Tagesstatus

Montag, 23. November 2009

Mein Kollege hat gerade seine Autotür nicht auf bekommen. Hier stürmt es so unglaublich, dass sogar gestandene Männer kaum vorwärts kommen. Ich habe ein bisschen Bauchweh, dass Pippi in die richtige Richtung nach Hause geweht wird...

Die Schweinchengrippe lauert überall. Nebenan, in der Klasse und bestimmt auch hier im Büro - obwohl wir uns irgendwie alle tapfer halten.
Wir haben aber beschlossen, dass das Thema in unserem Hause durch ist. Bei 14 Erkrankungen in der Klasse, einem Job, bei dem man mit tausenden von Menschen in Hallen rumhüpft und (äh, wo ist eigentlich mein Risiko???) - achja, ich leb mit 2 Virenträgern zusammen, ist unser Immunsystem ein überdurchschnittlich gut ausgestattetes Bollwerk gegen o.g. Bedrohung. Nur ein Schnupfen (okay beim Popstar wars mehr als das) hat uns heimgesucht. Wir haben ihn Meerschweinchengrippe getauft und jetzt ist gut. Punkt.

Überall ist schon Weihnachten. Holla! Ich kanns kaum fassen, dass die Weihnachtsmärkte jetzt schon losgehen. Ich verweigere mich. Weihnachten gibts erst ab dem 1. Advent - der ja bekanntliche erst --- holy sh.. nächste Woche ist!!!
Menno.

Schuhtick


Am Freitag war es endlich soweit: Der Papa von Pippi hat geheiratet! (Nur um Verwirrung zu vermeiden: Der Papa ist nicht der Popstar und ich war auch nicht die Braut :-) )

Und weil die es noch mehr Schuhfetischisten ausser mir gibt, gab es die megasuperduperwirklichleckere Hochzeitstorte im Prada-Design. (wer wissen möchte, wo man im Rhein-Main-Gebiet Hochzeitstorten, die wirklich richtig lecker sind und die Hochzeitsgesellschaft nicht in ein Koma versetzt, bekommt, kann sich vertrauensvoll an mich wenden!)







Bettritze

Dienstag, 17. November 2009

Am Wochenende waren wir mal wieder in deutschen Landen unterwegs und haben Hotelbetten getestet. Es gibt eigentlich nur zwei wesentliche Kriterien, die zu einer kompletten negativen Bewertung führen können: Milbenalarm und eine Matratzenritze, die dem Grand Canyon gleicht.
Ersteres dürfte in der getesteten Hotelkategorie nicht vorkommen. Letzteres ist wohl eher ein Qualitätsmerkmal.
Sehr zu unserem Bedauern. Warum das so schlimm ist, bleibt der Fantasie der geneigten Leser überlassen, Fakt ist aber, dass wir nur schwerlich damit zurecht kommen!

Ich erinner mich gut an ein Verkaufsgespräch in einem Matratzenladen der Firma, wo einem ein Papp-Landarzt fröhlich mit einem angeschraubten Motorarm winkt (Ihr kennt die Firma, oder? Wie kann man so einen Blödsinn produzieren????). Damals erklärte mir ein eifriger Verkäufer, dass eine durchgehende Matratze ganz schrecklich sei, wenn beide Partner nicht in der identischen Gewichtsklasse angesiedelt sind. Das bedeutet also, dass das Umdrehen des Schwereren ein mittleres Beben auslöst, wobei der Leichtere gezwungen sei, sich auch zu bewegen, zu rollen und im schlimmsten Fall aufzuwachen. Ein Horrorszenarium, würd ich mal sagen.
Um der Bedarfserweckung in diesem Fall zu entgehen, schlimmen Schlafstörungen vorzubeugen, arbeite ich jetzt kontinuierlich an meiner Gewichtsklasse. Mit Erfolg.

Leider deprimierte mich das Bettentesten im Hotel dann gleich doppelt. Nicht nur, dass die Matratzen getrennt und mein Gewicht unerheblich war. Ich musste auch noch ein unschönes, farblich kaum zu beschreibendes Unterteil tragen, um in mein "Schickweggehkleid" zu passen.
*Ummmmmpfff

Schon wieder Rehe

Donnerstag, 5. November 2009

Also, ja.
Der Pullover ist noch nicht wieder da, aber der bei mir anstehende Wahnsinn hat sich gebessert.
Trotzdem find ich das Thema Reh nicht unspannend:
Von meinem dunklen Bad habe ich ja schon berichtet. Es ist so dunkel, dass ich gerne mal erst im Büro feststelle, dass die Strumpfhose braun statt grau ist. Glücklicherweise ist Cheffe farbenblind.

Als Frau weiß man ja: Stetes Maulen höhlt den Mann. Also, murmel ich, schimpfe ich und grummel ich, wenn ich das Bad betrete. Natürlich nur, wenns auch gehört werden kann.

Der Popstar, das muss man hier mal erwähnen, ist dann immer gleich zur Stelle! Weil er praktische Lösungen liebt.
Schwups, steht er also neben maulender busybee und beginnt ein neues Beleuchtungssystem zu planen. Doch Obacht! Das ist wie bei Wünschen im Märchen. Man muß sich genau überlegen, was man denn möchte, weil sonst jede noch so gut gemeinte Wunscherfüllung auch nach hinten losgehen könnte!

Blauäugig wie ich war, hab ich nur gesagt: "Hell will ichs, mein Schatz! Richtig hell!"
500 Watt-Strahler sind hell. Wirklich hell!
Da fühlt man sich morgens wie ein geblendetes Reh vor dem Auto. Leider auch nicht mehr fähig, sich zu bewegen.

Ich werde den Plan noch mal mit dem Popstar durchsprechen müssen...

Von Spinnen, Pullovern und Rehlein...

Mittwoch, 28. Oktober 2009

Mein Pullover wurde von einer Riesenspinne gefressen.
Jo. Anders kann ich mir das nicht vorstellen.

Wir haben zwar auch jede Menge Motten, die wir aber umtrainiert haben auf Pheromonfallen, die bei uns in jeder Ecke lauern. Die können es also nicht gewesen sein...

Bevor wir in den Urlaub sind, habe ich meinen schönen schwarzen Pulli auf der Heizung getrocknet und ordentlich gefaltet zurückgelassen. Wir sind zurück, aber der Pullover ist weg.
Was kann passiert sein?

Für meinen Geburtstagskaffee hatte ich Rehlein gekauft. Kleine kuschelige Gesellen, die auf der Kaffeetafel dekorativ rumgstanden und ihr Kunstfell überall verstreut haben.
Ich vermute mal, dass sie sich während unserer Abwesenheit auf den Weg durchs Haus gemacht haben und im Schlafzimmer auf den Kuschelpulli gestoßen sind. Aufgemampft, verdaut und als Staubkniddel hinterlassen (ich hab ganz viele davon unterm Bett gefunden! Sie müssen es gewesen sein!)
Von denen ernähren sich bekanntermaßen Riesenspinnen, die dann bei unserer Rückkehr am Türrahmen auf uns lauerten.
Ich bin kein Spinnenphobiker, aber ab Handtellergröße hört das Späßchen auf!
Der Popstar hat todesmutig den Staubsauger geholt.
Man muß wissen: Wir haben einen Turbosuperdupersuagdenteppichgleichmitweg-Staubsauger. Aber dieses blöde Spinnentier hat sich gewehrt!
Gestärkt von meinem Pulloverrehkniddeln, wollte es sich partout nicht aufsaugen lassen. Als es dann endlich weg war, mussten wir den Staubsauger evakuieren.
Ich muss gestehen, dass ich morgens einen großen Bogen um das Saugetier gemacht habe.
Gut dass mein Chef sich mit solchen Problemen auskennt: Er meinte, dass sich Riesenspinnen in Stabsaugern richtig satt essen. Dann sind sie so groß, dass sie nicht mehr durch den Schlauch passen. Cool.
Jetzt muß nur noch ausgeknobelt werden, wer den Beutel leert ;-)

Urlaubserkenntnisse Teil 2

Montag, 26. Oktober 2009

Während ich während unseres Kurztrips meine Muskeln in der Sauna weichkoche (hier wird Rubbelschrubbel erst richtig effektiv!), ist abends moralische Unterstützung meines arbeitenden Heldens angesagt. Und weil Partys ohne Motto ja sooooooooooooooo öde sind, muss man sich des Öfteren mal verkleiden. Behaupte nicht ich, sondern der Veranstalter.

Als eingefleischter Faschingsmuffel freu ich mich da jedes Mal drauf.

Okay, gruselig sollte es dies Mal sein.

Also hab ich im Vorfeld fleissig Zeug ersteigert. Spitze Zähnchen, ekelige Halswunden.
Gut gerüstet stand ich dann im Bad. Wunde auflegen. Silikontübchen aufschrauben. Silikontübchen mit den Zähnen maltretieren, Silikontübchen in die Ecke schmeißen. Silikontübchen letztendlich aufschlagen.
Silikon aus den Haaren waschen.
Tolle Wurst.
Wunde klebt endlich, sieht aber total beknackt aus, da Hautfarbe die eines gelbsüchtigen Asiaten entspricht. Schminke hilft nicht. Abdeckstift auch nicht.
Runter damit.
Sooo, die Zähne dran. Geliefert in kleinen schwarzen Särgen, bzw. Grabsteinen. Sehr niedlich.
Die Haftcreme muss so schnell angewendet werden, dass ich in der Hektik die Zähne schief anklebe. Beim Popstar halten sie 30 Sekunden. Bei mir immerhin 3 Stunden!

Leider muss ich jetzt alle Vampirfans aufklären! Vampire lispeln. "F" können sie gar nicht sprechen. Den Mund bekommt man nur schwer zu und so läuft einem irgendwann ein neckischer Speichelfaden übers Kinn. Sehr nett ist auch der Sound beim Einatmen. Eine Mischung aus "Schhhhhhrrrrpf" und "Chrrrr".
Trinken geht nur mit Strohhalm und habt ihr schon mal nen Vampir mit Röhrchen gesehen?????
Sehr desillusionierend.
Hol mir ne Blutwurst und schau mal, ob ich nicht ein Foto vom Abend finde....

Urlaubserkenntnisse Teil 1

Meine Erfahrung zeigt: Man muss Kindern das Schnellrestaurant mit den goldenen Bögen nicht extra schmackhaft machen. Das kommt (meistens) von ganz allein, wenn dort der erste Kindergeburtstag stattgefunden hat.

Aber von vorne:

Zweimal im Jahr dürfen der Popstar und ich ins nahe Ausland. Er arbeitet, ich genieße die Annehmlichkeiten eines Wellnesshotels und feier abends lusdische Festchen.

Das Publikum ist - ich umschreibe es mal höflich - wohlhabend und silikonbelastet. Oft auch unterernährt.

Das üppige Buffet wird von vielen Damen mit Verachtung gestraft, Salatblätter gewendet, damit sich dort nicht aus Versehen eine Kalorie in Form eines Böhnchens verstecken kann.

ich fühl mich als Normalgewichtige (sach ich mal so ganz dreist) meistens sehr fett und oft sehr maßlos. Macht nix.

Nach den 3 Tagen wunderhübscher Menschen mit Essstörungen (schreibt man das so???), machen wir auf der Rückfahrt gerne mal halt beim goldenen Doppelbogen, um mal wieder normale Menschen zu sehen. Oder zumindest Menschen, bei denen man sich mal so richtig schlank fühlen kann. So auch gestern.

Familie neben uns: Mama, Papa, 2 Kleinkinder ca, 1 und 3 Jahre alt. Kinder finden Spielzeuge und Tragekästchen toll, sind aber noch misstrauisch bei den Hamburgern.

Mutter: "Leonhard, jetzt iss doch"

L.: "Nein"

Mutter: "Ist aber lecker"

L: "Was ist das denn?"

Mutter: "Butterbrot mit Fleisch!"



Ich weiß nicht, was mich mehr fasziniert: Die gutbürgerliche Bezeichnung oder der dahinter stehende Ansatz ein noch "unverdorbenes" Kind der Fastfoodeinheitsgeschmackswelt zuzuführen.

Irgendwie schräg und mit Potenzial Kult zu werden: "Lass uns ein Butterbrot mit Fleisch essen gehen!" Ich esse übrigens am liebsten Hühnchenfrikasee mit Beilagensalat und Pfannkuchen...
 

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