WMDEDGT? 01/15

Montag, 5. Januar 2015

Es ist mal wieder soweit - zum ersten Mal in diesem Jahr möchte Frau Brüllen wissen: "Was machts Du eigentlich den ganzen Tag?"

6.44 Uhr Der Wecker klingelt später als sonst - sind ja noch Ferien und ich muss das Kind nicht aus dem Haus peitschen. Also ein paar Minuten mehr Schlaf für mich. Ein vorsichtiges Drehen des Kopfes sagt: Geht einigermaßen. Migräneattacke vom Wochenende ist überstanden (mach ich gerne arbeitgeberfreundlich)

7.15 Uhr Kurzprogramm ist durchgezogen. Müsli schlummert in der Tasche, Aufgabenzettel für den heutigen Tag sind verteilt.

7.35 Uhr Ankunft im Büro. Nanu, alles hell? Achja, als Einzelkämpfer zwischen den Jahren hatte ich total vergessen, dass ich noch Kollegen habe. Puls geht hoch als ich merke, dass mein Schlepptop wieder nicht auf seiner Station liegt. Wer geht da eigentlich ran, wenn ich nicht da bin????

7.44 Uhr Mir fehlt Urlaub. Echt jetzt. Alle sind unglaublich erholt. Notiz an mich: Nächstes Jahr nicht durchgängig ins Büro gehen. Bringt nix und macht nur unzufrieden.

7.45 Uhr Kalender zücken. Der gute Vorsatz meiner Freunde: Wir melden uns mal alle bei Sabine. Haben wir jetzt drei Wochen lang nicht und jetzt wird es Zeit, unbedingt mal wieder einen Kaffee miteinander zu trinken. Ich bekomme ein bisschen Angst wegen des anstehenden Kafffeekonsums und überlege, wie ich die Verabredungen gleichmäßig verteile, damit sowohl meine Sucht als auch potenzielle Gefahren durch Herzinfarkt gleichzeitig berücksichtigt werden können.

8.11 Uhr Die zweite Tasse Kaffee schmeckt noch gruseliger als die erste.

bis 12.30 Uhr Arbeiten. Adressdatenbank aufräumen - ich langweile mich, aber was muss das muss. Statistiken für 2015 vorbereiten, kopieren. Alles in allem eher sehr umspektakulär.

12.45 Uhr Mich über meine Freisprechanlage freuen. Ich telefoniere quer durch die Republik, organisiere und lande um

13 Uhr bei Sonja. Geheime Mission beginnt. Wir verhandeln hart (*wink zu Johannes), planen und bringen einen neuen Blog auf den Weg. Aber dazu ein anderes Mal mehr.

wuuuuusch …
ist es
16 Uhr Mist. Das Kind hat Ferien und die Mutter rabenmuttert bei der Freundin rum. Naja, der Popstar informiert, dass das Teeniekind glücklich ist mit dem Laptop und sogar schon aufgeräumt hat. Ich bin gespannt.

16.15 Uhr Ankunft daheim. Tatsächlich ist das Kinderzimmer betretbar, das Kind langweilt sich jedoch und beschließt (während ich mich an den Schreibtisch setzte), einen Kuchen zu backen. Aus dem Kuchen wird eine Torte und

um 18 Uhr steht eine fix und fertige Cappuccinotorte vor mir, die sowas von extrem nach Kaffee schmeckt, dass ich etwas erstaunt bin. Das Kind meint nur, dass sie schließlich meine Tochter wäre und sich langsam auf die Kaffeesucht, die genetisch bestimmt ist, vorbereitet. YES!
Wir mampfen zum Abendrot Torte, wie es sich für eine Familie gehört, die auf ausgewogene Ernährung achtet. Um alles auszureizen, was bei dem Kind so geht, löse ich einen "Ich räume die Küche auf und Putze-Gutschein" ein, den ich von ihr zu Weihnachten geschenkt bekommen habe.
Das Telefon klingelt, ich verhandle weiter.
Das Telefon klingelt durchgängig bis

19.20 Uhr Stehe ich gerührt in der Küche, der Popstar kann gar nicht mehr sprechen - unsere Küche blinkt! Wooowww, woher kann sie das? Ich habe noch einen Gutschein für die Küche (und noch ganz viele andere für diverse andere Dinge), den ich sehr gewählt einsetzen werde.

19.40 Uhr Ich entdecke mit Schrecken, dass Boden, die neue Kollektion online hat. DAS GEHT DOCH NICHT! Der Popstar fragt, warum sie mir nicht automatisch alle bunten Kleider zuschicken - ich frag mich das auch. Ich schwelge und blende meinen Kontostand aus …

20.02 Uhr Pippi hat den Fernseher annektiert. Ich bin jetzt müde und verabschiede mich.
Tschüssi, ihr Lieben!


WMDEDGT 12/14

Freitag, 5. Dezember 2014

Es ist mal wieder soweit - zum letzen Mal in diesem Jahr möchte Frau Brüllen wissen: "Was machts Du eigentlich den ganzen Tag?"*

6.30 Uhr: Wecker weckt. Ich bin sofort hellwach, das Hirn springt an und meine ToDo-Listen rattern fröhlich vor meinem inneren Auge vorbei. Die realen Augen gehen jedoch nur schwer auf und verzögern die Klamottenauswahl. Untendrunter ist leicht, da nur noch ein Set sauber ist (wer kommt vorbei und wäscht heute bei mir?). Oben? Jeans.
Jeans ins Büro geht nur selten, aber heute steht körperliche Betätigung und Staub auf dem Programm und Kleidchen sind da eher hinderlich.
Jeans und Bluse. Mir fröstelt etwas mit meiner ausgeschnittenen dünnen Bluse und ich mache mich auf die Suche nach einem ... ähem (wer hätte gedacht, dass ich sowas jemals tragen würde, bzw. dass ich sowas ÜBERHAUPT BESITZE) nach einem Unterhemd. (Wenn es woweit ist, werde ich euch selbstverständlich auch informieren, aber einen Nierenwärmer hab ich noch nicht!). Bluse ist zu weit ausgeschnitten, Unterhemd hat zu viel Spitze, die ich meinen Ingenieuren am frühen Morgen nicht zumuten kann. Suche nach Sicherheitsnadel beginnt.

6.45 Uhr: Holysh.., die Restaurationsarbeiten müssen verkürzt werden. Ordentliche Frisuren werden überbewertet...

7 Uhr: Frühstücksbrote vorbereiten. Ich angel vorgeschnittenes Kürbiskernbrot aus der Box und fasse beherzt in den Beutel. Ähm. Es zerbröselt innerhalb von Sekunden zu tausend Krümmeln. WASISTDASDENN? Ich versuche, vier Scheiben zu bergen, was mir leidlich gelingt. Die Idee: Im Toaster zusammenbacken, dann Butter als Klebemittel nutzen. Der Toaster spuckt nur Krümmel aus. War wohl keine gute Idee, aber mangels Alternativen belege ich Salamischeiben mit Brotkrümmeln.

7.10 Uhr: Pippi erscheint gut gelaunt. Noch mehr Überraschungen am frühen Morgen, denn sie muss mir verschwiegen haben, dass sie sich an einem englischen Internat angemeldet hat. Kleid im Schottenkarolook mit dunkelblauem Blazer, das Haar 1a geglättet.
Wo ist mein Wuschelkopfkind hin?
Das Mutterherz ist begeistert. Das Mutterherz weiß aber auch, dass sowas nicht ohne Grund geschieht. Verliebt in einen Schotten?
Da die ToDo-Listen gerade allgegenwärtig sind (siehe 6.30 Uhr), erscheint ganz schnell der Grund: Unterschrift unter Englandaustausch setzen. Meine Reise-Pippi hat entdeckt, dass Schüleraustausch ein anerkanntes Mittel zum Kofferpacken ist. Da ich selbst gern unterwegs bin (wen soll ich mal besuchen kommen?), kritzel ich schnell mein busybee auf das Formular. Der Schreck über den Preis wird aber ganz schnell mit dem Schreck über den Ort (Eastborne! Bääähhhh! Da hab ich doch schon fröstelnde Tage bei schlechtem Essen verbracht! Aber bös verliebt war ich ...) kompensiert.

7.20 Uhr: Abwurf Pippi an der Schule.

7.25 Uhr: Es muss glatt sein. das Streufahrzeug, dass vor mir her zockelt, blinkt erschreckend hell. Ich halte Zwiesprache mit meinem kleinen italienischen Auto, dass es sich nicht vor dem Winter fürchten soll - es besitzt nämlich seit neuestem schicke Winterreifen mit unglaublich superduperultraprotzigen schwarzen Felgen. Ich bin von mir selbst begeistert.

7.40 Uhr: Ich schleiche noch immer. Es ist aber heute schnelles Schleichen - alle scheinen frei zu haben. Ich nicht.
Deswegen: ToDo-Liste aufrufen. Schleichen und Nachdenken geht ganz prima. Meine Laune wird schlagartig um mehrere Punkte schlechter. Die Woche war ... besch ... ähm ... suboptimal. Der arme Popstar musste meine miese Laune öfter mal ertragen. Zu viele Projekte, die stocken. Zu wenige Entscheidungen, die getroffen werden mussten, zu viele Anfragen, die nie beantwortet wurden - auf gut Deutsch: Ich stecke fest!

7.55 Uhr: Ankunft Büro. Kurzer Check der Elektronik an unseren Ausstellungsstelen - alles blinkt, wie es soll. Sehr gut. Kaffee zapfen.

ab jetzt: arbeiten, arbeiten

12.20 Uhr: Der Versand ruft an, dass ein Geschenke für mich abgegeben würde. ich freue mich wie ein Plätzchen. Es ist ....
Es ist ...
Es ist eine fantastische Schreibtischunterlage mit allen wichtigen Messeterminen der Automationsbranche.
Super.
Menno. ich mag wieder in einer hippen Agentur arbeiten.

12.30 Uhr: Uaaaahhh, ich hab doch heute frei! Ich wollte doch um 12 Uhr gehen! Also, die Post ist jetzt wieder zu (das 4. Päckchen, ihr erinnert euch?). Nach Hause brausen.

13 Uhr: Der Popstar hat gekocht. Schnell mampfen.

13.15 Uhr: Abstimmung diverser Themen. Wir kommen ins Trudeln, denn um

13.19 Uhr kommen Pippi und ihr Oma heim und um

13.30 Uhr klingelt es schon wieder. Wir machen jetzt in Immobilienmakler und führen die Wohnung über uns Freunden vor. Das machen wir genau drei Stunden lang (woooooooowwww), denn um

16.30 Uhr fällt dem Popstar auf, dass er sich eigentlich dringendst Richtung Jahrhunderthalle nach Frankfurt aufmachen sollte. Arbeit ruft und so.
Mich ruft Pippi, Pippi-Oma, Wäsche und eine völlig verlotterte Wohnung.
Es folgt ein schneller Infoaustausch mit der Oma bezüglich Weihnachtsgeschenken für Pippi. Wäscheberge werden abgearbeitet, die Küche kann man schon wieder betreten …

18.30 Uhr Noch ein paar Runden durch das Postfach. Ich bin müde. Echt jetzt. Die Energie lässt nach. Also: Liebe Menschen (Johannes, Mike, Tanja und viele andere), die ihr heute nicht die versprochene Mail, das Telefonat oder ähnliches von mir erhalten habt - ich werde es nachholen. Liebe Post: Morgen komm ich.

19.20 Uhr Ich werde jetzt noch den Wunschzettel meines allerliebsten Patenkindes ins Handy speichern, damit ich morgen in Frankfurt nichts vergesse. Dann kommt ziemlich viel sehr heißes Wasser in die Badewanne und noch mehr Schaum. Wenn ich durchgegart bin, folgt nicht mehr viel.
Ich wünsch euch was!

WMDEDGT? 11/14

Mittwoch, 5. November 2014

Frau Brüllen fragt einmal im Monat: Was machst du eigentlich den ganzen Tag? Wen es interessiert, dem sei die spannende Lektüre meines Tages hier empfohlen, die anderen findet ihr HIER!


5.36 Uhr Eine Push-Nachricht teilt mir mit, dass Obama die Mehrheit im Kongress verloren hat. Das ist zwar schade für ihn, aber ich bin nicht begeistert, dass mein Hirn sofort anspringt. Schließlich habe ich ja mal Politik studiert und die USA waren mein Schwerpunkt – sitzt einem wohl in den Knochen. Gut zu wissen, dass das Hirn noch funktioniert, ich lege es aber wieder schlafen.

6.30 Uhr Jetzt, wo er loslegen darf, ist der Kopf bockig. Der letzte Traum von dem Event letzter Woche wabert durch die Gehirnwindungen, während ich in den Kleiderschrank starre. Ich greife nach Hose (häää?, warum???) und Bluse und ein kurzer Termin-Checkup verrät, dass das ok ist – keine Aufsichtsratssitzung, nix Aufregendes. Mein Handy verrät mir außerdem, dass die Fahrzeit zum Büro zur Zeit 18 Minuten beträgt. Warum tut es das? Notiz an mich: Kind darf keine Einstellungen mehr an meinem Handy verändern, damit es mir ungefragt Nachrichten zukommen lässt.

6.45 Uhr Die Fahrzeit beträgt jetzt 30 Minuten.

6.47 Uhr Kaffee läuft durch Gehirnwindung. Ich schaue kurz über einen Newsletter, den ich gestern noch verfasst habe. Bringt nix, ich verschiebe auf später.

6.50 Uhr Pippi erscheint in einem Sommerkleid und ist nicht zu bewegen, es gegen etwas Wolligeres zu tauschen. Zumindest eine Weste kommt drüber und Stiefel drunter. Geht doch. Das Frühstück wird wie immer verschmäht, was mich heute nicht wirklich stresst. Je früher wir aus dem Haus kommen, desto besser. Durch den angekündigten Bahnstreik steht das Rhein-Main-Gebiet schon jetzt still. Fahrzeit laut Handy: 45 Minuten – leider geht heut mein Weg zusätzlich noch durch die Stadt, weil ich Pippi wegen verstauchten Knöchels an der Schule abwerfen muss. Sie pienzt nur ein bisschen wegen des Knöchels, weil sie genau weiß, dass sie selbst dran Schuld ist. Abseilen ist halt immer besser als Abspringen beim Klettern …

Entschuldigung für den Sportunterricht schreiben, Schwimmtraining geht trotzdem (ihr erinnert euch: Jungfrau, Kind, Schwimmen, Jugend trainiert für Olympia?)

7.02 Uhr Wir sitzen im Auto. Pippi freut sich, so früh in der Schule zu sein. Ich hinterfrage es nicht, da es bestimmt mit nicht gemachten Hausaufgaben oder einem Jungen zu tun hat ;-)

7.12 Uhr Ich sitze allein im Auto

7.30 Uhr Schritttempo. Ich bin müde. Gestern war ein wirklich anstrengender Tag, der organisationstechnisch spät endete. Und zum Runterkommen, ähhh Weiterbilden, gab es dann den Rest der 7. Staffel Weeds (Ich bin mir nicht so sicher, ob ich in meinem nächsten Leben wirklich Drogenhändlerin werden möchte. Die Verdienstmöglichkeiten sind wohl okay, aber der Stress mit der Familie liegt in keinem Verhältnis. Beim Kaffeekonsum der Protagonistin kann ich zumindest locker mithalten – ich halte euch auf dem Laufenden)

7.50 Uhr Stehtempo

8.00 Uhr Schleichtempo

8.12 Uhr Ankunft im Büro. In meinem Büro hat irgendwas ohne mich stattgefunden. Was machen all die Kisten hier??

8.20 Uhr Kaffee. Naja, zumindest das, was man hier so „Kaffee“ nennt. Kollege ist betrübt, dass er mir heute meine Tasse nicht spülen darf. Jeder hat so seine Vorlieben, aber heute muss ich ihn leider enttäuschen. Tasse ist schon voll.

8.40 Uhr Ich erledige alles, wozu man im Wareneingang etc. vorbeischauen muss – morgens sind alle dort so müde, dass man unbehelligt durchflutschen kann. Spart viel Zeit

8.50 Uhr Schreibtisch. Hier werde ich heute voraussichtlich ordentlich was zu tun haben. Postfach ist voll bis zum Anschlag. Das private ist erfreulicher, aber auch irgendwie mit Todos versehen. Schnell eine Mail an den Wikinger, dass er heute Strom spart. Kalender hat nämlich Termin verschluckt. Wikinger und Unterwikinger sind nicht amüsiert und mailen gleich zurück. Gibt es nicht genug Leute, die ihr sonst so quälen könnt?? Es folgt ein Anmeldeformular zum Anfängertraining Ironmen. Ja, klar.

9.00 Uhr Cheffe erscheint gut gelaunt. Das ist erfreulich, denn sonst sind alle muffelig. Er verkündet die Neuigkeit, dass ich eine Azubine bekomme. Ich bin irritiert, da ich selbst weder Bürokauffrau noch sonst irgendwas in der Richtung bin. Ich schau mal, ob es Bücher zum Thema Eierlegendewollmilchsau bekomme.

10.40 Uhr Ich rotiere, tabellenkalkuliere, messeversichere, agenturknechte. Langeweile ist anders. Die Kollegin beichtet, dass es dieses mal keine Nudeln aus Italien für den Popstar gibt. Himmel, wie soll ich ihn denn da über den Winter bringen?!

12.30 Uhr Hungertod. Jetzt. Frühstück war ja nur der Kaffee, dann hab ich es vergessen. Ich mache mich auf die Suche nach Nahrung und finde in einer Messekiste Nüsse. Sind ja sehr gesund ... *räusper

15 Uhr Wieder daheim.
Auf dem Rückweg noch einen Zwischenstopp beim Grafiker meines Vertrauens gemacht. Brauchte schnell mal ne Headline und ein bisschen Copy. Weil mein Hirn von den Nüssen ganz arg frisch war, mussten wir auch nur kurz draufschlagen bis was rauskommt. Locker ist anders. Ich ergänzte dort mein Mittagsmahl mit einem frischen Wässerchen und ein paar aufmunternden Worten.

16.30 Uhr Telefonieren. Newsletter schreiben. Nach dem Event ist vor dem Event. Wäschewaschen.

17 Uhr Pippi steht an der Schule und sieht ein bisschen verfroren aus - würde sie aber nie zugeben. Sie ist gut gelaunt und bringt die Ohren vom Popstar und mir innerhalb der nächsten Viertelstunde zum Bluten.

17.15 Ankunft im Biosupermarkt. Der Popstar braucht unbedingt TK-Dinkelpizza. Leider ist diese nicht aufzufinden. Das ist der Augenblick, in dem die Stimmung kippt. Der Popstar möchte sich weinend vor der Tiefkühltruhe wälzen, Pippi muss die Nase pudern, Frau busybee versucht konzentriert, die Einkaufsliste abzuarbeiten.
Das Weiterziehen zum nahen Drogeriemarkt wird nur akzeptiert, weil es dort ein Toilette gibt. Pippi verschwindet. Ein Phänomen, das ich nie nachvollziehen kann: Auf öffentlichen Toiletten länger als eine Minute zu verweilen. Es bleibt genug Zeit, einzukaufen und zu bezahlen bis sie wieder erscheint. Richtig schlecht wird ihre Laune, als ich ihr mitteile, dass wir genug Haargummis besitze. Sie findet mich doof - und teilt das quer durch die Drogerie allen mit. Glücklicherweise bellt neben der Tür ein Tier, dass wie eine rostige Tür klingt. Ich tippe mal auf Hund. Jedenfalls war er noch lauter als Pippi…

18 Uhr Heimfahrt. Das Kind schmollt mit ipod im Ohr

18.30 Uhr Verräumen der Sachen. Dabei mit Grafiker telefonieren und Pippi erklären, dass wir dort den Taschenrechner kaufen, wo er am günstigsten ist und nicht dort, wo alle ihn kaufen. Ich bin die doofste Mutter auf der Welt! Glücklicherweise habe ich ein sonniges Gemüt und bin multitaskingfähig.

19 Uhr Pippi will nicht nur einen Taschenrechner, sondern auch das Schulessen umbestellen. Ich hasse diese Aktionen - Pippi weiss das. Ich füge mich und drücke auf Anweisung wahlweise auf "Vollkornnudeln mit Tomatenpesto" (graue Pampe mit roter Soße), "Fischrisotto mit Kartoffelpüree" (graue Pampe mit gelber Pampe) und bin über meine Avocado froh, die vor mir liegt. Wenn schon kein Stromsport, dann wenigstens gesundes Essen.

Ich werde mich jetzt konzentriert an den letzten Newslettertext machen, das Kind ans Bett fesseln und wenn alles gut geht noch ein bis zwei Folgen Weeds schauen.

Macht sch einen schönen Abend und bleibt mir gewogen! See you!



 

© *** busybee All rights reserved . Design by Blog Milk Powered by Blogger