New in im Bienenhaus

Mittwoch, 20. Juni 2012

Ich liebe Onlineshopping! Und ich liebe Shops, die etwas abseits vom 0815-Sortiment sind. Und deshalb musste ich unbedingt Anthropology ausprobieren - zumal sie das perfekte busybee-Produkt hatten: Einen BIENENKLEID!
Hallo? Irgendwelche Argumente dagegen? Mir ist nicht ein einziges eingefallen und nachdem Pippi von den kleinen Schälchen hingerissen war, war der Warenkorb in Sekundenschnelle beladen und abgeschickt.
Eine Lieferung von England? Ich habe nicht vor 3 Wochen damit gerechnet, aber nach 4 Tagen war das Paket da! Und sooo schön verpackt!
Allein der Lieferschein hatte diesen hinreissenden Umschlag




Also, hier jetzt das Kleid:(Es sitzt übrigens wie angegossen und ist qualitativ wirklich hervorragend!)


Und die süßen Schälchen:




And now: Something completely different... oder: Sex sells ;-)

Montag, 4. Juni 2012

Heute mal kein Schulfrust mit Pippi, keine verunglückten Backrezepte, dusseligen Unfälle und Wäscheorgien. Kein Hausfrauenglück.
Heute mal: Sex sells!
Jaaaaaa!
Dachte ich doch bei mir: Wenn ich mal über sexy Dinge blogge, bekomm ich gleich mehr Leser. So viele Leser, dass demnächst RTL2 eine Reportage über die schamlose Hausfrau macht, die eines Tages beschloss, mal aus dem Nähkästchen zu plaudern.


Ich muss euch enttäuschen: Keine Schmuddelbee für euch.
Aber nun ganz von vorne:
Wie meinen treuen Lesern ja bekannt ist, ist mein Holdester - genannt auch der Popstar - in der Musikbranche unterwegs und verdient damit unsere Würstchen ("Mama: Nicht Brötchen! Würstchen! Wir sind doch Fleischetarier!").
So kommt es dann ab und an mal vor, dass wir uns auf Veranstaltungen bewegen, bei denen die Kittelschürze mal daheim bleiben muss. Schade eigentlich, aber Abwechslung tut gut!
Da sind die Absätze dann auch höher und der Kleidersaum dafür kürzer. Und Frau busybee permanent auf der Suche nach passenden Outfits, denen man nicht 5x begegnet, weil sie aus der aktuellen Kampagne von Hasi und Mausi stammen (oder der Cruisecollection von Haumichtod oder wem auch immer). Bei dem Thema kann Frau busybee ziemlich unleidlich werden. Ach was! Unglaublich unleidlich! Weil man halt irgendwann keine 14 mehr ist und billige Polysterseide halt nur noch billig aussieht. Und man sein gesamtes Gehalt dann doch nicht in Armani investieren will.


Und so mault sich Frau busybee mal mehr oder minder passend bekleidet durch die Abende. Und irgendwann maulte sie einer netten Dame ins Ohr, dass es nichts Schönes für Frau busybee gäbe, das  nicht vulgär aussieht, aber trotzte sexy ist und überhaupt. Da die nette Dame unglaublich gut gekleidet war, wähnte sich Frau busybee bei der richtigen Adressatin.
Naja, halbrichtig gewähnt.
Denn bei dem aktuellen Problem konnte sie nicht wirklich helfen, aber wie das bei plaudernden Frauen so ist: Man kommt vom Hölzchen aufs Stöckchen und irgendwann berichtete sie, dass sie Dinge verkauft, die sexy sind, aber nicht schlüpfrig. Sachen mit Niveau.
"Holla!" dachte sich Frau busybee "bitte kein Erotikspielzeugvertrieb!"
(Ha! Endlich komm ich zu "Sex sells!")
Nein, meine neue Bekanntschaft hat einen sehr schönen Onlinestore mit hochwertigen Dessous und sinnlicher Abendmode.
Sehr fein. Ganz ehrlich. Und was wir Frauen ja sehr schätzen: Nicht schmuddelig.
Und wenn ich etwas für Zeigenswert halte, dann  hier jetzt für euch:





Was ich sie unbedingt noch fragen muss, was ihr Laden mit der Indianerprinzessin zu tun hat!?



Mein liebes Kind

Mittwoch, 23. Mai 2012

Frau busybee besitzt eine "Immerbereit-Handtasche" von einem deutschen Markenlabel mit typischen Nieten und "Kind" im Namen. Nicht meine edelste, aber die praktischste, weil - halt immer bereit. Passt mit ihrem peppigem Mausgrau zu allem und hat praktischerweise einen Schultergurt, der auch mal schnell quergelegt werden kann, wenn man die Hände für Wichtiges braucht wie beispielsweise Schuhe aus dem Regal angeln oder niedliche Tops anderen vor der Nase wegschnappen.


Ihr seht: Ein elementares Teil meiner Mädchenausrüstung.
Leider, leider ist diese Tasche jedoch Teil eines dramatischen Vorfalls geworden - mit meinem anderen Kind. Das hat nämlich - wie es alle Mitbewohner immer gerne machen - mal wieder alles in Frau busybees Handtasche geworfen, was IHRE Hände von Wichtigem abhält (Stifte kaufen!). 
Ist schon klar: Mit der Geburt eines Kindleins unterschreibt man ja automatisch einen Vertrag als Sherpa. Mit den Jahren kennt man  alle Tricks, wie man gematschte Bananen, geplatzte Joghurtbecher, tote Gummibärchen oder Gebasteltes aus Naturmaterialien aus dem Innenfutter der Handtasche kratzt entfernt (ich habe Wickeltasche und Co immer gehasst und alles in meine normalen Handtaschen gequetscht. War dadurch auch gerne eine Rabenmutter, weil natürlich die vorgeschnippelten Äpfelchen für den Spielplatz nicht reinpassten und mein Kind sich immer durchschnorren musste. Dafür hat sie jetzt Selbstbewusstsein!). 


Das ist übrigens die Taschenrückseite! Unter der Rose befindet sich der Edding-See. Aus den Restflecken könnte ich lustige Käferchen malen...


Leider, leider kenne ich keinen Trick, wie man ausgelaufenen Edding aus vorgewaschenem Leder entfernt.
Großflächig ausgelaufen. Außen schön sichtbar.


Frau busybee hat sich zu Tode gegoogelt, was zu tun ist, denn es ist schon anstrengend die Tasche immer so aufzunehmen, dass man die Flecken des Grauens nicht sieht.
Gestern dann bei Hasi und Mausi die Erkenntnis in Form einer großen Lederblüte:
Erste Versuche mit Festpinnen durch broscheneigene Nadel misslangen, da sie noch vor Durchstoßen des Leders die Biege machte - im wahrsten Sinne des Wortes.
Heute dann operative Entfernung der Nadel plus Haarklammer. Macht euch übrigens nie Sorgen, dass beides bei Gebrauch mal abfallen könnte. Das ist so bombenfest verschweisst, dass es sage und schreibe 35 Minuten dauerte! Was benutzen die Menschen in Indien für Kleber?1?


Blüte ab.
Spezialkleber Extrastrong drauf.
Blüte festdrücken.
Hände nur schwer wieder abbekommen.
Blüte dran.


Ich bin gespannt, wie lange das halten wird. Und ob deutscher Markenklebstoff so gut wie indischer ist....

Tränen lügen nicht...

Montag, 21. Mai 2012

Ich liebe es ja in anderen Blogs zu stöbern und nach Inspirationen zu suchen. Finden tu ich meist eine ganz Menge, umsetzen die wenigsten. Weil: Keine Zeit, wieder vergessen oder vom Hund gefressen ;-)
Ein Post von Bee (kann ja nur gut sein bei dem Namen!) hat jedoch mein Leben verändert - mit diesem Teilchen:

Das ist ein sogenannter Tangel Teezer (gibt's bei dm) und seit ich ihn besitze, hat sich die Tränenrate in diesem Haushalt halbiert - ach, was sag ich: verviertelt ;-). Sieht nach Pferdepschweifpflegekamm aus, ist aber für Pippi und mein Haupthaar bestimmt und entwirrt alle Hexennestchen, Knoten und Co, ohne zu Ziepen. Ich sachs euch: Der Knüller!
Und weil die Tränenrate nach Einführung in den Haushalt kurzzeitig nach oben schnellte, weil ich es nicht uneingeschränkt Pippi überlassen wollte, gabs zum Mädchengeburtstag einen eigenen - in coolem Schwarz und als Reisevariante mit Schutzblech (oder so).
Jetzt müssen wir nach einem neuen Grund für Tränen suchen - dürfte in unserem Weiberhaushalt nicht zu schwer sein...

Frühlingsgefühle oder: Das Bein muss ab!

Dienstag, 20. März 2012

Trallala, der Frühling ist da!
Und der Popstar ist wieder unterwegs. Denn merke: Je wärmer, desto mehr Auftritte.
Das hat seine Vor- und Nachteile. Einer der Nachteile: Ich bin am Wochenende meist allein daheim. Der Vorteil: Ich bin am Wochenende meist allein daheim. 
Auf dem Sofa rumfläzen. Verbotene Sachen in mich reinstopfen. Unterdurchschnittlich literarisch anspruchsvolle Zeitschriften lesen. Und so.
Letzten Samstag wurde ich dann aber jäh aus meinem Mädchenglück gerissen und durfte den Helden auf eine Veranstaltung begleiten. Und wie eingangs ja schon erwähnt: Der Frühling ist da! Und das Motto der Veranstaltung war eines meiner Lieblingsthemen: Springbreak. Ich denke da natürlich ausschließlich an Schmetterlinge, sprießende Blümchen und laue Luft und versuche all die anderen mit diesem Thema verbundenen Assoziationen zu verdrängen.


Und so macht sich ganz schnell die Frage breit: Was zieht frau an. Um die Sache abzukürzen: ich stand irgendwann mit Blümchenkleid vor dem Spiegel und Pipi rief: "Mama, mit den Beinen kannst du unmöglich weg! Das sieht besch... aus!"
Super.
Ganz super.
Ich muss gestehen: Mit meinen 1,59m bin ich kein gazellenartiges Wesen und als Beindouble wegen fehlender sportlicher Aktivitäten auch nicht unbedingt geeignet, aber ganz schlimm ist es auch nicht. Sie sind weder adipös, noch unrasiert. Einfach meine Beine halt.


Worauf Pipi mit entsetzten Augen starrte, sind zwei riesige Narben - eine rechts und eine links. Und diese Narben sehen natürlich auf winterweißen Beinen nicht superdoll aus. "Ach Frau busybee, das sind halt Narben, da machen Sie sich besser nichts draus. Die stören niemanden," könnte man jetzt rufen.
Aber sie stören.
Sie stören vor allem deshalb, weil sie nicht in heldenhafter Pose beim Bergen eines Kindleins aus einer Gletscherspalte entstanden sind. Oder beim Sturz vom Fahrrad beim Ironman.
Nein. Leider nein.
Frau busybee fiel in hochhackigen Schuhen eine Wendeltreppe runter. Auf den Schienbeinen. In einem Club. Vor vielen Leuten.
Muss ich mehr sagen?


Und warum sind die Narben so heftig? Weil Frau busybee ja gerne bei den eleganten Italienerinnen abguckt, die gerne ganz feinmaschige Netzstrümpfe tragen (sieht man kaum und man ist trotzdem super angezogen!). Und diese Netzstrümpfe arbeiteten sich während meines Schienbeinrutschers in die offenen Wunden. 
Und damit es auch wirklich peinlich ist und man noch Jahre später was davon hat, sprang mir gleich die helfende Geschäftsführerin mit Sakrotan entgegen, das sie großzügig mit folgenden Worten in die Wunde sprühte. "Ei man weiß ja nie, was da für Schmodder so auf der Treppe rumliegt. Was da so alles abgeht!"
Ich hab den Satz erst spät kapiert, da ich ansonsten damit beschäftigt war, nicht zu laut zu heulen. Oder so. Die Contenance war nur schwer zu halten...
Das ist jetzt 4 Monate her.
Und es sieht wirklich beknackt aus. Keine Frage.
Auch mit hautfarbenen Strumpfhosen.
Krise am Samstagabend.
Krise für den Rest des Frühlings.

"Never change a winning team" oder: frau busybee goes gothic

Mittwoch, 7. März 2012

Meine Haarfarbe ist glänzend schokoladenbraun mit leuchtenden Lichtreflexen aschbraunstraßenköter. Alle in der Familie sind da klar definiert: Entweder ebenholzbraun/schwarz oder aber blond. Bei mir wurde der Genpool ordentlich gemixt und wie wir bereits im Kindergarten gelernt haben - wer alles nur übereinander mischt, bekommt Matschfarbe.


Deswegen kommt in regelmässigen Abständen Coloration drauf. Gut und günstig aus der Drogerie meines Vertrauens, gerne auch mal zwei Päckchen wegen der Länge und der Dicke meiner Haarpracht.
Gestern wars mal wieder so weit. Da wir aber fasten (keine Ausgaben, die nicht lebensnotwendig sind) und ein Friseurbesuch somit auf nach Ostern verschoben werden muss, gabs einen Ausflug in die Drogerie. Der Kleien Fastenbrecherkobold rief: Juhu! Endlich ein bisschen Luxus seit 3 Wochen, da kaufen wir doch mal was ganz Tolles für die Haare! Ein Becher zum Shaken der Haarfarbe und gaaaanz einfachem Auftragen. Perfekt (und doppelt so teuer wie mein herkömmliches Mittelchen)!


Abends dann: Entwickler und Farbe shaken im Becherchen. Ganz ehrlich: Der entstehende Schaum ist grandios und richtig fest. Da muss jedes Chemikerherz höher schlagen!
Rauf auf die Haare, runter von den Haaren. Fönen. Ab ins Bett.


Heute morgen vor dem Spiegel: OMG!
Dunkel. Dunkelbraun. Hellschwarz. Und mit jener Glanzlosigkeit, die man nur bei Schwarz erreichen kann. Noch ein bisschen Puder ins Gesicht und ich bin bereit für jede Gothicparty.


Ist ja nicht so, also ob ich das nicht kennen würde...
Frau busybee war schon immer sehr experimentierfreudig und schlürfte grüne Cocktails aus Regenrinnen (Regenrinnen!) in Technoclubs (erzählt das bloss nie Pipi! Niemals!), zerstörte sich die Achillessehne beim Pogo und stampfte lustig ernsthaft auf Gothicveranstaltungen. Muss man ja alles mal gesehen haben. Und jetzt wohne ich nun mal in einer Stadt, in der einmal im Monat die größte Gothicveranstaltung in Deutschland stattfindet. Was mich aber davon abhielt, der Szene mehr als nur ein "kann  man mal hingehen aus Spaß" abzugewinnen: Ernsthaft ernste junge Menschen mögen meinen Humor nicht, ich find weiße Schminke und schwarze Haare mittelmässig toll und ich hasse Patchouli!
Mein Schwesterlein war da schon viel ernsthafter bei der Sache, aber ihre rosa Elfenflügel kamen auch nur mittelmässig gut an. Aber sie hat länger durchgehalten und war der Schwarm eines Herren, den man damals öfter mal auf dem Cover von szeneeigenen Zeitschriften fand - mit Schwert. So ala Highlander. Irgendwie haben wir die Vorliebe für Musiker...


In diesem Sinne: Ich such jetzt mal nach ner Mütze und nach dem Nietenhalsband...

Keep Cool

Freitag, 30. Dezember 2011

Frau busybee und der Popstar sind grad im Freizeitstress. Pippi bei der Oma und keine Auftritte zwischen den Jahren. Also müssen wir uns zwingen, das Haus zu verlassen und/oder Dinge zu tun, die andere Paare unterm Jahr auch so machen.
Flach fällt dabei schon mal alles, was irgendwie mit Musik oder Club zu tun hat. Soll ja auch Freizeit sein für den Popstar - und für mich... Kino find ich mittlerweile UNGLAUBLICH teuer - zumindest, wenn dabei noch Kalorien und Kohlehydrate abgedeckt werden sollen (müssen). Gibt's bei uns aufm Sofa günstiger, ist aber nicht Sinn der Übung.
Also Übung 1: Essen gehen mit Freunden. Mit Bravour gemeistert.
Übung 2: Museumsbesuch
Übung 3: Bummel in der großen Stadt.

Übung 2 und 3 lassen sich perfekt kombinieren, zumal im Anschluss noch Übung 4 folgen soll (Treffen mit Freunden, die man seit einem Jahr treffen wollte - aber das wird eine andere Geschichte).

Strategisch setzte ich das Bummeln vor das Museum, denn wenn die ersten Ermüdungserscheinungen beim Popstar auftreten, kann man ihn notfalls im Museum auch auf einem Bänkchen parken.

Also frohen Mutes in dei Stadt gefahren, volle Parkhäuser ignoriert und Menschenmassen ausgeblendet. Man will sich nicht die Laune verderben lassen. Erste Andeutungen des Popstars, dass man schon irgendwie blöd ist, zwischen den Jahren in die Stadt zu fahren, werden charmant über-plaudert.

Frau busybee muss sich unbedingt den neuen Urban Outfitters-Laden ansehen. Kennt sie ja noch von ihrer Zeit im Amiland und war damals für sehr cool befunden worden. Ist aber aber jetzt auch schon 10 Jahre her und diese 10 Jahre addieren sich automatisch noch auf das eigentliche Alter von Frau busybee als sie das Angebot begutachtet.
Ich gestehe: Es gibt dort ziemlich coole Sachen. Auch Sachen, die ich gern hätte. Aber die Leggins mit dem pastellfarbenen Inkamuster gingen schon in den 80ern nicht. Und das Mädel, das aus der Umkleidekabine tritt, sieht ähnlich dämlich aus wie ich in dem Alter. Nur die Dauerwelle fehlt!
Der Popstar findet die Treppen cool und mutmaßt, dass der Eckendreck extra designt und morgens ausgestreut wird.
Wir finden uns uncool.

Wir beschließen, in einen großen Elektronikmarkt zu gehen, um "Die Päpstin" auf DVD zu holen. Haben wir zur Hälfte gesehen. Dann brach die Aufnahme auf dem Receiver ab. Ich guck doch keinen Papstfilm, um den Höhepunkt zu verpassen...
Nach 5 Minuten läuft ein Schweißfilm die Wirbelsäule runter und der Film ist uns egal.
Wir finden die Klimaanlage uncool.

Jetzt will Frau busybee unbedingt in den amerikanischen Laden mit dem großen H mit den halb nackten Männern vor der Tür. Man will ja was in der großen Stadt erleben, wenn man sich schon mal aus der Provinz schält. Wie immer steht dort eine Schlange vor der Tür. Der Popstar gibt uns 10 Minuten Wartezeit - wenn wir bis dahin nicht drin sind, blasen wir alles ab.
Es dauert 8 Minuten und der Popstar ist noch immer gut gelaunt. Kurz denke ich über Trauringe nach.
Kurz hinter dem Eingang wird Frau busybee von einer Gruppe Teenies überrannt. Kann die Täter aber nicht ausmachen, weil es zu dunkel ist.
Finde tatsächlich eine unglaublich weiche Sweatjacke mit angedeutetem Schäfchen in der Kapuze, die ich haben muss. Größentechnisch wende ich mich an einen knackigen Jüngling, der mir ein "Welcome to the beach" entgegenschmettert.
Strand mit Tornado. Ich versteh nix, weil die Musik in Clublautstärke spielt.
Der Popstar findet die Mucke cool und auch die Fenster, die einem vorgaukeln, auf Wellen zu schauen.
Ich verlange nach der größten Größe und fühle mich irgendwie fett. Macht nix. Die Jacke kuschelt optimal.
Nach meinem Zeitplan müssten wir zu diesem Zeitpunkt wieder auf dem Weg zum Auto, Richtung Museum sein. Nach dem neuen Zeitplan stehen wir wieder am Eingang. Diesmal drinne. Vor uns eine Schlange durch den gesamten Laden.
Der Popstar wird maulig. Die beiden Mädels, die sich nach 20 Minuten Wartezeit vordrängeln wollen, leben kurzzeitig sehr gefährlich. Der Schweißfilm vom Elekronikmarkt wird wieder aufgewärmt und fließt munter. Ich bin maximal uncool und maule lauter, der Popstar stiert stoisch vor sich hin.
45 Minuten hinterm Zeitplan.
Ich versuche mich aufzuheitern, indem ich den Popstar lobe. Er versteht mich nicht. Es ist immer noch laut.
60 Minuten hinter dem Zeitplan, kurz vor der Kasse, wird der kulturelle Part des Ausflugs gestrichen. Der Popstar bietet letzte Kräfte auf und ist auch noch freundlich zur Kassiererin. Eigentlich steht er doch gar nicht auf blond?
Wieder draussen fühlen wir uns ermattet und kaum mehr in der Lage, einen klaren Gedanken zu fassen. Und man darf es noch nicht mal erzählen, wo man war, weil man sonst direkt für unzurechnungsfähig erklärt wird.
Ich geh jetzt mit meiner neuen Jacke kuscheln. Die muss jetzt den Kaufstress ausgleichen.

reingequetscht

Dienstag, 13. Dezember 2011

Entgegen der Annahme, dass ich jetzt mit ohne Job (noch hab ich ja offiziell einen, muss aber nicht mehr hin), meinen Tag mit Unterschichtenfernsehen im Jogginganzug verbringe, bin ich noch ganz ordentlich in kleidungstechnischer Hinsicht. Ich muss ja adrett aussehen, um Grundsatzdiskussionen mit Grundschullehrerinnen zu führen (wollte ich schon immer mal, fehlte doch immer die Zeit ;-), mich für neue Herausforderungen coachen zu lassen und beim Götterboten Paketmassen abzuliefern. Und weil ich ein Mädchen bin, trage ich nicht nur gerne Kleider, sondern auch der Temperatur angemessene dicke Wollstrumpfhosen.


Ich muss gestehen, dass ich seit meinen Plätzchenbackorgien ein, zwei Pfündchen mehr auf meinen Hüften lasten. Und Cheffe stresst ja jetzt auch nicht mehr, so dass sie sich dort durchaus häuslich eingerichtet haben.


Heute morgen schnappte ich mir aus der Strumpfschublade eine schwarze Wollstrumpfhose. Entknuddelte sie. Zog sie lang. Steckte Fuß eins hinein und zog sie bis zum Knie.
Seltsam eng.
Zog sie bis zum Anfang des Oberschenkels, wo sie wegen mangelnder Dehnbarkeit stoppte.
Sehr seltsam eng.
Frau busybee erst frustriert, dann peinlich berührt.
Fett isse geworden.
Oder der Trockner war zu heiß.
Eher fett.
Frau busybee startet einen letzten Versuch und findet im Schritt beim Zerren auch noch ein Loch.
Frau busybee ist wütend, ist die schwarze Strumpfhose doch nagelneu gewesen. Und während sie nachprüfen will, welche Firma sie ab heute meiden möchte, springt ihr ein seltsames Schild ins Auge.
"Größe 12-13 Jahre"
Suuuuuuuuuper!
Keine adipösen Beine! Die Strumpfhose von Pippi wars!
Und der Ehrgeiz, da wieder hinein zu passen, hält sich einfach in Grenzen!


Ich schau mal, wo meine Strumpfhose abgeblieben ist...
 

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