beinchen. Allein die Verpackung bringt mich runter



8. Zuhause geht es munter weiter. Projektpläne ausarbeiten. Ich liebe Mindmapping!


9. Auf zum Sport. Die Wikinger sind umgezogen und ich brause über Land. So mittelmässig toll. Es schüttet.



10. Später dann: Dekoausstatter für Events und Gastro mit dem Popstar. Törtchen für den Weihnachtsbaum?



11. … oder lieber die XL-Variante? Rechts in der Kugel: Der Popstar


12. Ausbeute. Vom Rest des Abends besser keine Bilder. Um 4 Uhr war ich nicht mehr in der Lage ;-)


Noch mehr Einblicke von mir von dieser Woche gibt es HIER.

WMDEDGT 09/14 - Tagebuchbloggen im September

Samstag, 6. September 2014

"Was machst du den ganzen Tag?" fragt Frau brüllen einmal im Monat und lädt zum Tagebuchbloggen ein.

7.00 Uhr Umdrehen

8.00 Uhr Umdrehen. Der Popstar ist die ganze Nacht daheim gewesen und schlummert noch friedlich vor sich hin

8.15 Uhr Der Popstar-Wecker klingelt. Wasndas?????
Ich erinnere mich, dass heute großer Event in großer Sportarena mit erstem Meeting um 10 Uhr ansteht. Sehr ungewöhnliche Zeit für den Armen.

8.26 Uhr Ich schäle mich aus dem Bett, um ihm ein gutes Beispiel zu sein. Wurm, Vogel und so.

8.45 Uhr Das Kindlein murrt als ich mich verabschiede, denn um

9 Uhr beginnt mein Wikinger-Training.

9.01 Uhr stehen der Wikinger und ich vor dem Sanitätshaus. Smalltalk. Die Tür ist noch nicht offen. Galgenfrist für mich und meinen Nacken, der heute unfit ist. Aber das soll sich ja ab

9.05 Uhr ändern

9.30 Uhr Ich zittere wie ein Aal auf der Matte. Was hat er nicht verstanden an "war jetzt lange Pause, lass es uns langsam angehen"???

9.45 Uhr ich kann die Arme nicht mehr heben.

9.47 Uhr an mir fährt der Popstar in die Gegenrichtung vorbei. Wir winken uns glücklich zu, da wir uns jetzt doch noch mal gesehen haben.

10 Uhr Ankunft daheim. Das Pippikind ist auch wach.
Wir frühstücken und ich bestücke mal wieder eine Waschmaschine. Da sie gestern aus einem 2-wöchigen Pfadfinderlager zurück ist, ist "alles muss gewaschen werden, was mit war" dran.

11 Uhr ich springe unter die Dusche. Nach ausgiebiger Muskelheißwasserberieselung bekomme ich Gesellschaft unter der Dusche. Leider, leider nur die Isomatte, die nach Angaben von Pippi mit Schneckenschleim übersät ist. Wenn man keinen Gartenschlauch hat, muss man halt kreativ sein. Und der Schneckenschleim ist gefügig und verrieselt sich schnell. Etwas seltsam ist es dann schon, mit Gras an den Füßen die Dusche zu verlassen.

11.30 Uhr Wäschiwaschi Teil 205

12 Uhr Pippi und ich verlassen das Haus Richtung Supermarkt, um noch ein bisschen was einzukaufen.

13 Uhr Wir entsteinen 10 Pfund Zwetschgen und machen uns ein Popstarfreies Mittagessen - sprich: Es darf Weizenmehl und Laktose geben.

14 Uhr Die Zwetschgen kochen. Zeit für eine kleine Portion Popkorn mit Zimt. Wir sind uns einig, dass es das beste Popkorn ever ist.
Während die Zwetschgen jetzt im Ofen schmoren schauen wir eine Folge Shoppingqueen.

Der Nachmittag vergeht mit gewaschene Wäsche zusammenlegen, halbfeuchte Wäsche vor Gewitter retten, Marmelade in Gläser füllen, Wintersachen von Pippi durchprobieren, Küche putzen und schwups ist es irgendwie

19 Uhr Ich sortiere Sachen für ebay aus, empfange Emails.

19.30 Uhr steht ein Verbandswechsel an. Im Pfadfinderlager hat man Pippi ein großes Pflaster verpasst. Leider war die Wunde am Bein eher Wundauflage-mit-Verband-Größe und so haftete die Hälfte der Wunde am Pflaster. Böse. Sehr böse, sieht das aus.

20 Uhr mampfen wir Salat und danach ist Sofa angesagt - sag ich jetzt mal so.
Machte gut ihr Lieben!


 

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