Ab August bin ich Extremkletterer oder Großmeister

Montag, 26. August 2013



Beim Schreiben des Artikels über unseren Buchkonsum im Urlaub, bin ich ja gedanklich über das Thema Fachzeitschriften gestolpert.

Frau busybee ist nun keine 20 mehr und hat schon den ein oder anderen Mann in ihrem Leben kennengelernt – und jeweils mit ihm und seiner Fachzeitschrift zusammengelebt. Dabei reicht die Thematik vom Schachmagazin übers Biken, vom Klettern bis zum Raven. Ich würde mal behaupten, dass 80% als Abo geliefert und gerne Einzelexemplare ähnlicher Themen hinzugekauft wurden.

Eine Zeitschrift zu abonnieren kommt bei Männern einem Vereinsbeitritt gleich. Mit dem Tätigen einer Bestellung wird man in den Kreis der Extremkletterer, Schachgroßmeister und Kochprofis aufgenommen, da ja nur wirklich ambitionierte Mitglieder dieses Bündnis eingehen.

Jeden Monat erreichte (und erreicht immer noch!) ein Zeitschriftenexemplar den Briefkasten des Haushalts busybee. Von dort wird er sorgfältig eingesammelt. Die ersten beiden gelieferten Exemplare werden fleißig geblättert, gelesen und inhaliert. Das dritte Exemplar liegt ein Jahr lang auf dem Sofatisch, weil man ja gerade keine Zeit hat, aber bestimmt am nächsten Abend! Ab dann landen die Hefte ungelesen auf einem Stapel, der aber nicht angerührt werden darf. Denn es schlummern bestimmt unglaublich wichtige Dinge darin! Vielleicht braucht man ja mal den Testbericht vom vorletzten Update einer Musiksoftware. Oder den Fitnesstipp vom November 2003.

Ich kann mich nicht daran erinnern, dass auch nur ein Mann mir erlaubt hätte, eines dieser heiligen Exemplare wegzuwerfen.

Mein Trick besteht jetzt darin, dem Mann zu erklären, dass er die spannenden Artikel ja im Urlaub lesen könne. Dann packe ich die letzten sechs Exemplare ein und schleife sie am Urlaubsort angekommen an seine Poolliege. Entweder liest er dann brav oder eine Wasserschlacht beendet vorzeitig das Leben der ja eh schon ältlichen Zeitschrift. Am Ende des Urlaubs präsentiere ich dann die lädierten Exemplare und gebe zu bedenken, dass das Auto ja sowieso schon so voll sei…

Bisher hats immer geklappt…

1 Kommentare:

  1. Oh ja. Ich pack die alle in sein Büro, dann ist mir das egal.

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