Überflüssige Informationen aus dem Hause busybee: Der frühe Vogel...

Dienstag, 25. Juni 2013


... kann mich mal!

Der Spruch hängt jedenfalls an unserem Kühlschrank und trifft auf 33 bis 50% des Haushaltes zu - je nach Uhrzeit und/oder Laune.

Pippi gehört auf jeden Fall nicht dazu: Wenn der Tag um 5 Uhr beginnen würde, wäre das auch schon eine perfekte Zeit, um die Dauerberrieselung anzuwerfen. Bei mir kommt es darauf an, was an dem Tag so passieren wir - normale Arbeitstage werden nur mit Grunzen begrüßt, während Ausflugstage durchaus ein fröhlich plapperndes busybeechen um 6 Uhr hervor bringen können.

Beim Popstar warten wir seit Jahren drauf. Der Popstar ist ein Morgenmuffel und an seinem schmerzhaft verzerrten Gesicht erkennt man leicht, dass mehr als 3 Worte/Minute für seine Ohren nur suboptimal sind. Weswegen er sich tageszeitabhängigverschließbare Trommelfelle angeschafft hat und 7 Uhr-Gepöbel vor dem Bett noch nicht mal ansatzweise wahrnimmt.

Good for him. Hinnehmbar for me. 

Leider, leider ist das aber auch zu morgendlichen Zeiten noch so, wo andere Menschen ihr Tagwerk schon fast beendet oder das Mittagessen schon auf dem Tische steht.

Leider, leider ist es uns deswegen fast nie vergönnt, meiner absoluten Leidenschaft gemeinsam zu frönen: Das üppige Frühstück (nicht der Bitte-sehr-schwarz-runterkipp-Kaffee unter der Woche) mit allen Familienmitgliedern.


Also muss der Urlaub für alle verpassten gemeinsamen Frühstücke herhalten. Und wie das so bei überzogenen Erwartungen ist, werden sie nur selten in der erträumten Version erfüllt:

Der Popstar erscheint zwar am Frühstückstisch, ist aber noch in irgendeinem Modus, den man nicht nachvollziehen kann. Pippi ist aufgeregt wegen anstehender Ausflüge oder anderen Kindern, die schon vor dem Frühstück in den Pool dürfen.

Ich koche starken Kaffee (ich reise nie ohne meine Espressokanne für den Herd) und in irgendeinem Topf Wasser für den Früchtetee, den der Popstar kompromissbereit zu trinken gedenkt. Wir sind nun mal immer in Ländern mit großem Kaffeesuchtpotenzial unterwegs und dann gibt’s halt auch nur Beuteltee im Kochtopf direkt in die Tasse (Teekannen gibt es dort auch nie!). Pippi trinkt zum Frühstück Wasser. örgs.

Meist ist die Brotversorgung in unseren Unterkünften durch ein morgendliches Anliefern durch einen kleinen Bäckerwagen gesichert. Baguette, Crossaints, Brioches, kleine Törtchen, frisches Ciabatta. Super lecker!

Pippi und ich schwelgen in den Köstlichkeiten und ergänzen sie durch frischen Käse, gesalzene Butter, regionale Marmelade und Obst. Naja, Pippi nimmt nur Marmelade.

Der Popstar schaut sehnsüchtig und ich werfe mitgebrachtes Dinkelbrot aus Deutschland zum Toasten in die Pfanne. Das darf er dann essen – ohne Butter, Käse oder Obst (Marmelade geht sowieso nicht) und mit regionaler Salami. Denn er darf ja weder Weizenmehl noch Fruktose und Laktose.

Und wie er da so traurig vor seiner Salamistulle sitzt, wird mir klar, warum er nie mit uns frühstücken mag und lieber zur Mittagszeit mit einem Schnitzel in den Tag einsteigt…

Chemie für Fortgeschrittene Teil 5

Sonntag, 23. Juni 2013

Walter White wohnt die nächsten Abende wieder bei uns.
Was freu ich mir!
Und der Popstar schämt sich schon mal in vorausschauender Manier fremd.

Italienisch für Anfänger

Dieses Jahr: Italien.
Sehr ungewöhnlich für das Hause busybee, da in den letzten Jahren wegen der Wettersicherheit Südfrankreich auf dem Programm stand.
Also werden die dürftigen Sprachkenntnisse ausgepackt. Frau busybee kann ein bisschen Italienisch - hauptsächlich verstehen und lesen, da für ihr Studium damals eine lebende romanische Sprache gefordert war.

Heute am Frühstückstisch wurden von Pippi Vokabeln abgefragt. Zu ihrem großen Vergnügen natürlich solch lebensnotwendigen Worte wie "Mikrowelle"," Zollstock" oder "Fahrkartenkontrolleur".

Frau busybee versagte logischerweise. Um ein bisschen vom sprachlichen Unvermögen abzulenken, erzählte ich lustige Geschichten a la "als du noch ganz klein warst und wir in Florenz waren". Dazu ein bisschen Landeskunde zum Thema Eisessen.
Ich versuchte ihr zu erklären, dass in Italien das Eis nicht nach Bällchen gekauft wird wie bei uns. Und dass es oft mit einem Spatel auf die Waffel gestapelt wird (ist wahrscheinlich nicht der korrekte Ausdruck dafür, aber mir fiel gerade nichts besseres ein)
Die Augen von PippiichesseEisnuringroßenMengen begannen zu strahlen: "Das Eis wird mit dem Spaten in die Waffeln getan?"
Ich sollte an meiner Aussprache arbeiten...

Warum man bei Hitze zu Ikea muss...

Donnerstag, 20. Juni 2013


Mein Autochen ist ein Rentnerfahrzeug, wie ich in diesem Zeitartikel gelernt habe. Es ist jatzt sehr alt und die Klimaanlage zu reparieren, kostet weit mehr als der Restwert meines fahrbaren Untersatzes. Also schwitze ich.
Gestern dann: Termin in der großen Stadt.
Autochen parkte in der prallen Sonne und die ersten Minuten waren ... heiß. Sehr, sehr heiß.
Jetzt war ich früh dran und das Gehirn weichte langsam auf und damit ich den Straßenverkehr als hirnlose busybee nicht gefährdete, musste ich etwas Kühlendes unternehmen. Was liegt da näher, als einen zwischenstopp im blau-gelben Möbelhaus einzuschieben.
So schön leer! So schön kühl!
Und sooo schöne Sachen!
Ich hatte ja schon auf diversen Blogs gelesen, dass es demnächst einen Papiershop geben wird. Demnächst heißt im Falle Ikea Wallau: jetzt!
Juhu!
Da musste ich mir noch nicht mal ne Ausrede einfallen lassen, warum ich den Zwischenstop einlegen musste. Das muss man!


Und das beste: Morgen feiert der Popstar seinen vierundschlumpfigsten Geburtstag und ich habe die perfekte Deko.
Dazu dann demnächst mehr!

Endlich Musical!


Vorgestern war ja dann der Tag nach Vorvorgestern und da schwitzten wir in einer alten Mensa bei der Musicalaufführung.
Und ich war so stolz!
Pippi auf der Bühne! Frau busybee mit Tränen in den Augen davor. Und der Popstar schwebte einen Zentimeter vor Stolz über dem Stuhl - was den Vorteil hatte, dass er an selbige nicht festklebte...

Ein Sommernachtstraum

Dienstag, 18. Juni 2013


Gestern war der Tag vor heute, der ja für Pippi ganz besonders ist. Mit dem Bilderrätsel hatte ich ja schon die Aufregung im Hause busybee eingeleitet, die heute ihren Höhepunkt findet – jedenfalls bei dem Popstar und mir. Also ganz besonders beim Popstar. Er ist stolz wie Bolle, dass Pippi die Helena im Sommernachtstraum singen wird. Und Helena ist nicht irgendeine Elfe in der dritten Reihe, wie der geneigte Leser ja weiß, sondern die Dame, die mit ihrer unkonventionellen Partnerwahl alles ins Rollen bringt.
So weit so gut.
Pippi ist nun aber in dem Alter, in dem Liebe und Küssen „IIIHHHH“ ist. Ich weiß nicht, wie oft gejammert wurde, dass sie Lysander umarmen muss (ojeoje!). Liebesduett singen – kein Problem. Ihm dabei aber näher als 20 cm kommen – ein Drama!
Die kluge Musicallehrerin hatte dann die rettende Idee, die beiden hinter einem Tuch als Schattenspiel agieren zu lassen – da sieht man ja nicht, dass sie versetzt voneinander stehen und nur die Luft küssen…
Gestern dann Kostümprobe. Und mit Tränen in den Augenwinkeln wurde mir dann erklärt, dass sie in einem rosa Kleid auftreten muss.
Wie gesagt: Alleine auf der Bühne singen – kein Problem. Rosa Kleid dabei tragen – ein Drama (ojeoje-Teil2). Und wenn man keine Ballettschläppchen besitze, müsse man in Wollsocken auftreten (ojeoje denkt jetzt die Mutter: Bei der Hitze!). Von dem Ballettschläppchenthema höre ich zum ersten Mal (hätte mir klar sein müssen, dass ein Tag vor der Aufführung sowas kommt).
Also noch schnell vor Ladenschluss im klimananlagenfreien Auto in die nächst größere Stadt. Da wartet man schon drauf, uns Ballettschläppchen in Größe 40 (jaaa! Das Kindelein lebt auf großem Fuß!) verkaufen zu dürfen. Nach dem vierten Laden möchte Frau busybee auch unbedingt Ballettschläppchen, um die blasengeplagten Füße zu entlasten.
Wir haben welche gefunden. Sie sind wirklich nicht schön, aber sie passen. Und zu rosa gehen sie auch. Zumindest dieses Thema wäre schon mal abgehakt.
Pippi würde ja dem Popstar am liebsten für heute Abend den Mund zukleben. Denn wenn bei ihm die Begriffe „Bühne und Singen“ auftauchen, erfasst ihn eine solche Begeisterung, dass Pippi jedes Mal vor Scham stirbt. Frau busybee beobachtet das Drama: Pubertierende, sich windenden Tochter und enthusiastisch jubelnder Popstar, der kein Ende findet.
Ich werde berichten.
Muss jetzt dringend vor Nervosität auf die Toilette…

Morgenstund: Monday Morning

Montag, 17. Juni 2013



Heute morgen war ich irgendwie schnell und sehr motiviert. Alles flutschte, das Kindelein gut gelaunt.
Und während Pippi die von mir rausgesuchten Klamotten protestfrei (!) überzog und über die Zähne mit der Bürste huschte (!), stand ich vor der Superduperkleinkaffeemaschine und putzte zufrieden an den Chromteilen, leerte den Kapselbehälter und polierte als fein sauber. Da ich die einzige im Haushalt bin, die das Gerät nutzt, kann ich Kaffeespuren schlecht auf andere schieben.
Das Maschienchen strahlte, der erste Kaffee lief durch, Frau busybee schmierte Vollkornleberwurstbrote, das derzeitige Hauptnahrungsmittel von Pippi und Popstar.
Es duftet fein nach Leberwurst und Kaffee. Und ein bisschen hat man auch geräuschliche Untermalung. Ein Zischen und Plätschern. Und ein zartes Tropfen. Ein bisschen anders als sonst, aber nicht unangenehm.
Unangenehm und auch ein bisschen anders als sonst läuft der Kaffee nämlich direkt aus der Maschine auf die Auffangschale, auf die Ablage und auf den Fußboden.
Hatte Frau busybee einfach mal die Tasse vergessen...
 

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