Weltuntergang
Freitag, 21. Dezember 2012
Erste Anzeichen hier in Mainz: Wenn die Rennmäuse Fishermen´s Friend essen, wirds ganz schlimm!
Extrem Weihnachting
Dienstag, 18. Dezember 2012
Nun, auch im Hause busybee stehen die Zeichen auf Weihnachten.
Dieses Jahr leider nur sehr mässig.
Keine Plätzchenbackorgien wie in den letzten Jahren, aber auch keine Frustration wegen unschönem Aussehen. Die Pfadfinder haben das diese Jahr sehr ordentlich erledigt und mein Spendenengagement wurde somit komplett dorthin transferiert. Deko ist auch mau. Zwar hängt der Adventskalender, aber das war schon ein Kraftakt, der auch nur durch Motivationsgemaule von Pippi zu einem Ende geführt wurde.
Zu viel Arbeit bei Frau busybee, zu viele Klassenarbeiten bei Pippi und zu viele Reisen beim Popstar.
Aber: Weihnachtsgeschenke müssen natürlich organisiert werden. Keine Gutscheine oder so. Sondern hübsch verpackte Päckchen.
Nun gehört zur erweiterten Familie von Frau busybee auch ein Patenkind. Ein Junge im klassischen Autospielalter, der sich ein solches zum Fernsteuern wünschte. Die Mama gab Tipps, wo man das Gefährt am besten erwerben kann und so machten sich Frau busybee und der Popstar an einem Samstag zu einem großen Elektronikkaufhaus auf.
Was ja schon unter dem Jahr kein wirkliches Frauenparadies ist, ist vor Weihnachten nur noch für echte Hardcoreelektronikfans betretbar.
Der Popstar steuerte zielsicher in die richtige Abteilung, Frau busybee trödelte unmotiviert hinterher und stolperte (weil gelangweilt durch die Gegend schauend, um doch noch was „Nettes“ zu entdecken) über einen kleinen Roboter, der traurig auf dem Boden stand. Flugs war die Fernbedienung in der Hand, weil sie ja auch beweisen wollte, dass sie irgendwie cool-technischmotiviert drauf ist. Und weil grad keine Gebrauchsanweisung daneben lag (sonst hätte ich sie bestimmt gelesen! Ganz sicher!!), drückt Frau busybee einfach auf ein paar Knöpfchen und das lustige Kerlchen marschierte auf seinen Staksbeinen los. Geradeaus. Und dann im Kreis. Immer weiter. Wäre er nur marschiert, wär das irgendwie nett gewesen. Aber er fiepte wie ein trauriges Meerschweinchen und blinkte. Sehr laut und sehr grell. Nicht schön. Und der Ausknopf war auch nicht zu finden. Und alle schauten Frau busybee böse an, weil das Kerlchen, aka der Horrormeerschweinchenroboter, ihnen zwischen den Füßen rumstolperte.
Die Lösung: Zwei pickelige Jungs –„Hey, wollt ihr mal übernehmen (Fernbedienung in die Hand drücken und rasch wegrennen)?“
Ich habs genau gehört, was sie hinter mir her gerufen haben. Nichts zum Zitieren an dieser Stelle!
Nach dem Kauf war der Popstar in richtiger Männerweihnachtsstimmung. Da er keinen Glühwein trinkt, musste ein anderes Betätigungsfeld her. Einwickelpapiereinkauf war wohl das nahe liegendste und so zogen mehrere Rollen silbernes (ähm graues) Packpapier bei uns ein. Und 20 Meter schwarze Lackfolie. Alles sehr cool. Das silberne Papier entpuppte sich im Praxistest als nur schwer knickbar. Aber mit Gewalt geht ja bekanntlich alles. Und mit vielen bunten Schleifen sieht es auch gar nicht mehr trist aus.
Das Lackpapier ist da schon spezieller. Nicht nur, dass es sofort reisst, es hat auch den Charme einer Mülltüte. Aber gut. Soll ja nicht jeder sofort in Frohsinn ausbrechen, wenn er Socken geschenkt bekommt!
Ich wird jatzt mal ein Feuerzeug schnappen und die ersten drei Kerzen auf dem Adventskranz anzünden. Kann ich ja nach einer Minute wieder ausmachen, aber es sieht schon irgendwie peinlich aus, wenn alle Kerzen unbenutzt sind…
James Dean wohnt jetzt bei uns oder: weiter geht’s mit dem Gymnasium!
Mittwoch, 12. Dezember 2012
Der Popstar mag Frauen (klar!). Deswegen macht es ihm auch nichts aus, in einem reinen Weiberhaushalt zu wohnen. Im Gegenteil: Da er ja oft unterwegs ist und viel Zeit hat, Menschen zu beobachten, die sich aufgehübscht haben, ist er oft besser informiert als die Instyle. Die vorpupertäre Pippi hält sich dann gerne die Ohren zu, wenn er ihr die neuesten Trends zu vermitteln versucht – bei ihr sind Schlabbersweat und Wollmütze grad der Hit.
Ich mache jetzt mal einen eleganten Schlenker zum Thema Übergang aufs Gymnasium:
Der ist ja etwas schwieriger und wie Frau Pimpinella sich schon wünschte: Ein Kinderklon wäre perfekt, damit der große G8-Ganztagsschule-Spass etwas relaxter wäre.
Nun, die ersten Noten waren nicht der Brüller (eher: echt grottig!!!) und um die Motivation wieder nach oben zu bekommen, lehnte sich Frau busybee ziemlich weit aus dem Fenster: „Liebe Pippi, wenn die nächste Englischnote ein gute wird, dann kommt endlich das seit zwei Jahren versprochene Haustier zu uns!“
Tja, die Motivation hat prompt geklappt und die nächste Englischarbeit war eine wunderbare 2.
Und das Versprechen war gegeben.
Also: Kind zu Hause, Englischnotenjubel, Kind ins Auto, Zoofachhandel anfahren.
Glücklicherweise war im Vorfeld schon geklärt worden, dass es weder ein Reptil noch Fische oder ein Hund werden würde. Der Popstar und ich hatten intern schon alle Argumente für Wüstenrennmäuse parat, notfalls auch für Ratten. Mit nach Hause kamen tatsächlich 2 männliche Rennmäuse und ein komfortables Einfamilienhaus für Nager.
Zwei Männer als Verstärkung für den Popstar!
Zwei coole Typen!
Wir haben zwei Wochen mit der Taufe der beiden gewartet, um die Namensgebung den Charakteren perfekt anpassen zu können. Nummer eins heißt James Dean. Ich sag nur: Live fast, die young!
Hallihallo, das ist eine echte Kamikazemaus, die aus dem Terrarium an meine Strickjacke springt und am liebsten Abenteuer außerhalb des Käfigs erlebt.
Nummer zwei heißt Guido – benannt nach Guido Maria Kretschmer, dem Designer, der grad bei Shoppingqueen mit seinen Kommentaren beehrt. Ein bisschen moppelig, eher ruhiger und ganz Stylist. Entweder räumt er den Käfig komplett um oder er zupft an James Dean herum.
Zum Piepen die beiden!
Und der Popstar ist unser Mäuseflüsterer…
Gewinner!
Dienstag, 4. Dezember 2012
Die drei Gewinner vom Kolaplan-Gewinnspiel sind:
1. Lipstickmum
2. manati
3. ulrikes smaating
Schickt mir doch mal eure Adressen an sabinemd@hotmail.com
Herzlichen Glückwunsch!
Für alle anderen gibt es die niedlichen Sachen im Shop - und bis zum 24.12. mit Rabatt!
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Perfect day
Freitag, 23. November 2012
Frau busybee sitzt um 8 Uhr an ihrem Schreibtisch. Alle Knöpfe perfekt an ihrem Platz (bei einem Strickkleid nicht soooo schwer), der erste Kaffee ohne flockende Milch neben ihr.
Perfect day.
Denn normalerweise ist ein pünktliches Erscheinen am Arbeitsplatz nur dann möglich, wenn sie mindestens anderthalb Stunden früher losfährt – um eine Strecke zu bewältigen, für die man in guten Zeiten 15 Minuten benötigt. Leider wohnt Frau busybee in einem Ballungsgebiet. Mit netten Brückennadelöhren. Und dann kann man Pippi ja auch nicht schon um 6.30 Uhr auf einem leeren Schulhof abstellen.
Heute irgendwie alle Mitstausteher krank oder beurlaubt. Cool.
Nicht so cool: Kinderkrise mit Tobsuchtsanfall meinerseits und Tränen und Türenknallen kinderseits. Um 7 Uhr. Nach gefühlten drei Stunden Schlaf, weil Dauerhusten und Nebenhöhlenentzündung Nachtruhe empfindlich stört.
Und Popstar grad Rhythmus umstellt, weil viele Auftritte anstehen (Also Schlafrythmus, nicht der musikalische. Dabei wird die Schnittmenge, die Frau busybee und er im gemeinsamen Bett verbringen immer mehr verringert. In den wildesten Zeiten geht er ins Bett, wenn Frau busybee aufsteht. Aber man will sich ja nicht beklagen: Zumindest schläft er ab und an im heimischen Bett und nicht immer im Hotel).
Auch nicht cool: Der Tornado, der seit Wochen durch unsere Wohnung fegt, weil keinerlei Zeit für Hausarbeiten übrig ist. Das totale Chaos. Und das bei der Aufräumqueen! Im Esszimmer wohnt das Lichtequipment, das demnächst wieder mit auf die Reise geht (warum wohnt das eigentlich bei uns und nicht im Techniklager?). Im Wohnzimmer stehen unausgepackte Ikeakartons. Im Bad waten wir durch Wäscheberge mit Eventoutfits. Pippis Zimmer ist nicht betretbar, weil sie es umstellen musste und mittendrin bemerkte, dass das ja unglaublich viel Arbeit nach sich zieht.
Das Büro: Nein, darüber sprech ich nicht. Denn dort lagert meine Arbeit. Bergeweise. Leider sieht man meinen Schreibtisch nicht mehr. Macht nix, denn der neue Bürostuhl wartet in einem der unausgepackten Ikeapakete im Wohnzimmer. Und wenn ich nicht sitzen kann, kann ich auch nicht arbeiten, oder?
Der Plan: Heute Ankunft 19 Uhr zuhause. Kind in die Dusche schicken. Protest des Kindes abprallen lassen. Kind in die Wanne schicken. Protest des Kindes abprallen lassen, weil es nach einer Stunde immer noch nicht aus der Wanne will. Dazwischen Wäscheberge abbauen und die ersten zehn Minuten neben Waschmaschine warten, ob die Waschladung von Inkontinenz der Maschine begleitet wird. Notfalls Bad schnell von Waschmaschinenwasser befreien. Nach Telefonnummer von Putzperle suchen. Feststellen, dass Putzperle nur dann putzen kann, wenn man Freiflächen zur Verfügung stellt.
Feststellen dass Smokinghemd von Popstar hinten ein Loch hat. Das Gute daran: Ich muss es nicht bügeln.
Dazwischen: Alle Telefonate führen, die am Tag aufgelaufen sind. Denn Frau busybee arbeitet in einem Büro, in dem es keinen Handyempfang gibt. Und auch nicht davor. Oder auf dem Parkplatz. Nirgends. Das ist irgendwie sehr entspannt. Aber auch anstrengend, da man wie früher dann alle Telefonate erledigt, wenn man zuhause ist. Leider sind dann alle anderen nicht mehr erreichbar. Meine Osteopathin wartet seit drei Wochen auf meinen Rückruf. Und die großen und kleinen Wehwehchen bespricht man ja nicht am Bürofestnetz, wenn sieben Kollegen zuhören. Verzwickt.
Der Rest des Abends wird mit Todo-Listen-Schreiben verbracht. Das kann ich gut.
Wenn das nicht mal die Basis für einen perfect day-Ausklang ist.
Alles ist irgendwie doof
Montag, 19. November 2012
Heute: Arge Verspannungen, der Kopf lässt sich kaum drehen. Büro ist irgendwie doof.
Ich recke mich, um zumindest kurzzeitig Entlastung auf den Nacken zu bekommen und PLOP. Knopf von Bluse fliegt wie in einem doofen Comic auf Nachbarschreibtisch. Leider ist es nicht der Kragenknopf, sondern der aus der Mitte – ihr wisst schon…
Keine Sicherheitsnadel, kein Faden.
Doof.
