Gestern wanderte mal wieder unheimlich viel von unserem Geld in den deutschen Einzelhandel.
Eigentlich nicht wirklich schlimm, wenn man das Ergebnis betrachtet.
Nur: Wenn ich Geld ausgebe - besonders wenn es über den Wert von Socken bei Hasi und Mausi hinausgeht, dann möchte ich ein unglaublich tolles und erfüllendes Einkaufserlebnis. Oder so ähnlich.
Die Einkaufsfreude begann mit Schuhen für Pipi. Klingt nicht wirklich spannend. Da Madame aber erstens super schmale und riesige Flossen hat (von meinem zierlichen Patschfüßengenen kann das nicht kommen) und zweitens einen sehr eigenen Geschmack, musste ein Laden gefunden werden, der Schuhe für ihre Größe beherbergt. Und ausnahmsweise mal keine Wanderschuhe von der Tatzenmarke. Und bloss keine Blümchen. oder rosa oder anderswie schrecklich mädchenhaft.
Also sind wir in den örtlichen Kinderschickundteuerladen, der sich auf solche Fälle irgendwie spezialisiert hat. Coole schmale Mädchenschuhe in Grautönen. Coole schmale Mädchenschuhe für richtig ordentliche Preise. Es ging sogar erstaunlich schnell! Und weil ich es geschafft hatte, mein Kind in einen Bekleidungsladen zu schleifen (sie betritt ja nur Schreibwarengeschäfte freiwillig), wollte ich die Gunst der Stunde nutzen, sie auch bekleidungstechnisch mal in das ein oder andere zu stecken. Boah. Mit drei wars leichter. Da musste man beim Rummosern in der Kabine wenigstens nicht logisch argumentieren. Hey, wir haben noch einen Pullover geschafft!
Was ich noch nicht erwähnt habe: Während der ganzen Aktion saß ein Häufchen Popstar auf einem Kinderbänkchen und sorgte sich, dass er demnächst einen Blindenhund braucht.
Er hat nämlich Matschebuchstaben auf seinem Laptop und gestern war der Tag, an dem es um eine Brille ging.
Das war dann der zweite Punkt auf unserer Liste. Während dem Popstar mitgeteilt wurde, dass es dann doch kein Hund, sondern nur eine Lesebrille wird, haben Pipi und ich alle Brillen durchprobiert. Wollte mich dann für ein rosa-schwarzes Modell von Schanell entscheiden, dass einen kleinen Pudel an der Seite hat. Pipi meinte jedoch dass es eine Rose sei. Kann ich ja ohne Brille nicht sehen. Wenns aber kein Pudel ist, dann wird das nix mit mir und der Brille...
Aber der Popstar war nicht glücklich. Erzählte man ihm doch tatsächlich was von Gleitsicht. *Gacker
Und irgendwie fand er es nicht lustig, dass das dann alles auch noch richtig Geld kostet.
Aber gut.
Wir haben jetzt Schuhe an den Füßen und bald ne Brille auf der Nase.
Nachgefragt
Dienstag, 22. März 2011
Was sind die haarigen Teilchen und die fiesen Kerne in meinem Himbeerjoghurt, wenn in der Inhaltsliste keine Himbeere auftaucht?
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nachgefragt
TAG 3 und 4 von 31
Samstag, 12. März 2011
Gestern und vorgestern keine Tränen.
Und keinen Cent ausgegeben.
Wenn man einfach viel arbeitet und sich auf einer Messe rumtreibt, auf der es nette Häppchen gibt, dann fällt das leicht.
Ups, hätte ich fast vergessen: der Rest der Familie.
Nun, Nudeln haben wir noch für ein paar Tage...
Sichtung des vorhandenen Süßigkeitenvorrates bringt Ungeahntes: was vor zwei Jahren wiederlich war, ist es heute bestimmt noch mehr. Der Popstar wollte partout kein Gummibärchenauge mit Himbeerfüllung mit abgelaufenem Verfallsdatum essen. Pienzchen...
Die in den Untiefen meines Küchenschrankes aufgetauchte Spekulatiuspackung wird wahrscheinlich irgendwann meine Rettung sein. Sie ist quasi meine "Backschokolade". oder kennt ihr das nicht, wenn gar nichts mehr Süßes im Haus war....
Und keinen Cent ausgegeben.
Wenn man einfach viel arbeitet und sich auf einer Messe rumtreibt, auf der es nette Häppchen gibt, dann fällt das leicht.
Ups, hätte ich fast vergessen: der Rest der Familie.
Nun, Nudeln haben wir noch für ein paar Tage...
Sichtung des vorhandenen Süßigkeitenvorrates bringt Ungeahntes: was vor zwei Jahren wiederlich war, ist es heute bestimmt noch mehr. Der Popstar wollte partout kein Gummibärchenauge mit Himbeerfüllung mit abgelaufenem Verfallsdatum essen. Pienzchen...
Die in den Untiefen meines Küchenschrankes aufgetauchte Spekulatiuspackung wird wahrscheinlich irgendwann meine Rettung sein. Sie ist quasi meine "Backschokolade". oder kennt ihr das nicht, wenn gar nichts mehr Süßes im Haus war....
Tag 2 von 31
Freitag, 11. März 2011
Der erste Tag ist überstanden.
Keine großartigen Ausgaben außer Nahrungsbasics. Denn nur die werden neu angeschafft. Die Prämisse: es soll erst mal all das weggefuttert werden, was so in den Schränken schlummert. Also all die Dinge, die man kauft, weil man sich beim Einkaufen abenteuerlustig fühlt, unter geistiger Umnachtung leidet oder keine Brille auf hat. Kreative Müslikreationen, usseliges Dosenfutter, 8 Packungen Dinkelmehl und so.
Es bleibt spannend, denn gestern war der Speiseplan noch wenig spektakulär, da noch Lieblingsdinge auf Vorrat lagen. Und Schokolade war auch noch da. Süßes wird nämlich auch nichts nachgekauft und so warte ich schon mal auf die anstehende Unterzuckerung...
Keine großartigen Ausgaben außer Nahrungsbasics. Denn nur die werden neu angeschafft. Die Prämisse: es soll erst mal all das weggefuttert werden, was so in den Schränken schlummert. Also all die Dinge, die man kauft, weil man sich beim Einkaufen abenteuerlustig fühlt, unter geistiger Umnachtung leidet oder keine Brille auf hat. Kreative Müslikreationen, usseliges Dosenfutter, 8 Packungen Dinkelmehl und so.
Es bleibt spannend, denn gestern war der Speiseplan noch wenig spektakulär, da noch Lieblingsdinge auf Vorrat lagen. Und Schokolade war auch noch da. Süßes wird nämlich auch nichts nachgekauft und so warte ich schon mal auf die anstehende Unterzuckerung...
Ab heute wird es spannend.
Mittwoch, 9. März 2011
Ab heute wird im hause busybee gefastet.
Ich muss gestehen, dass dieses Unterfangen in der Ideenfindung kein einfaches war. Es flossen Tränen (Pipi: "Ich will nicht hungern"). Gummibärchen wurden heimlich gebunkert (Der Popstar: "Worauf soll ich denn noch verzichten? Ich ess doch nur noch Dinkel und spassfreies Zeug"). Und Frau busybee redete sich den Mund fusselig.
Prämisse war: es sollte jeder etwas finden, worauf er nur schwer verzichten kann und das sollte er dann - zeitlich individuell angepasst - auch tun.
Ich hätte ja folgende Vorschläge gehabt: Der Popstar bekommt keine Energydrinks mehr. Da er aber keinen Kaffee trinkt und auf Guarana nicht anspringt, war mir dann das Risiko aber doch zu groß, dass er des Nächtens am Steuer einschläft. Und Pipi hätte ich eindeutig mit einem Joghurtverzicht dazu bringen können, dass sie um eine Sorgerechtsübertragung bittet.
Und so machte ich mir erst mal Gedanken, was mich so richtig treffen könnte.
urgs
Shoppen.
Kein Geld mehr ausgeben.
Und so kam es dann zu folgendem: ich werde 4 Wochen lang kein Geld ausgeben - ausser für das Allernötigste. Essen, Trinken, Zahnpasta.
Keine Extras mehr. Auch nicht beim Discounter. Nicht bei ebay. Nirgends.
Ich muss gestehen, dass dieses Unterfangen in der Ideenfindung kein einfaches war. Es flossen Tränen (Pipi: "Ich will nicht hungern"). Gummibärchen wurden heimlich gebunkert (Der Popstar: "Worauf soll ich denn noch verzichten? Ich ess doch nur noch Dinkel und spassfreies Zeug"). Und Frau busybee redete sich den Mund fusselig.
Prämisse war: es sollte jeder etwas finden, worauf er nur schwer verzichten kann und das sollte er dann - zeitlich individuell angepasst - auch tun.
Ich hätte ja folgende Vorschläge gehabt: Der Popstar bekommt keine Energydrinks mehr. Da er aber keinen Kaffee trinkt und auf Guarana nicht anspringt, war mir dann das Risiko aber doch zu groß, dass er des Nächtens am Steuer einschläft. Und Pipi hätte ich eindeutig mit einem Joghurtverzicht dazu bringen können, dass sie um eine Sorgerechtsübertragung bittet.
Und so machte ich mir erst mal Gedanken, was mich so richtig treffen könnte.
urgs
Shoppen.
Kein Geld mehr ausgeben.
Und so kam es dann zu folgendem: ich werde 4 Wochen lang kein Geld ausgeben - ausser für das Allernötigste. Essen, Trinken, Zahnpasta.
Keine Extras mehr. Auch nicht beim Discounter. Nicht bei ebay. Nirgends.
Fortsetzung folgt
Ein 3fach donnerndes ...
Montag, 7. März 2011
Ich stamme väterlicherseits aus einer Familie, in der das Essen immer sehr hoch gehalten wurde. Mein Opa war Metzger und so waren große Wurstpakete und Fleischgerichte in meiner Jugend allgegenwärtig. Ich wurde extrem davon geprägt und in den Zeiten vor Rinderwahn und Co. wurde ich als Baby mit Hirn, Blutwurst und rohem Steak gepäppelt. Ich bin bekennende Fleischetarierin!
Ich bin dazu erzogen worden, abgepackte Wurst zu meiden und verpacktes Fleisch war sowieso igitt. Im Supermarkt, so wurde mir beigebracht, die Fleischtheke weiträumig umschiffen, wenn man sie riechen kann. So, jetzt komme ich wie immer vom Hölzchen aufs Stöckchen und würde jetzt gerne noch ein bisschen über Massentierhaltung schwadronieren, aber eigentlich wollte ich was zum Thema Fasching loslassen.
In einer Faschingshochburg lebend, habe ich am Freitag einen Karton mit Kreppeln gekauft - beim Bäcker wohlgemerkt! Ich hab noch nie so trockene, fusselige und klebrige Teile gegessen! Unglaublich mies. Und während ich mit Todesverachtung auf Pudezuckerstaubmischungen mit übersüßter Marmelade kaute, erinnerte ich mich an die Kreppel von der zweiten Frau meines Opas. Die waren golfballgroß, etwas gräulich und in Schweineschmalz ausgebacken. Nicht wirklich hübsch anzuschauen, aber eine echte kulinarische Bereicherung!
Jeder Ökotrophologe würde schon vom Erzählen einen Infarkt bekommen und Sodbrennen setzt auch augenblicklich ein -aber so und nicht anders haben Kreppel zu schmecken. Jedenfalls Kreppel für Fleischetarier.
Ich bin dazu erzogen worden, abgepackte Wurst zu meiden und verpacktes Fleisch war sowieso igitt. Im Supermarkt, so wurde mir beigebracht, die Fleischtheke weiträumig umschiffen, wenn man sie riechen kann. So, jetzt komme ich wie immer vom Hölzchen aufs Stöckchen und würde jetzt gerne noch ein bisschen über Massentierhaltung schwadronieren, aber eigentlich wollte ich was zum Thema Fasching loslassen.
In einer Faschingshochburg lebend, habe ich am Freitag einen Karton mit Kreppeln gekauft - beim Bäcker wohlgemerkt! Ich hab noch nie so trockene, fusselige und klebrige Teile gegessen! Unglaublich mies. Und während ich mit Todesverachtung auf Pudezuckerstaubmischungen mit übersüßter Marmelade kaute, erinnerte ich mich an die Kreppel von der zweiten Frau meines Opas. Die waren golfballgroß, etwas gräulich und in Schweineschmalz ausgebacken. Nicht wirklich hübsch anzuschauen, aber eine echte kulinarische Bereicherung!
Jeder Ökotrophologe würde schon vom Erzählen einen Infarkt bekommen und Sodbrennen setzt auch augenblicklich ein -aber so und nicht anders haben Kreppel zu schmecken. Jedenfalls Kreppel für Fleischetarier.
In diesem Sinne: ein dreifach donnerndes Ausfstoßen!
Entdeckungen Teil 1
Freitag, 18. Februar 2011
Unsere neue Wohnung liegt nicht weit entfernt von unserer alten Behausung. Weswegen wir in der Renovierungsphase die 10 Minuten zwischen den beiden Wohnungen zu Fuß zurücklegten (die Parkplatzsituation ist hier so elend, dass es entspannter ist zu laufen als das Autochen zu bewegen). Und es mutet schon fast kitschig an: Was kann man auf so einem Fußmarsch doch alles Tolles entdecken!
Das erste, worüber ich mich freute war ein Kaugummiautomat um die Ecke. Ich hatte die total vergessen und die Freude, wenn nicht der olle Kaugummi rauskam, sondern der heiß ersehnte Plastikgoldring. Nicht nur, dass er wahrscheinlich in meiner Jugendzeit zum letzten Mal befüllt worden war – nein, er hängt so tief, dass ich mir die Beckenknochen an der obersten Kante stoße…
Das nächste war eine Ecke weiter: ein 2ter Kaugummiautomat. Höher aufgehängt.
Und dann? 100 Meter weiter ein dritter!
Und 5 Meter weiter ein vierter!
Ich überlege jetzt jedes Mal, wie es zu solch einer Dichte kommen kann. Ok, den ersten übersieht man. Den zweiten hat man ja um die Ecke gehängt – da kann man ja noch von Zufall sprechen. Aber die anderen beiden? In Sichtweite? Krieg der Süßwarenautomatenhersteller in den 70ern? Verhinderung von Warteschlangen während des Kaugummibooms? Oder hat der Hersteller einfach noch drei übrig gehabt und keine Lust mehr, sie großartig zu verteilen?
Ich geh mal einen antiken Kaugummi holen und warte auf Inspiration
Das erste, worüber ich mich freute war ein Kaugummiautomat um die Ecke. Ich hatte die total vergessen und die Freude, wenn nicht der olle Kaugummi rauskam, sondern der heiß ersehnte Plastikgoldring. Nicht nur, dass er wahrscheinlich in meiner Jugendzeit zum letzten Mal befüllt worden war – nein, er hängt so tief, dass ich mir die Beckenknochen an der obersten Kante stoße…
Das nächste war eine Ecke weiter: ein 2ter Kaugummiautomat. Höher aufgehängt.
Und dann? 100 Meter weiter ein dritter!
Und 5 Meter weiter ein vierter!
Ich überlege jetzt jedes Mal, wie es zu solch einer Dichte kommen kann. Ok, den ersten übersieht man. Den zweiten hat man ja um die Ecke gehängt – da kann man ja noch von Zufall sprechen. Aber die anderen beiden? In Sichtweite? Krieg der Süßwarenautomatenhersteller in den 70ern? Verhinderung von Warteschlangen während des Kaugummibooms? Oder hat der Hersteller einfach noch drei übrig gehabt und keine Lust mehr, sie großartig zu verteilen?
Ich geh mal einen antiken Kaugummi holen und warte auf Inspiration