Türchen 9

Dienstag, 8. Dezember 2009

Ich bin so kreativ.

Ich bin so kreativ.

Ich bin so kreativ, dass ich nicht nur mein Herzblut in meine aktuellen Näharbeiten stecke, sondern auch mein Fingerblut.

Festgetackert von der Nähmaschine.



Liebe J., ich hoffe, du weisst es zu schätzen *gg

Türchen 8

Montag, 7. Dezember 2009

Ich leide wie viele Frauen an kleinen kleinen Eisklumpen - im allgemeinen Sprachgebrauch auch kalte Füße genannt.


Hab ich mal niemanden neben mir liegen, so muß ich bei den mittlerweile herrschenden Temperaturen Bettsocken tragen. Bettsocken sind nicht einfach irgendwelche Socken - neiiiiiiiiiiiiiin! Sie müssen ganz bestimmte Qualitätsmerkmale erfüllen ...

Weil ich wusste, dass ich in Zürich den größten Teil der Nacht alleine verbringe, mussten am Morgen noch schnell in Deutschland in einem Drogeriemarkt meines Vertrauens Bambuskuschelmuschelsocken erstanden werden. In schwarz.

Nicht wirklich meine bevorzugte Farbe, aber der Kuschelfaktor war enorm. Leider werde ich das Hotel wohl nicht mehr betreten dürfen, da der Kuschelmuschelflaum sich langsam verabschiedet hat. Überall. Das Bett sah aus, als ob ein kleiner Rabe darin gerupft worden wäre.



Bettsocken müssen rosa oder wollweiß sein. Aus Wolle, ein bisschen kratzelich und mit einer kleiner Kordel am Bündchen, damit man sie am Bein festzurren kann. Und am Ende der Kordel müssen kuschelige Ponpons sein. Jawoll. So und nicht anders sehen Bettschuhe aus. Und genauso hat sie Elli - die 2. Frau meines Opas - uns jedes Jahr zu Weihnachten gestrickt.

Da ich leider nur ein bisschen gradaus stricken kann, sind Socken ein Mysterium für mich und ich halte auf jedem Weihnachtsmarkt Ausschau, ob ich nicht handgestrickte finde. Leider kommen sie wohl aus der Mode und wenn ich mal welche finde, dann immer viel zu groß!



Okay, Luxusproblem. Aber der Popstar ist heut Nacht schon wieder nicht da...


Türchen 7

Am Sonntag waren wir HIER

Wunderschön, aber auch sehr voll. Wusstet ihr, dass Italiener Wohnwagenfreaks sind und dort in Massen auftauchen?

Da der schlaue Franzose die Geschäfte an diesem Sonntag auch noch öffnete, konnte ich ein großes Rätsel lösen: Pippi wünscht sich nämlich zu Weihnachten eine Playmobilpackung, in der kleine Mäuse und ein Holzstapel vorkommen. Nachdem sich das aber seit dem Sommer immer wieder durch alle geäußerten Wünsche zieht, bin ich durch die Spielwarenhäuser gezogen und habe alle Packungen umgedreht.
Leider ohne Erfolg.
ABER: In Colmar gibts die Försterpackung mit allem Kleingetier! Juhu! Juppidu! Mission erfüllt.
Was ich auf diesem Weihnachtsmarkt leider wieder nicht entdecken konnte, waren selbstgestrickte Socken. Lag vielleicht an der Fülle und dem Käsecrepe in meinem Bauch, das mich etwas phlegmatisch werden ließ.
Aber diese Mission werd ich auch noch erfüllen!

Türchen 6

Hui, ich muss nacharbeiten - ist doch das 6. Türchen nicht rechtzeitig online gewesen.
Wie man an Nr. 5 unschwer erkennen kann, waren wir am Wochenende in Zürich. Ich werde dieses Mal nicht vom Bettritzentesten erzählen, weil es einfach das bisher schlimmste Erlebnis in dieser Richtung war - wer will schon den St. Andreas-Graben im Bett?
Nein, ich werde mal meine Meinung über andere Kojen in Zürich kundtund. Und zwar die für Autos. Die sind nämlich weitaus toller!

Nun, wir kamen zur superduper Zeit (für uns) im schönen Zürich an. Leider war das auch die superduper Zeit für tausende andere Menschen, die ihre Weihnachtseinkäufe erledigen wollten. Kann man den Schweizern eigentlich mal sagen, dass ein Ladenschluß von 16 Uhr irgendwie überholt ist?

Nun, nach 5 Runden und gefühlten Stunden, mussten wir einsehen, dass die schweizer Parkplatzfindmethode die beste ist: einfach am Parkhaus anstellen und warten. Der Vorteil: Wir standen ziemlich lange vor einem Zebrastreifen und konnten in aller Ruhe der Zürichstyle studieren. Und je näher wir der Einfahrt kamen, umso spannender wurde es: Das Parkleitsystem ist einfach grandios!
Ich bin da Spezielist: Fahre ich in ein Parkhaus, dann bin ich doch schon mal so schlau dorthin zu fahren, wo ein grünes Lichtlein für die Etage brannt. Coole Idee, denkt der Eingeweihte ;-)
Jo, und grad wenn der kleine pummelige Po meines Autos um die Ecke schießt, springt das Lichtlein auf Rot und ich denke noch "Wenn das mal gut geht".
Gehts nämlich oft nicht. Denn dann dreht man seine Runden in einer vollen Etage. Wohl dem, der in einem Parkhaus ist, in dem man Runden drehen kann!!!
Und endlich hat man die offene Lücke gefunden, die das System wohl als solche identifiziert und muss feststellen, dass man dort niemals hineinpasst. Denn da steht schon auf dem Nachbarplatz und dem eigenen ein Panzer. Jene urbanen Automonster, die... (nee das lass ich jetzt).
In Zürich jedoch fährt man gemütlich ins Parkhaus und bekommt schon unten genau angezeigt, auf welcher Etage noch wie viele Plätze frei sind. Auf der Etage angelangt, ist über jeder Bucht ein kleines LED-Lämpchen, das rot leuchtet, wenn sich dort auf dem bequem breiten (!) Platz schon ein Fahrzeug befindet. So kann man auf dem ersten Blick erkennen, durch welche Reihe man sich erst gar nicht quälen muss.
Und: Es ist leise!
Keine genervt Runden drehenden Karavanen, sondern Fahrzeuge, die gezielt in Lücken huschen und gut ist.
Ich werd mal schauen, wie ich das System in Deutschland einführen kann.

Türchen 5

Freitag, 4. Dezember 2009

Wir waren gestern HIER

Türchen 4

Wir lesen ja in der Vorweihnachtszeit gerne vor.
Kuscheln und gemütlich zusammensitzen geht dann vor "kann ich ganz allein lesen, Mama". Wir haben einen grandiosen Adventskrimi, der leider von der Lehrerin von Pippi als so toll gefunden wurde, dass er jetzt in der Schule vorgelesen wir.
Mir gibt es das gute Gefühl, ein bisschen intellektuell zu sein. Oder zumindest eine gute Kinderbuchhandlung zu kennen. Das beste an dem Buch: Die Seiten sind nicht geschnitten und müssen jeden Tag erst aufgeschnitten werden. Das verhindert Vor-Lesen. Coole Idee.
Nachdem der Adventskrimi konfisziert war, musste eine Alternative her.
Und da fiel mir DIES in die Hände:
Das Kinderheft der Zeit. Wer mal Tränen lachen möchte, sollte unbedingt die Geschichte lesen, warum der Hase lange Ohren hat. Haben wir schon 3 Abende vorgelesen und löst bei Pippi und mir wildes Rumgekreische aus. Köstlich!

Türchen 3

Dienstag, 1. Dezember 2009

Am Wochenende hat bei uns der Plätzchenbackwahn begonnen.

Pippi backt ja für ihr Leben gern und so komme ich nicht umhin, irgendwann mit der groß angelegten Aktion zu beginnen.

Und jedes Jahr scheitere ich. Irgendwie.

Pippi knallt mir Kinderkochbücher mit lustigen Rezepten hin und ich weiß aus Erfahrung, dass die meistens nett auf den Bildern aussehen, miserabel schmecken und bei uns lang nicht so brillant verziert sind wie auf den Hochglanzfotos. Also werden sie mit diplomatischem Geschick ausgeredet.

Dafür darf sie dann aus meinen vorgelegten Vorschlägen auswählen.

IMMER müssen Vanillekipferl gebacken werden. Und sie werden IMMER staubtrocken. Seltsamerweise finden sich aber auch IMMER dankbare Vanillekipferlabhängige, die sie innerhalb eines Tages verputzen.

Dose also immer sofort leer, Kipferl nur mittelmässig, Gesamtwertung befriedigend

Dieses Jahr wählte sie zusätzlich selbstgemachte Amaretti. Eigentlich kein klassisches Kinderplätzchen, aber busybee freuts. Is ja auch kein Alkohol drin, sondern nur tonnenweise Aromastoffe.

Fazit: Dose voll, Kugeln formen ist echt schwierig, sie sehen etwas verdellt aus, Zubereitungszeit 6 Stunden überfordert 7Jährige, Geschmack und Feuchtigkeitsgrad einwandfrei, Gesamtwertung gut

Ich falle aber auch immer auf die tollen Plätzchenbeilagen in Brig** und Co herein. Meine Mutter auch. Wobei sie eine große Verfechterin der neuesten Plätzchenkreationen ist - leider mag sie nur niemand im Hause busybee. Zu viel Majoran, Rosmarin oder andere Gewürze, die besser an den Weihnachtsbraten gehören. Zu wenig weißes Mehl (brrrrrr Dinkelplätzchen), zu wenig Zucker. Dafür aber megamässig gesund!

Meine mässigen Backkünste und die ambitionierten Experimente meiner Mutter führen somit unweigerlich zum Krümmelmonsterphänomen: Sobald wir irgendwo (im Büro, auf Weihnachtsfeiern oder auf der Theke im Blumenladen) selbstgebackene oldfashioned Plätzchen wie Engelsaugen, Doppeldecker mit Marmelade oder Zimtsterne entdecken, brechen die Weihnachtsurinstinkte hervor und wir stopfen wahllos Unmengen in uns hinein.
Irgendwie peinlich.
 

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